#106 - Dauerstress adé. Hochleistung ohne Hustle – mit Elvira Häusler
Shownotes
Karriere oder Gesundheit? Für Elvira Häusler ist das keine Entweder-oder-Frage. Elvira verbindet High Performance und Gesundheit und arbeitet mit Führungskräften und Unternehmen, die an der Spitze bleiben wollen, ohne auszubrennen. Ihr Weg führte sie von einer NGO in Kairo über die Gesundheitsberatung bei einer der Big Four in London bis in die Schweiz, wo sie heute mit ulab Strategie, Führung und den Menschen dahinter zusammenbringt, bis hin zum Nervensystem.
Darüber sprechen wir:
- warum Dauerstress ohne Erholung krank macht und zugleich die Leistung senkt
- warum Energie die entscheidende Ressource ist und nicht die Zeit
- drei erste Schritte: ins Tun kommen, Sport und Schlaf nicht mehr verhandeln, natürliche Pausen im Alltag nutzen
- was das Smartphone mit unserem Gehirn macht und wie Elvira in einer abgelegenen Hütte in Norwegen Reizfasten erlebt hat
- welche menschlichen Fähigkeiten wir im Zeitalter der KI bewusst trainieren sollten
- warum jede und jeder von uns eine Situation durch Co-Regulation entschleunigen kann
Diese Folge ist zugleich die letzte unter dem bisherigen Namen des Podcasts. Was sich ändert, erfährst du in der nächsten Solofolge.
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Feedback, Anregungen und Themenwünsche nehme ich gerne per E-Mail entgegen: info@verena-stahl.ch
Transkript anzeigen
00:00:06: Leadership, Karriere und Selbstentwicklung.
00:00:09: Und das ganz ohne Peep-a-pleasing?
00:00:12: Geht nicht!
00:00:13: Doch selbstverständlich hol dir spannende Einblicke und interessante Denkanstöße bei PeepApleasing.de dem Podcast für Leadership & Karrieren mit Sanftmut und Stärke.
00:00:26: Ich bin Verena.
00:00:27: Komm legen wir los.
00:00:29: Hallo und herzlich willkommen bei Peabopleasing.ade.
00:00:32: Mein Gast heute ist Elvira Häusler.
00:00:35: Elviras Thema ist das Verbinden von High Performance und Gesundheit, sie arbeitet mit Führungskräften und Unternehmen die an der Spitze bleiben wollen ohne dabei auszubrennen.
00:00:47: Für heute freue ich mich sehr mit dir in mein Gespräch mit Elvirah Häuslar einzusteigen.
00:00:52: Ja schön guten Tag liebe Elvire!
00:00:54: Ich begrüße dich ganz herzlich bei mir im Podcast.
00:00:58: Hallo liebe Verena, schön dass ich da sein darf.
00:01:00: Wir haben heute paar schöne Fragen vor, über die wir sprechen wollen.
00:01:04: Aber zunächst einmal möchten natürlich meine Zuhörerinnen dich auch ein bisschen kennenlernen!
00:01:09: Ja vielleicht
00:01:10: fange ich mit dem Akzent an?
00:01:12: Ich bin gebürtige Österreicherin und lebe jetzt schon seit elf Jahren in der Schweiz und daraus ist eine interessante Mischung entstanden.
00:01:21: also wenn ihr euch liebe Höhlerinnen wundert warum denn manche Wörter so oder so betont werden dann kommt es daher Und ansonsten würde ich vielleicht antiesern, dass der rote Faden in meinem Leben immer schon Gesundheit war und sich durchgezogen hat bis jetzt.
00:01:41: Und sich auch weiterhin durchziehen wird und das auf ganz verschiedene Arten und Varianten sich immer wieder ja im meinem Leben heraus gearbeitet hat.
00:01:53: aber ich bin mir sicher da werden wir nachher noch tiefer reingehen.
00:01:57: Das werden wir auf jeden Fall tun.
00:01:58: Gesundheit ist so, dass was auf der einen Seite Thema ist und gleichzeitig Wirtschaft oder auch Leistungsbereitschaft auch.
00:02:05: Du hast ja auch in dem Bereich deine Nische gefunden wenn du herleitest.
00:02:09: wieso du das was du heute entwickelt hast im Laufe der Jahre wie über welche Meilensteine können wir das so herleiten?
00:02:16: Ja ich versuch mich mal wirklich einen Meilenstein entlang zu hangeln.
00:02:22: Zum Einen war schon immer, also als ich Jugendliche war, schon immer ein gewisses Interesse für Yoga-Meinfulness da.
00:02:32: Ich weiß auch noch, ich habe damals Bücher von meiner Mama gefunden die sie in ihren jüngeren Jahren gab ja schon eine Zeit wo das alles sehr in war ne?
00:02:40: Als sie da schon die Bücher hatte, die hat dich dann gefunden und ich konnte mich irgendwie sehr damit identifizieren und habe dann mit meiner Praxis damals begonnen.
00:02:51: Und jetzt zieht sich durch bis zum heutigen Tag, daraus hat sich auch ein gewisses Interesse an Medizin, Gesundheit und alles was in diesem ganz zeitlichen Bereich reinfällt ergeben.
00:03:05: Hab kurz mit mir gehadert Medizin studieren wollte ich aber nicht Und habe mich dann entschieden einen anderen Weg einzuschlagen und habe eine Kombination aus Sprachen, Politikwissenschaften spezialisiert.
00:03:21: Da auch noch mal spezifische Gesundheit und International Healthcare Management was dann auch dazu geführt hat dass ich im Gesundheitsbereich selber Fuß fassen konnte Und so hat sich dann diese Tür geöffnet und aus der bin ich auch nie mehr raus.
00:03:41: Also, ich habe begonnen ganz am Anfang in Cairo mit dem Aufbau von der NGO im Bereich Governance and Transparency im Gesundheitswesen und bin dann von Cairo nach London – das war ein ziemlich kulturschock!
00:03:59: Und in London habe ich dann in einer der Big Four begonnen zu arbeiten, auch wieder im Gesundheitswesen und hatte da die Möglichkeit wirklich einmal durch das Gesundheitswesendurchzugehen.
00:04:13: Also ich hatte sowohl Spitäler-Krankenhäuser als Kunden also sehr operationelle Projekte.
00:04:21: Dann hatten wir aber auch regulatorisch sehr viele Kunden ab dieser Seite anschauen dürfen, dann hatten wir auch auf Regierungsebene Kunden wieder mehr so Policy und Strategie.
00:04:35: Und so habe ich einen sehr bunten Blumenstrauß an Erfahrung sammeln dürfen auf sage mal der operationellen und intellektuellen Ebene.
00:04:49: natürlich bist du, wenn du in diesem Umfeld arbeitest die ganze Zeit auch mit Daten beschäftigt.
00:04:58: Und eine Sache, die ich immer noch sehr präsent habe ist, weil ich damals schon vieles absehbar bin, mit dem wir heute sehr intensiv zu tun haben – sei es jetzt der Fachkräftemangel oder sei es auch die ganze Entwicklung von den chronischen Erkrankungen.
00:05:16: Das sind die ganzen Herausforderungen, die wir haben mit den älteren Menschen.
00:05:20: Also was passiert nachdem ich nicht mehr Teil der arbeitenden Bevölkerung bin?
00:05:23: Was ist eigentlich mit dem Teil der Bevölkerung?
00:05:26: oder auch psychische Gesundheit und gleichzeitig... Und das sieht man ja immer erst rückblickend.
00:05:33: Es war mir in dem Moment nicht so klar, weil in dem moment wollte ich ja natürlich Partner in diesem Unternehmen werden.
00:05:42: Das war ja das Karriereziel.
00:05:44: Gleichzeitig habe Dann aber auch festgestellt, aha.
00:05:50: Ist schon eher stressig hier, muss sich vielleicht auch vorstellen ich komme aus so einem kleinen Bergdorf im Bregenzer Wald und dann kommst du irgendwie in diese Großstadt und dann läuft da alles ein bisschen anders ab und ich war total überwältigt weil ich zuvor ... ist eigentlich schon noch viel Druck hier und naja wenn du nicht performst.
00:06:10: also wurde dir auch so gesagt als wenn du das nicht aushälst oder wenn die das nicht entspricht Kannst gehen da draußen, warten hundert andere auf deinen Job.
00:06:19: Und habe für mich relativ schnell gemerkt... Also dieses und kann man wohl nicht haben?
00:06:27: Du kannst dich entscheiden willst du Karriere oder willst du gute Gesundheit haben?
00:06:35: Weißt schon im ersten Jahr sind schon zwei im unmittelbaren Team in Burnout gelandet dann die ganzen Seniorpartner geschieden, also willst du Karriere oder willst du Familie?
00:06:46: Auch das kannst du irgendwie nicht kombinieren.
00:06:48: Und natürlich auch auf Kundenseite weil du irgendwo ja auch siehst... Also wir haben immer so viel Einblick und du machst bei Kunden A das gleiche wie bei Kunde B. Bei Kunde A funktioniert es bei B nicht.
00:07:00: Warum ist es so?
00:07:02: Und irgendwann habe ich für mich entdeckt Ja obwohl dir oft dieses Oder suggeriert wird Es gibt auch die Unleute.
00:07:12: Und diese Unleuten sind in der Regel langfristig erfolgreicher, weil sie als Basis halt einfach immer ihre Gesundheit haben.
00:07:24: Die bleiben leistungsfähig!
00:07:26: Die gehen nicht so krass in diese Extreme.
00:07:28: Das ist vielleicht meine Spur langsam unterwegs, mag schon sein... Aber bei denen funktioniert es einfach anders.
00:07:36: und da hat glaube ich auch das begonnen, dass sich viel mehr beobachtet habe.
00:07:42: Hey was macht eigentlich so eine Person erfolgreich?
00:07:48: Also welche Komponenten fließen da rein?
00:07:50: und es war halt immer Gesundheit die Basis.
00:07:51: Ich glaube wir haben manchmal auch ne falsche Vorstellung von dem was ein Burnout ist und wir benutzen den Begriff etwas inflationier denn viele die in ein Burnout gehen, also klinisches Burn-Out kommen auch nicht mehr zurück.
00:08:04: Aber ich glaube das muss man sich schon auch bewusst machen.
00:08:06: Also es ist nicht immer unbedingt was... ...das die Welt danach wird nicht mehr die gleiche sein.
00:08:15: Ich glaube dass muss man mich immer wieder bewusst machen und ähm.. ..ich glaube für mich ist dieses Und eigentlich zwei Seiten von der gleichen Münze weil dasselbe was uns krank macht.
00:08:32: Also dieser Dauerstress ohne Erholung, macht auch unsere Leistungen schlechter und auf der anderen Seite dasselbe was uns gesund hält also dieser Wechsel zwischen Anspannung und Erholing um das geht es ja nie darum, dass wir nie mehr Stress haben aber das macht uns eben auch leistungsfähiger.
00:08:58: Also ich mein erstes bringt dir das ja niemand bei, also du startest ja irgendwie in die Berufswelt und es ist ja per se auch was Gutes.
00:09:09: Ich war ja auch so, ich wollte Karriere machen.
00:09:12: Ich wollte viel arbeiten!
00:09:13: Also ich bereue gar nichts davon.
00:09:16: Ich musste auch diese Grenzerfahrungen machen und ich musste auch über meine Grenzen hinausgehen aber das dann so zu verstehen dann in dieser Arbeit, also ich mein Beratung selbst ist ja schon ein Berufsstand der es nicht unbedingt gesund.
00:09:32: Und ich glaube das war auch das was mich um uns noch mal schnell vorzuspulen zum heutigen Tag.
00:09:38: Was mich dazu gebracht hat dass ich immer früher habe ich Business ins Gesundheitswesen gebracht und Gesundheit in die Businesswelt weil ich glaube für eine nachhaltige, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung müssen wir unserer Gesundheit mehr Sorge tragen.
00:09:58: Das jetzt in die Teams zu tragen, in die Unternehmen zu tragen – das ist das was ich heute
00:10:04: mache.".
00:10:05: Wenn du sagst dass Beratungsbranche per se erst mal nicht unbedingt eine Branche ist, die durch Gesundheit glänzt bist du jetzt dennoch in einer Beratungfunktion?
00:10:18: Ist es richtig?
00:10:19: Wie stellst du dich sicher, dass du das in einem anderen Fahrwasser tun kannst?
00:10:25: Ja ich glaube es hat natürlich einerseits damit zu tun, dass ich jetzt in meiner Selbstständigkeit mir Dinge selbst einteilen kann und auch einen anderen Pace fahren kann.
00:10:37: Und bei mir ist es sicherlich so – und ich glaub das bei dir ähnlich – Menschen mit denen du arbeitest würdest wahrscheinlich auch als High-Performer einteilen Und ich glaube, ich bin schon auch jemand.
00:10:52: Ich kann sehr viel arbeiten und ich arbeite auch wahnsinnig gerne.
00:11:00: Wenn du als so eine Person in ein Unternehmen kommst wo diese Kultur sehr fördert und es nochmal befeuert und pusht und dir gleichzeitig aber gar nicht so viel Spielraum gibt eben Anspannung und Erholung ist es immer dieses Gegenspiel.
00:11:17: Und das eine gibt's nicht ohne das andere, das gehört einfach zusammen.
00:11:20: Wenn du diese Möglichkeit nicht so oft bekommst dann hast du natürlich... ...und du bist in einem Umfeld wo alles so sind, du siehst es ja auch nicht anders.
00:11:27: Ich glaube dass für mich ein sehr großer Gamechanger gewesen... ...dass ich mehr Freiheiten habe dafür zu sorgen, dass ich diese Erholungsphasen habe!
00:11:38: Und ich kann mich sehr gut an bestimmte Projekte und Phasen erinnern, wo ich wusste Lernen geht es nicht mehr so.
00:11:48: Und wo ich aber auch wusste, sobald dieses Projekt fertig ist Freitag oder schickst du halt im Bericht noch Sonntag Nacht?
00:11:57: Weil sie ja auch noch die Woche Montag geht das nächste los und hat sich aber noch gar nicht eingearbeitet.
00:12:02: also Das Business-Modell von einer klassischen Unternehmensberatung ist ja auch so aufgebaut weil Du ja nur Umsatz machst Wenn deine Leute auf einem Projekt sind und Geld verdienen.
00:12:14: Also
00:12:14: wenn du sagst, ich erinnere mich dann bezieht sich diese Erinnerung auf die Zeit wo du angestellt warst in der Firma.
00:12:20: Genau,
00:12:21: genau.
00:12:21: Du musst es dort gewesen und wie kannst du das jetzt in deiner Selbstständigkeit steuern?
00:12:25: Wie machst du das?
00:12:26: Hast du da genügend Puffer einplanst oder... Wie gehst du davor?
00:12:30: Und dann noch vielleicht die zweite Frage.
00:12:33: Hast du dennoch, vielleicht auch heute im Moment, dass so sequenziell eine sehr intensive Leistungsphase heißt und dann aber ein größeren Raum dazwischen bis dann die nächste intensive Leistungsphase kommt?
00:12:45: Kann ich mir das so vorstellen?
00:12:48: Ich glaube ein Mix aus Beinen... Also wie mache ich es heute oder was mache ich heute anders?
00:12:54: Ein... großes persönliches Aha-Moment von mir war und ich glaube, damit können sich viele identifizieren.
00:13:05: Wenn wir Zeit als einzige Ressource sehen dann ist Zeit halt endlich.
00:13:12: also jeder Tag hat vierundzwanzig Stunden.
00:13:14: und wenn ich dann auf dieser Achse gucke, Input Output mehr arbeiten, mehr output Denken wir ja erst mal, es funktioniert.
00:13:23: Einfach so geht aufwärts, aufwälz, aber nicht.
00:13:26: Es kumuliert sich dann irgendwo und dann kippt's wieder.
00:13:28: Das ist ein umgekehrtes U-U.
00:13:30: Also wenn ich dann immer noch diesen Glaubenssatzfolge oder diese Annahme da muss ich ja beginnen irgendwo zu streichen?
00:13:39: Und wo habe ich denn gestrichen?
00:13:41: Naja erstmal beim Sport... Dann irgendwann vielleicht beim Mittagessen, dann machst du halt dein Deskland.
00:13:49: Dann Freunde sehen, Zeit für dich selber und irgendwann beginnst du auch am Schlaf zu streichen damit du halt gefühlt diesen Output kommst.
00:13:57: und dann zu verstehen ach so es geht ja nicht um Zeit die ich... Die haben sowieso alle optimiert wir sind ALLE optimiert.
00:14:06: aber zu verstehen Ich habe eine andere Ressource und zwar Energie Und die kann ich sehr wohl anders beeinflussen.
00:14:17: Und dann vielleicht sogar, wenn ich den Haushalt sehr gut managen bekomme – nicht immerhin, gell?
00:14:22: So viel zu deiner zweiten Frage!
00:14:24: Aber wenn ich das besser manage, dann ist es bei mir und bei vielen von meinen Klienten aus so... Dann schaffen sie mehr in weniger Zeit.
00:14:36: Die müssen da nicht mehr ihr zwölf Stunden schieben, weil Sie haben's an den Acht auch gemacht.
00:14:40: Das Gleiche… in der gleichen Qualität.
00:14:43: Es ist ja nichts anderes als die Unterscheidung zwischen Effektivität und Effizienz,
00:14:49: weil
00:14:49: macht das richtige effektiv und das Richtige dann effizient tun.
00:14:54: viele fangen aber mit der Effizenz an vergessen die Effektivity.
00:14:57: also wenn ich jetzt so zuhöre dann heißt es ja im Grunde um zu erkennen zum rechten Moment aufzuhören Output erzeugen zu wollen zu erkennen.
00:15:06: Jetzt brauche ich was anderes was mir wieder den Energiespeicher füllt eine Pause, was zu essen Bewegung, Austausch mit Freunden.
00:15:14: Ein schöner Abend wo ich einfach mal gar nichts mache mit Arbeit sondern vielleicht mal ins Kino gehe und darüber also praktisch eine höhere Energie wiederzubekommen und dann wieder leisten zu können und dann aufs Ganze gesehen an zwei Tagen mehr zu leisten als wenn ich jetzt jeden Tag die ganze Zeit nur darum gehasselt hätte Zwischendrin aber auch irgendwie Sachen produziert hätte, die ich hinterher wieder wegwerfen kann.
00:15:39: Und ich bin auch noch komplett erschöpft und vielleicht noch sauer, dass ich mir das selber angetan habe, weil da sind ja manchmal dann auch noch so Reflexe.
00:15:46: Man ist traurig über sein eigenes Verhalten sich selbst gegenüber.
00:15:50: Genau, und es ist ja auch in meiner Spiele so viele Faktoren rein, da könnte ich wahrscheinlich ewig drüber sprechen.
00:15:54: Aber wir hatten ja Eingangs auch kurz über die Arbeit von Wirder Starker gesprochen.
00:15:58: Ich meine der Punkt ist jetzt auch, selbst wenn Im Arbeitsverhältnis zu hinbekommen.
00:16:04: und dann sagen wir mal, ich bin um fünf Uhr fertig.
00:16:07: Ist ja dann das Geschäftsmodell dahinter häufig so dass ich trotzdem nicht um fifteen Uhr gehen kann?
00:16:12: Nee wenn ich es so gut performe, dann bekomme ich einen Top noch mehr dazu.
00:16:16: Also das ist beizigartender.
00:16:18: Die Leistungszwege, dass die damit ausgebeutet werden wird ganz besonders
00:16:22: genau
00:16:23: Wenn sie dann noch People Pleaser sind, die eben auch ihren Selbstwert daraus ziehen.
00:16:27: Die Anerkennung zu bekommen von den anderen Freude daran zu haben als die Person zu gelten, die besonders leistungsfähig ist.
00:16:35: Der Selbstausbeutung natürlich sehr groß und... Ja und dann ist auch schnell so ein Defizit, erlebt es selbst.
00:16:41: Defizits da wenn man davon lässt sein lässt, dann ist das plötzlich weg diese Anerkennung und dann rutscht der Wert also der Erlebte Wert dann so in den Keller.
00:16:50: und das ist dann das Fatale daran weil dann nicht nur das Leistung nach außen gezeigt, sondern auch so die Frage ja was ist denn jetzt mein Wert wenn ich dann nicht mehr die bin die immer so leistungsfähig ist.
00:17:01: Ja und
00:17:02: ich würde da immer ein bisschen schmunzelt weil als wäre ich jetzt noch mal auf den Pfeil von der Unternehmenspedale zurückgeht.
00:17:06: Dann hast du hier dein Performance-Review.
00:17:09: Was ist es dann wert?
00:17:10: Da hängt ja dein Bonus auch von ab.
00:17:12: Und da ist genau diese extra Dinge, die du ja auch noch machst.
00:17:15: Also das solls verrechenbar sein.
00:17:17: Dann bist du an dem gemessen aber dann wird der schon auch nochmal angeguckt was machst du denn on top für die Firma?
00:17:22: Was
00:17:22: könnte das alles sein?
00:17:23: Was sind das dann für Dinge, denen man On Top macht für die Firmen?
00:17:28: Ich habe das damals mir hat Spaß gemacht ich fand's auch cool und ich fand auch meine bei uns war das so dass wir Business Propositions quasi anschließen konnten.
00:17:38: Und ich hatte damals schon, und das ist ja dann auch das Thema auf dem ich sehr viel in der Schweiz gearbeitet habe oder auch in den internationalen Projekten ein sehr viel für Care System Redesign gemacht – da ging es halt wirklich darum können oder müssen Gesundheitswesen aussehen und die Systeme damit, die zukunftsfähig sind.
00:18:01: Damit wir die noch bezahlen können, welche neuen Modelle kommen da rein?
00:18:05: Welche Art von Versorgung brauchen wir?
00:18:08: Wie soll es vergütet werden?
00:18:10: Und so weiter.
00:18:10: Ich muss auch dazu sagen für mich hat das Thema Prennens interessiert also ich hatte in der Zeit gar nichts dagegen.
00:18:20: Aber ich sehe natürlich jetzt im Nachhinein schon auch, je nachdem was du für eine Persönlichkeitsstruktur hast.
00:18:26: Eben was du ansprichst wenn du ein People-Pleaseer in Kombination mit High-Performern bist.
00:18:32: Damals den Begriff High Functioning Burnout kannte ich nicht aber ich glaube rund um mich waren da schon paar Kandidaten die halt da auch drin waren und ich glaub das halt auch zu erkennen.
00:18:47: und da geht es mir auch gar nicht darum dass wir weniger arbeiten sollen.
00:18:54: Mir geht es darum, dass wir anders arbeiten, damit wir halt wirklich ... das bist du endlich pensioniert und dann kommst du da schon mit zwei chronischen Krankheiten rein weil du so übertrieben hast.
00:19:07: Das muss einfach nicht sein.
00:19:09: Also das können wir besser!
00:19:11: Das
00:19:11: können wir bessern und es kann so ein erster kleiner Schritt sein, was sind vielleicht drei Game Changer wenn ich das möchte?
00:19:17: Wenn ich das haben möchte... Ich höre dir ja zu und sage Ja das will ich Elvira.
00:19:21: sag Was soll ich
00:19:22: machen?!
00:19:23: Ich bin parat, ich lege los!
00:19:26: Also das erste Stichwort dass du nennst ist tatsächlich Machen.
00:19:34: So interessant, dass wir ja in einem Zeitalter leben, indem wir Wissen zu allem haben.
00:19:41: Ich würde zwar auch immer je nach Studie die man anschaut aber ich würde behaupten viele von uns sind mittlerweile gut informiert was man machen müsste.
00:19:51: so also das erste ist wirklich in diese Umsetzung kommen und es einfach tun.
00:19:58: dann des zweites und das ist glaube ich mein grüßtes Ding, das ich vorhin beschrieben habe.
00:20:07: Also mir passiert es nicht mehr, dass Sport oder Schlaf gestrichen wird.
00:20:14: Das gibt's nicht mehr und dann muss sich eine andere Lösung finden.
00:20:20: aber das ist nicht mehr verhandelbar.
00:20:21: und vorher war es war verhandlbar.
00:20:25: Wie schnell ich dann auch halt ja dann gehe ich halt nicht ins Fitness oder dann gehe Das ist ein Geben, das ist nicht mehr verhandelbar.
00:20:36: und ich glaube wenn wir das schaffen dann haben wir schon sehr viel erreichen können.
00:20:43: Und ich glaube das dritte weil ich sage jetzt Dinge die vielleicht auch leichter umsetzbar sind diese Pausen die sich auf natürliche Art und Weise im Alltag ergeben nutzen.
00:21:00: also sei es jetzt Kann ich eine Treppe gehen statt ein Lift?
00:21:06: Kann ich fünfhundert Meter weiter hinten parken und die paar Minuten gehen.
00:21:12: Das Meeting endet fünf Minuten früher, kann ich mir die fünf Minuten gönnen ohne sofort wieder noch schnell die E-Mail oder noch schnell den Rückgruf wo... finde ich in meinem Alltag, so wie er jetzt ist auf natürliche Art und Weise immer wieder mal einen Moment um durchzuatmen.
00:21:37: Und sich den auch zu nehmen und zu gönnen weil dann muss ich da noch keine großen Veränderungen anstoßen.
00:21:44: Weil das ist dann das nächste Level.
00:21:46: Wo siehst du denn die größte Gefahr dass das sabotiert wird?
00:21:50: Dass man das tut diese fünf Minuten zu nutzen und diese Alltagsmomente zu nutzen.
00:21:56: Also das moderne Leben beinhaltet ja viele Stolpersteine, und welche sind diese Stolversteiner die das sabotieren können?
00:22:08: Ja ich habe es mitgedacht meins liegt auch parat wobei extra auf lautlos gestellt unser Handy haben wir hier beide gerade mal in die Kamera gehalten viel mehr.
00:22:17: du hast sie in die Kamerage halten.
00:22:19: das Handy das Smartphone.
00:22:21: Was ist das Türkische daran?
00:22:23: Die Sucht, die wir mittlerweile alle entwe... Also ich nehme mich da nicht aus.
00:22:28: Also wirklich diese Sucht ,die wir entwickelt haben also zum einen das Dauer auf der reichbar sein.
00:22:35: Ich habe dann auch für zwei Arbeitgeber gearbeitet.
00:22:40: Da war das incentive Deine Rechnung wird bezahlt, deine Handyrechnung mitbezahlt Dafür ist deine private Nummer auch dein Filmtelefon Und ich weiß, dass das an mehreren Orten wirklich so gehandhabt wird.
00:22:57: Das heißt, ich bin ja schon mal sowieso immer gewillter meine Mails zu checken oder auf Teams zu check'n.
00:23:06: Das ist mal die Arbeitskomponente aber dann auch die andere Komponent mit Social Media Die alle diese Tools, die wir nutzen ja auch so gebaut sind uns zum Gehirn den kleinen Kick geben.
00:23:20: Also diese Ausschüttung vom Endorphinen von Dopamin, dass wir dadurch getriggert werden und dadurch auch immer wieder diese Instant Gratification wieder haben wollen.
00:23:34: Und wenn man sich da selbst auch mal beobachtet wie gesteuert das schon ist... ich kann es dann in die Hand nehmen, ich weiß genau E-Mail, LinkedIn, Instagram, WhatsApp.
00:23:45: Das ist so die Reihenfolge, die ich habe.
00:23:48: und wenn wir auch mal irgendwo sitzen sei es jetzt im Restaurant oder an der Bushaltestelle oder am Zug Die Leute beobachten dann fällt einem das wie Schuppen von den Augen Und das was wir glaube ich gesellschaftlich komplett unterschätzen isst Was das mit unserem Gehirn macht.
00:24:09: Ich stelle mir manchmal vor, wenn so ein Alien jetzt von oben runter gucken würde.
00:24:13: Dann würden wir vielleicht gar nicht wie einen moderner Mensch wirken sondern wie so ein Hamster im Hamsterrad.
00:24:19: Der ist ganz verrückt da rumdreht und zwischendurch so ein komisches Teil in der Hand hat und hektisch darauf herum tockert und nicht wirklich glücklich dabei aussieht.
00:24:28: Also es fühlt sich schon gar nicht glücklich an, auch wenn du davon sprichst dass da solche Botenstoffe ausgeschüttet werden nachdem wir dann aber auch wieder sehr süchtig sind das wieder wiederholen müssen.
00:24:39: Du hast ja jetzt so einen Reizfasten gemacht in Norwegen.
00:24:42: Da würde ich gerne nochmal mit dir darüber sprechen was es damit auf sich hat wie der Gedanke zu dir gekommen ist Was du dafür tun musstest dass du dir selbst das so geschenkt hast Und wie du es dann vor allem auch erlebt hast.
00:24:56: Magst du uns da hin mitnehmen?
00:25:00: Klar, sehr gerne!
00:25:01: Das ist eine schöne Erinnerung.
00:25:03: Also was ich dafür tun musste eigentlich gar nichts weil der Grund wieso ich diesen Sommer in Norwegen war auch so hoch im Norden war weil mein Partner ein Radrennen gemacht hat über viertausend Kilometer Und er ist von Italien, von Roveretto am Garasi bis ans Nordkapp gefahren.
00:25:26: Ich habe ihm dann gesagt, wenn du so einen krassen Trip machst, kannst du da nicht einfach ankommen und dann ist dann jemand der mit dir feiert.
00:25:36: Da werde ich stehen und dich abholen und auf diesen Erfolg mit dir anstoßen.
00:25:41: So ist das dann gekommen.
00:25:44: Als wir im Winter in der Planung waren... weiß ich noch, dass ich zu ihm gesagt habe.
00:25:49: Er hat mich gefragt, möchtest du ein Hotel oder möchteste eine Hütte haben?
00:25:54: Und wir waren schon öfter in Norwegen und da gibt es ja wunderbare Hüter heißen die ja diese Feriensitze, die sie da alle haben.
00:26:03: Für mich wunderschöner Natur.
00:26:06: also ich lieb das da oben und ich weiß noch wie ich dann gesagt hab Ich möchte die abgelegene Hütthe haben.
00:26:14: Habs mir dann nie mal angeschaut ne bin ich da angekommen und es war wirklich abgelegen, so abgelegen dass du auch erstmal vorne parkst.
00:26:23: Und dann erst mal zu Fuß zehn Minuten danach hinten gehst mit deinem ganzen Gepäck!
00:26:30: Also ich war ein bisschen über mich selbst überrascht weil ich war dann auch so... Ich nehme nur mit was ich unbedingt brauche, habe mir eine kleine Tasche gepackt und dann hab' ich schon auch gesehen das da so Schubkern am Rand gestanden haben Und dann auch mir gleich eine geschnappt.
00:26:47: Ich dachte, ich nehme jetzt die und transportiere das nach hinten.
00:26:53: Man muss schon dazu sagen, es ist ein unglaublich schönes modernes Haus.
00:27:00: Wie würdest du als Haus bezeichnen?
00:27:04: Mit sehr viel Holz- und Glas.
00:27:06: Also mit sehr viel Nähe zu draußen... ...und hatte Strom hatte aber keine Heizung und hatte einen Wassertank.
00:27:18: Also, wenn ich es warmen wollte musste ich einheizen.
00:27:22: Und einmal am Tag musste ich mindestens Wasser holen gehen damit auch alles was ich halt von Kochen über Dusche über Abwasch und so dass sich das alles machen konnte.
00:27:38: Ich hatte jetzt gar nicht explizit geplant offline sein möchte oder dass ich da jetzt irgendwie, es hat sich einfach so ergeben und Ich kenne das nur von früheren Retreats oder auch von sowas.
00:27:57: Es ist so wie passende Schweigel-Retreats
00:28:01: Dass
00:28:02: das für mich oft schwer war dann in den ersten Tagen Das Handy nicht zu haben oder auch nichts genau zu wissen.
00:28:13: Und dieses Mal war es halt echt so, ich konnte das alles dahin packen und ... Es war einfach gut.
00:28:22: Ich wusste ja jeder weiß wo ich bin.
00:28:25: Dass alles in Ordnung ist.
00:28:30: Niemand wollte mich erreichen, war ja einfach da.
00:28:32: Und dass es auch zum ersten Mal in meinem Leben so war, dass es von Anfang an so eine Wohltat war, die mir eigentlich die ganze Zeit gefragt habe okay Wie könnte ich denn eigentlich im Gestalten ohne dieses iPhone, soll ich mir wieder so ein Nokia kaufen?
00:28:50: Und wie wird es auch mal durchgesponnen haben.
00:28:55: Weil eben das was wir vorhin gesprochen haben, dass so einen großen Platz einnimmt, so viel für Ablenkung, Vergleich, soviel Zeit auffrisst, also ich es einfach genossen habe... Das ist nicht zu haben.
00:29:14: Hast du jetzt irgendeine Entscheidung getroffen diesbezüglich?
00:29:18: Du hast es ja jetzt auch adressiert an deine Freunde und die Leute wundert euch nicht, mir geht's gut ich bin aber nicht erreichbar.
00:29:24: das können ja dann zukünftig die Leute auch wissen.
00:29:27: Ich bin noch nicht ganz durch mit.
00:29:28: also ich bin doch nicht ganz zum Schluss gekommen war sich jetzt schlussendlich testen werde auf jeden Fall ein zweites Jahr Mit einer privaten Nummer Dann tatsächlich nur der engste Kreis bekommt, um dann auch das Geschäftsernie physisch.
00:29:46: Ich arbeite immer sehr viel mit physisch, ne?
00:29:49: Weil dann ja auch dieser Argument kam, naja du kannst dir zwei Sim-Karten haben!
00:29:53: Nein es ist nicht das gleiche.
00:29:55: ich möchte dann auch ein Ritual draus mal an das wegzulegen und mir einfach den Samstag als ... Handyfreien Tag gestalten möchte.
00:30:06: Also wir machen das bis zu einem gewissen Punkt schon, aber dass es so wirklich Freitagabend des Weglegs und Abschaltes und dann erst auch sonntags irgendwann wieder bewusst hernimmst muss ich mir noch ein bisschen überlegen wie's dann aussehen wird.
00:30:21: Aber das ist das was ich als nächstes testen werde Und das da vielleicht auch sukzessive verlängert werden kann und dann einfach mal zu gucken.
00:30:31: also wie geht's mir damit?
00:30:33: Auch im Sinne von Kreativität.
00:30:38: Hör ich mich selber wieder besser, so diese ganzen Themen dann
00:30:43: auch?
00:30:45: Bist du ein Mensch der gerne experimentiert und das dann auch mit einer Leichtigkeit tut nach dem Motto es muss noch nicht völlig klar sein wie genau ich das dann mache und ist es überhaupt nicht schlimm wenn ich dann in einzelnen Punkten scheitere?
00:30:58: sondern ja dass ist das Leben.
00:31:00: ich erlebe da Dinge und probiere sie aus.
00:31:03: so Baby Steps Unter einer Step ist gut, der andere weniger.
00:31:07: oder bist du jemanden, der das schon sehr gerne sehr so plant und dann sollte es auch nach Möglichkeit genauso werden.
00:31:15: Ich glaube ich habe ein Mix aus Beide.
00:31:17: also bei manchen Dingen bin ich dann etwas zu Sicherheitsbezogen und wege alles ab und möchte am liebsten schon vorher wissen was wir wenn und bei anderen Dingen bin.
00:31:32: Ja, muss man jetzt mal machen.
00:31:34: Weil erst dann kann ich sehen was passiert oder ob es möglich ist oder wie's angepasst werden muss.
00:31:45: Wie erlebst du denn deine Kleenten?
00:31:49: Also wie ist das bei denen so und was sind denn da förderliche Faktoren?
00:31:52: und wo siehst Du Punkte wo du auch so unterstützt dass es ihnen vielleicht besser gelingen kann.
00:31:59: Meinst du jetzt spezifisch aufs Offline sein?
00:32:02: Ja, generell.
00:32:03: Ich mein Well-Being ist ja so ein bisschen deine Botschaft oder eben diese Verknüpfung aus gesunden Arbeiten was Erfüllungen schafft aber auch durchaus auch erfolgreich sein.
00:32:16: Was sind das für Punkte?
00:32:17: Weil ich erlebe es von meiner eigenen Arbeit dass ich oft in diese Selbstreflektion gehe und dann ein Erkenntnis gewinnen habe und mich das dann gleich wieder in der Arbeit mit meinen Klienten auf, auf ein anderes Level vielleicht bringt.
00:32:29: Und dann bin ich auch oft neugierig wie ist es denn jetzt für die?
00:32:32: Und das ist oft auch so... Ich erlebe das dann gar nicht als irgendwie so einen Arbeit dass ich leiste sondern oft leisten auch die mit denen ich zusammen arbeite auch weil es ist mehr so wie bei uns beiden dann auch wie so ein Spam oder wo man dann einfach bestimmte Punkte die einen bewegen miteinander bewegt und aus dieser Verbindung, die man miteinander hat dann auch auf neue Erkenntnisse wiederum kommt.
00:32:55: Und dass ich mir vorstellen kann wenn du so zurück kommst aus Norwegen, dass du dann vielleicht das Bedürfnis hast das einfließen zu lassen in deiner Arbeit mit deinen Klienten?
00:33:03: Ja total.
00:33:04: also werden ja vorhin auch kurz über Co-Regulation gesprochen.
00:33:07: Also ich erlebe es sehr ähnlich auch an der Arbeit bei meinen Klientinnen dieses ganze Thema Offline sein.
00:33:16: Ich glaube, ich würde fast sagen von Anfang an schon immer eine Komponente gewesen und spielt immer eine Rolle in meinen Trainings- und Programmen.
00:33:28: Manchmal mehr manchmal weniger.
00:33:29: aber ich will mal so sagen bei neunzig Prozent von meinen Klientinnen ist es ein großes Problem und ist auch ein großer Hebel wo wir ansetzen können.
00:33:39: also das ist jetzt nicht unbedingt neu.
00:33:45: Die meisten Menschen, die zu mir kommen und es ist dann immer unterschiedlich wo wir ansetzen.
00:33:52: Aber das erste was wir machen sind auf so einem hohen Level dass wir erst mal arbeiten die ein bisschen runter zu regulieren mit dem Nervensystem zu arbeiten dann die dahinter liegenden eben diese Glaubensätze mehr als mehr.
00:34:11: Wenn ich mehr Zeit investiere, dann habe ich mir so alle diese Dinge die wir dann angucken und uns die dann Schritt für Schritt vornehmen.
00:34:19: Und die aus verschiedenen Perspektiven beginnen zu bearbeiten.
00:34:25: Ich meine das ist es noch bis jetzt bei jeder also gerade bei den Managern oder bei den Führungskräften dieser Beziehungen zu diesem Handy und was ja da auch dahinter steht.
00:34:35: Also es heißt jetzt ich sitze beim Abendessen mit meiner Familie Und ich kriege eine Nachricht und der Konflikt da, aber dann auf der anderen Seite... ...dann auch die Möglichkeit haben irgendwie nach zum Elfen noch Mails zu checken.
00:34:49: Entschuldigung!
00:34:51: Die auch rauszuschicken was das wieder für ein Message eines Teams selber sendet?
00:34:56: Was bedeutet es jetzt an Erwartung an mich?
00:35:00: Also da ist schon ganz viel drin.
00:35:05: Da sind wir wieder beim Faktor Zeit und ich glaube denn einen Faktur, der das Ganze in Bedrängnis bringt, hast du angesprochen.
00:35:13: Das Handy ist Social Media.
00:35:14: das andere Thema ist natürlich ohne dass wir dazu tief reingehen die KI diese Vorstellung mal eben zehn zwanzig dreißighundert keine Ahnung wie viele KI-Agenten loszuschicken mit Aufträgen die dann über Nacht alles mögliche.
00:35:31: Ich habe auch schon Beispiele gehört.
00:35:32: Es hört sich immer interessant an, dass dann jemand die ganze Tagespresse sich zusammenfassen lässt für einen eigenen Podcast den man dann hört beim Joggen.
00:35:42: Da führt mir schwindelig und das ist ja immer so diese Vorstellung dieser Irrglaube, dass da noch mehr reinpasst und noch mehr geht.
00:35:50: Und ich frage mich was wir uns da eigentlich selber gerade dabei sind anzutun?
00:35:57: Teuchter im Alter zwischen zwanzig und dreißig.
00:36:00: Ich mach mir wirklich Sorgen, das ist jetzt nicht irgendwie melodramatisch.
00:36:03: Nee, glaub ich dir.
00:36:06: Da steht man so ein bisschen fassungslos vor.
00:36:08: Und andererseits denke ich Menschen wie du und ich die da ja schon paar Jahre gelebt haben, die auch schon ihre Erfahrungen im Arbeitsleben gesammelt haben.
00:36:14: Die dann auch die Möglichkeit vielleicht haben sowas mal zu machen als Experiment?
00:36:19: Du hast es angesprochen eine schöne Hütte, einen gewissen Standard alles verdient und alles gut.
00:36:25: Und du kannst das mal dann erleben, wie ist es denn wenn du's bewusst anders machst?
00:36:29: Ja aus diesen Erlebnissen heraus auch in guten Wissen reinzugehen und zu appellieren oder zu überzeugen und da wo es dir und mir möglich ist einen Beitrag zu leisten aufmerksam zu machen Hamsterrad anzuhalten.
00:36:45: Weil ich habe große Sorge, dass wird das jetzt nochmal.
00:36:47: gerade durch diese Dynamik die wir jetzt wo alle dabei sind und auch mit Täter und Täterinnen sind macht er ja auch mit in noch kürzer Zeit noch eine Folge und noch was und noch ein Produkt Was wir da machen können und wo unsere Verantwortung auch liegt.
00:37:02: Es ist ne große Frage Die Ich Auch Stand heute, dritter September zwanzig sechsundzwanzig.
00:37:10: Vielleicht ist es nächste Woche dann wieder anders?
00:37:12: Ich weiß nicht!
00:37:15: Was ich aktuell aus meiner Perspektive spüre, ist Ja, ich bin bei dir.
00:37:22: Ich glaube unsere Verantwortung ist wirklich drauf zu achten was sind die human capabilities und wie kann ich mir die behalten.
00:37:35: Nicht nur behalten, wie kann ich die auch proaktiv trainieren?
00:37:39: Und das ist ja ganz ein großer Teil von meinen Programmen sind wirklich diese Brain Skills, Brain Health also dass wir wirklich nicht nur die kognitiven Fähigkeiten aber auch alles was da runter liegt aktiv trainieren, dass wir Tools lernen Fokus zu halten, Kreativität abrufen zu können, kritisches Denken nicht zu verlieren.
00:38:05: Wie erkenne ich Bayers und so weiter und sofort also alle diese Skills glaube auch die wir unbedingt brauchen um diese Dinge einschätzen zu können.
00:38:14: Ich glaube da tun wir uns gerade selber auch keinen Gefallen.
00:38:18: aber gleichzeitig... Und das ist jetzt wieder eine sehr subjektive Wahrnehmung.
00:38:23: aber ich hatte da gerade gestern mit einer Führungskraft mich auch drüber unterhalten, die mir das ein bisschen gespielt hat.
00:38:31: Für mich ist gerade auch die erste Eppe da und es hat sehr viel damit zu tun von dem was du vorhin gesagt hast.
00:38:42: Was wird uns verkaufen und suggeriert?
00:38:45: Was alles möglich ist?
00:38:48: Und dann wenn man sich selbst mal hinsetzt stellt man dann vielleicht fest Ja, so easy ist es dann auch wieder nicht.
00:38:57: Also klar ich kann mir jetzt diesen Agenten bauen der mit diesem Pressespiegel zusammenstellt aber also in irgendeiner Art und Weise... Genau!
00:39:05: Also brauche ich das?
00:39:07: Gab's das vorhin auch schon?
00:39:09: Ist das jetzt so...?
00:39:12: Würde ich das jetzt als Wahnsinns-AI-Use Case klassifizieren?
00:39:19: Weiß' ich jetzt nicht.
00:39:21: Und diese Dinge, diese anderen Dinge also wenn wir von Automatisierung oder von Jobs weg krationieren.
00:39:28: Ich glaube da stellt sich gerade zu leise ein.
00:39:32: das wird uns vielleicht ein bisschen leichter vorgestellt haben als es dann schlussendlich ist und für mich ist dann auch immer noch die Hoffnung da Wir könnten sie ja auch von der anderen Seite sehen, wir können ja sagen hey könnt ich einen Teil und so mache Das kann ich ein Teil von meinem Arbeitstag auf eine sinnvolle Art und Weise in das Tool meines Vertrauens einbauen.
00:40:01: Geht auch nur, wenn ich vorhin schon einen guten Prozess hatte – da streut bei schon mal viele drüber – um dann vielleicht eine Stunde oder zwei Stunden mehr für Familie, Sport was Kreatives zu haben.
00:40:19: Das ist für mich, und ich weiß es vielleicht denken jetzt viele die zuhören ja so ein bisschen sehr positiv.
00:40:27: Aber das ist immer noch eine Option.
00:40:29: Im Moment sehe ich sehr viel Produktion also vor allem auch wenn's um Content oder was auch immer geht.
00:40:37: Und da sehe ich auch dass die Menschen müde werden.
00:40:42: niemand will mehr diesen ganzen KI generierten Kontern sie, niemand will mehr die Cloud-Design bilden.
00:40:48: Also wir kennen das jetzt alle und es wird sich nochmal aussortieren.
00:40:53: Und natürlich müssen wir das lernen weil auch da wie sie nicht ausgebildet keine... also wir müssen uns selber ausbilden was das betrifft.
00:41:02: und auch dieser Gedanke Selbst wenn ich jetzt Job-Einsteiger bin, bin ich von Anfang an Führungskraft, weil ich wahrscheinlich zwei oder drei Agents habe die ich ja managen soll.
00:41:12: Also da wird sich so vieles noch ändern und umdenken.
00:41:16: Ich glaube auch da immer wieder sich hinzustellen.
00:41:20: Aber wie können sie denn auch anders gehen?
00:41:23: Mir hat mal jemand die Frage gestellt und die fand ich so gut.
00:41:27: Dann sage ich das immer entweder du musst es so sehen.
00:41:30: Jemand gibt dir kostenlos einen hundert Prozent FTI oder noch mehr.
00:41:39: Was würdest denn dem jetzt geben?
00:41:42: Und dann geht man das automatisch sehr viel überlegter an und nicht einfach nur ich kenne es, sondern ich zum Beispiel arbeite im Organigramm weil jetzt bin ich ja nicht mehr alleine.
00:41:57: aber dann will ich das auch aus differenziert haben wer macht was?
00:42:02: Und ich glaube, da auch viel mehr das abzulegen dieses schwarz-weiß.
00:42:10: Weil kommen wir sowieso?
00:42:13: Die Möglichkeit ist zu beeinflussen haben wir vielleicht nicht in dem Ausmaß wie du es gerne erinnert aber wir haben's und immer wieder die Position einzunehmen okay but what if it
00:42:25: works Wenn du jetzt als Elvira nachdem du in Norwegen
00:42:31: warst
00:42:32: Eine Botschaft an unsere Zuhörerinnen geben möchtest, die du vorher so nicht gegeben hättest.
00:42:37: Gibt es da eine?
00:42:38: Oder bist Du die Elvira, die Du auch vorher schon
00:42:40: warst?
00:42:41: Ich glaube ich bin die Elvia, die ich vorhin schon war und ich glaube die Botschaft, die sich jetzt nach allem was wir besprochen haben richtig anfühlt.
00:42:53: wer lasst euch von allem was da um euch passiert nicht verrückt machen hast euch auch nicht zu sehr stressen, sondern nehmt euch immer wieder den Moment primativ ein und auszuatmen.
00:43:10: Ein bisschen wieder anzukommen und runterzukommen Und dann einfach bedacht weiterzuhandeln.
00:43:16: weil ich glaube es blinkt nichts wenn wir jetzt alle noch mehr in diesen Stuhl einsteigen.
00:43:22: und ihr wollt ja
00:43:23: auch über Co-Regulation gesprochen und jeder von
00:43:28: uns kann coregulieren egal in welchem Content Kontext.
00:43:34: Und ich glaube,
00:43:35: das unterschätzt mir oder wissen wir manchmal gar nicht, dass sich
00:43:40: zu jedem Zeitpunkt auch die Möglichkeit habe in eine Situation reinzugehen und die einfach mal ein bisschen zu entschleunigen.
00:43:47: Das wäre dann auch wieder der menschliche Faktor.
00:43:49: Das kann in der Form die Maschine nicht weil sie irgendwie immer sehr schnell auf das eigene Tempo so einsteigt und eigentlich nur
00:43:55: da
00:43:56: spiegelt was
00:43:56: man selber
00:43:57: macht finde ich super was du auch für einen Botschaft gibst zu sagen Ich kann überall wo ich
00:44:01: bin solche
00:44:03: Auswirkungen erzeugen und insofern kann ich auch überall gestalten und auch Verantwortung
00:44:07: übernehmen.
00:44:08: Ich danke dir sehr
00:44:10: für unser
00:44:10: schönes Gespräch!
00:44:11: Danke, die Lieberinne hat mega viel Spaß gemacht.
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