#102 - Wie wir uns die gute Arbeit zurückholen – „Reclaim Work“ mit Dr. Hans Rusinek
Shownotes
Nicht wenige Menschen behandeln ihre Arbeit wie einen Zahnarztbesuch: möglichst selten hingehen und in der Zeit dort an etwas anderes denken. Die Zahlen aus Deutschland zeigen, wie verbreitet das ist. Nur jeder Dritte würde seinen Job Freunden empfehlen, und 9 von 10 Menschen arbeiten auf Sparflamme.
Arbeitsforscher Dr. Hans Rusinek will das nicht hinnehmen. In seinem neuen Buch „Reclaim Work – Für eine Arbeitswelt, die wieder Hoffnung macht“ zeigt er, wie wir uns die gute Arbeit zurückholen können. Mit mir spricht er darüber, warum Arbeit weit mehr ist als „Human Capital“. Sie prägt unsere psychische Gesundheit, unser Erleben von Macht und sogar unser Verhalten an der Wahlurne. Und sie ist einer der letzten Orte, an denen wir Menschen begegnen, die wir uns nicht selbst ausgesucht haben.
Darüber sprechen wir:
- warum der Beruf „Wirtschaftsethiker“ auf einer Party klingt wie ein Widerspruch in sich
- Joy Multipliers: Menschen, deren Hingabe an ihre Arbeit auf alle um sie herum abfärbt
- warum 11 Cristiano Ronaldos kein gutes Team ergeben und Leistung immer ein soziales Ergebnis ist
- den Einzelkämpfer-Bias in Bewerbungsverfahren und die Idee eines Anti-CV
- warum wir bei Debatten über „faule“ Beschäftigte auf die Verhältnisse schauen sollten statt auf das Verhalten
- was KI für Einstiegsjobs bedeutet und warum Unternehmen damit ihre Nachwuchspipeline gefährden
- Bildung nach Peter Bieri und warum die Zukunft den Lernenden gehört
- Zumutungs- und Ermutigungsinterviews: wie Hans für sein Buch zugehört hat
- warum Humor für ihn eine sehr ernste Sache ist und was es mit seinem Klapphandy am Wochenende auf sich hat
Dr. Hans Rusinek forscht an der Universität St. Gallen zur Zukunft der Arbeit und lehrt als Visiting Lecturer an der ESMT Berlin. Zuvor war er Strategiedirektor bei der Boston Consulting Group und hat die Purpose-Beratung BrightHouse mit aufgebaut. Sein erstes Buch „Work-Survive-Balance“ wurde ein Bestseller. „Reclaim Work“ erscheint am 30. September 2026 im Kösel-Verlag.
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Transkript anzeigen
00:00:06: Leadership, Karriere und Selbstentwicklung.
00:00:09: Und das ganz ohne Peep-a-pleasing?
00:00:12: Geht nicht!
00:00:13: Doch selbstverständlich hol dir spannende Einblicke und interessante Denkanstöße bei PeepApleasing.de dem Podcast für Leadership & Karrieren mit Sanftmuth und Stärke.
00:00:26: Ich bin Verena Komm.
00:00:27: legen wir los.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Gastfolge bei People Pleasing Addie.
00:00:36: Ich bin Dr.
00:00:37: Verena Stahl und host dieses Podcasts.
00:00:40: Mein heutiger Gast ist Dr.
00:00:42: Hans Rosinek, Hans forscht und lehrt an der Universität St.
00:00:46: Gallen dazu wie sich Arbeit verändert.
00:00:49: Er selbst nennt sich ein Precademic also jemandem, der zwischen Hochschule und Praxis pendelt und beides ernst nimmt.
00:00:56: Sein erstes Buch Work Survival Balance wurde ein Bestseller.
00:01:00: Das Personalmagazin kürte ihn zum HR-Influencer of the Year und, das er über Vereinbarkeit nicht nur spricht und schreibt, sondern sie auch lebt.
00:01:09: Davon konnte ich mich mit eigenen Augen überzeugen.
00:01:13: Denn als sich Zoomöffnete für den Podcast saß mir dann nicht nur Hans selbst gegenüber, sondern auch sein kleiner Sohn mit auf dem Schoß – während des Gesprächs war er dann allerdings nicht mehr
00:01:24: da.".
00:01:24: Dieser Tage erscheint Hans' neues Buch mit dem Titel Reclaim Work.
00:01:29: Im Herzstück stehen sechs Hoffnungskiller, sechs Bereiche in denen Arbeit uns die Hoffnung raubt.
00:01:36: Ich wollte mit Hans über diese drei sprechen – schön geordnet und der Reihe nach Karriere, Macht- und Abstand.
00:01:44: Aber selten kommt es wie gedacht.
00:01:46: bis schön!
00:01:47: Dann noch eine klitze Kleinigkeit in eigener Sache.
00:01:49: Hans hat einen Blob für mein eigenes Buch geschrieben was Anfang Oktober veröffentlicht wird.
00:01:55: Ein Blöb ist eine kurze Empfehlung auf dem Cover, mit der jemand aus dem Fach den Leserinnen und Lesern sagt, warum sich das Buch lohnt.
00:02:04: Hans Satz steht dort – mich errt und freut es ungemein!
00:02:08: Und dass ich solch ein schönes Gespräch mit ihm führen konnte umso mehr.
00:02:12: Ich wünsche dir viel Vergnügen mit meinem Gespräch with Hans Rosinek.
00:02:16: Ja schönen guten Tag lieber Hans, ich begrüße dich ganz herzlich in meinem Podcast.
00:02:21: Ja, vielen Dank.
00:02:22: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch!
00:02:24: Du bist ja Arbeitsforscher und ich könnte mir vorstellen wenn du jetzt auf einer Party jemanden triffst dann kommen Fragen was du beruflich machst?
00:02:31: Und was ist denn so deine typische Antwort?
00:02:34: Ich fange immer so an dass sich eher über das Thema kommt und sage ich interessiere mich für Arbeit und beschäftigt uns so viel und deswegen sollten wir uns auch damit beschäftigen.
00:02:42: Und ich mache das zu einer Hälfte in der Uni als Forscher sondern eine Hälfe in der Praxis als Berater.
00:02:49: Und dann kommt von den anderen Menschen eine Reaktion, so nach dem Motto Ja das dominiert ja sonst schon genug des Lebens und... Versuch es
00:02:56: eigentlich meistens zu vermeiden.
00:02:57: Meistens wenn mich jemand fragt was machst du eigentlich?
00:02:59: Dann sage ich ich trink grad ein Glas Wein oder sich versuche so bisschen ausweichen zu antworten
00:03:03: Worüber würdest du viel lieber reden, wenn du jetzt zum Reden kommen kannst?
00:03:08: Also ich finde es so zu Partie Kontext.
00:03:10: Es ist glaube ich schöner darüber zu reden.
00:03:12: was hast du als letztes Spannendes gelernt?
00:03:14: worauf hast du worauf freust du dich gerade?
00:03:16: oder die Reaktion wenn ich sage ich bin Arbeitsforscher ist eigentlich immer positiv weil es da viele viele Themen gibt.
00:03:22: wie ist das?
00:03:22: müssen Leute wirklich mehr leisten Tage Woche wirklich so produktiv wie fünf tage?
00:03:28: Sorgt KI dafür, dass wir arbeitslos werden.
00:03:31: Das sind eigentlich Themen, die viele Menschen bewegen noch zu Recht natürlich und zu denen ich mich auch sehr wissenschaftlich beschäftige.
00:03:37: Und darum macht das dann schon Spaß!
00:03:39: Ich habe in der Wirtschaftsethik promoviert um zu sagen, ich bin Wirtschaftsetiker auf einer Party.
00:03:43: Das ist ja
00:03:46: tatsächlich...
00:03:47: Wirtschafts-Ethika hat mir meiner gesagt es klingt so wie ich bin Fleischvegetarier ungefähr.
00:03:51: Und ich finde das macht's auch so spannend und ich find' da ist doch eine Sache, die mich immer begeistert hat so Dinge, die scheinbar nicht zusammen passend zusammenzubringen.
00:03:59: Philosophie und VWL studiert im Bachelor, ich war vorher in Israel und habe vormittags Zivildienst in einem Altenheim mit Holocaust-Überlebenden gemacht und nachmittags in einem Ostforschungszentrum mit Palästinensern.
00:04:12: Ich hatte immer die Lust, Welten zu verbinden Und hab bei der Boston Consulting Group eine Purpose Beratung aufgemacht.
00:04:19: Also ich glaube, ich habe diese Spannungen und das Kollidieren von unterschiedlichen Themen immer genossen.
00:04:23: und so ist es auch in dem Buch weil da geht's ja um Ja, ein Thema von dem wir scheinbar viel zuviel haben.
00:04:28: Was uns über den Kopf wächst?
00:04:29: Das ist die Arbeit und ein Thema was von dem ihr viel zu wenig haben und das ist die Hoffnung.
00:04:33: Und da denken auch wie passt das denn bitte zusammen?
00:04:35: Ich würde gerne nochmal über den Titel deines Buches sprechen.
00:04:38: Das Buch was jetzt rauskommen wird heißt Reclaim Work.
00:04:41: D.h.,
00:04:42: es geht darum dass wir etwas reklamieren also uns zurückholen wollen.
00:04:45: Von wem oder was wollen wir uns dann die Arbeit zurückholten?
00:04:49: Was mich antreibt ist die Idee dass die Arbeit viel mehr ist als das was wir aus ihr machen.
00:04:53: Einmal aus einer wissenschaftlichen Perspektive betrachten wir Arbeit und Arbeiten vor allem als Human Capital oder Human Resources, vor allem sehen wir das Betriebswirtschaftlich.
00:05:02: Und dass es sehr verkürzt so weil wir zum Beispiel feststellen, dass eine Führungskraft mehr Einfluss auf die psychische Gesundheit eines Menschen hat als es in der Therapeutin oder in Therapeut jemals haben wird.
00:05:12: Oder auch noch ein Punkt von dieser Herzog war ich sie wirklich feier du erlebst in einer liberalen Demokratie Macht vor allem Macht deiner Chefs, also oder Chefinnen.
00:05:22: Du bist, wenn du nicht notorische Falschparkerinnen bist.
00:05:24: Erlebst du Macht vor allem in der Organisation und dieses Macht- oder Unmacht erleben?
00:05:28: Nimmst du mit nach Hause oder auch an die Wahlurnen?
00:05:30: Arbeitest vielleicht einer der letzten Orte wo du noch Menschen kennenlernst, die du dir nicht ausgesucht hast auf die du... Der nennt es ja auch kein Bockhast manchmal, ne?
00:05:37: Wir sind super hyperkuratiert am Daten mit unseren Dating-Apps.
00:05:40: Wir leben in sehr feinausgewählten Nachbarschaften wo sich alle eigentlich uns ähneln.
00:05:45: Unsere Freundeskreise kommen aus den gleichen Bubbles wie wir und bei meiner Arbeitswelt hast du zumindest die Chance mit Menschen konfrontiert zu sein, die wirklich anders sind und anders denken.
00:05:53: Das ist für den Kit einer Gesellschaft, für unsere Zusammenhalt total wichtig.
00:05:56: Es ist wichtig sich da ab und zu in die Augen zu schauen nicht nur in die Pixel also nicht nur remote.
00:06:01: Das ist wichtig, diese Dimensionen und die Qualitäten der Arbeit wieder zu entdecken.
00:06:05: Wir müssen uns mit Arbeit ernsthaft beschäftigen, weil sie uns so ernsthaft beschäftigt.
00:06:09: Wie gehen wir damit um?
00:06:09: Und das ist jetzt Reclaim sozusagen für die Arbeitsperspektive, für die Praxis- Perspektive.
00:06:14: Viele behandeln Arbeit wie ein Zahnarzttermin.
00:06:16: Also möglichst selten hingehen und wenn man da ist, möglichst anders anderes denken.
00:06:20: Damit macht man diese Welt sehr klein.
00:06:22: Ich verstehe warum das so ist, weil es viele Zumotoren in der Arbeitswelt gibt Aber es ist dann auch am Ende selbstbeschädigend, weil wir nun mal ein Drittel unserer Zeit in diesem Raum verbringen.
00:06:32: Zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden ihren Job nicht ihren Freunden empfehlen.
00:06:36: Das ist Wahnsinn!
00:06:38: Sieben-achtzig Prozent arbeiten auf Sparflamme und das ist krass.
00:06:40: Und ich muss da... Ich hatte das in meinem Buch glaube ich auch kurz erwähnt an jemanden denken, der mir in der Hinsicht sehr geholfen hat.
00:06:45: Es war aber Herr Lange.
00:06:46: Herr Langer war mein Klassenlehrer in der Mittelstufe und ich war die Mittelstufel.
00:06:50: in der Schule nicht so gut.
00:06:51: Meine Eltern meinten, ich wäre unterfordert gewesen.
00:06:53: Ich finde das sehr nett, dass sie mich zu sehen haben.
00:06:56: in der Schule so.
00:06:57: Und man hat mein Klassenlehrer gesagt, Hans es ist wesentlich weniger langweilig für dich wenn du dich hier beteiligst.
00:07:03: ob du da besser genoten kriegst oder nicht das hängt davon ab was du sagst wenn ich dich beteilige sagen Selbstläufer.
00:07:09: Die Zeit geht schneller vorbei, du fühlst dich weniger gequält wenn du dich beteiligst und das ist schon was was mir schon das Abi gerettet hat und was auch ein starke Message sein sollte für alle Menschen die in der Arbeit sind.
00:07:21: also wenn dir die Arbeit irgendwie zum heiß raushängen versuch sie als Sozial-Experiment zu sehen und was daraus zu machen.
00:07:27: Da braucht man natürlich ein ganz bestimmtes Mindset und auch einen Blick für diese Chancen.
00:07:32: ich meine... sind hier einfach auch so Beispiele wie der Straßenkehrer aus Momo, der eben ganz anders auf seinen Job blickt.
00:07:38: Wir hatten hier bei uns in Thun auch jemanden, der zwischenzeitlich immer die Fahrräder so schön sortiert hat beim Bahnhof und hätte es mit einer freundlichen Attitut gemacht.
00:07:46: Ich selbst bin gar nicht der Zugfahrer aber mein Mann geht morgens immer zum Bahnhof Und er hat sich immer so darüber gefreut und der war auch mittlerweile irgendwann dann allgemein gut für alle.
00:07:55: Also eigentlich haben sich alle unheimlich gefreud wenn sie dem auf ihrem Weg zu ihrer Arbeit begegnet sind Zumindest für Menschen, die ein bisschen reflektiert sind, dass das auch so eine Ausstrahlungskraft hatte.
00:08:06: Dass man dann realisiert diese Arbeit kann man so machen oder auch anders machen.
00:08:10: Ja, kann ich dir total zustimmen?
00:08:11: Es ist
00:08:12: eine schöne Anekdote dieser, der da die Fahrräder sortiert.
00:08:16: In der Forschung gibt es Studien zu den Joy Multipliers Heute.
00:08:21: Multiplikatoren sind Menschen, die haben einen großen Einfluss auf Organisationen und Menschen in Begegnungen.
00:08:26: Ich weiß nicht, welche Dinge mit einer gewissen Hingabe machen?
00:08:29: Leute, die an der Rezeption arbeiten...
00:08:31: ...wird übrigens leider immer mehr gekürzt.
00:08:33: Da habe ich jetzt erlebt auch eine Coachie im Medienhaus.
00:08:35: Die hatte immer für alle so die Reservationen, auch für die Büros und so gemacht.
00:08:39: Das war auch ein Kit für diese Organisation.
00:08:41: Da sind wirklich alle immer gerne hingegangen.
00:08:43: Und es war ein Treffpunkt wo die auch alle so zusammen gekommen sind.
00:08:46: Weil ich war twenty-fünf Jahre bei der Berner Fachhochschule.
00:08:49: Und zu Beginn... angefangen habe.
00:08:51: Dann hab ich das wahnsinnig genossen, es gab immer so gegen zehn Uhr zwanzig Minuten Frühstückspause und alle Dutzierende haben sich dort getroffen, haben zusammengefrühstückt.
00:08:59: die Zeit war da.
00:08:59: Das ging später nicht mehr weil dann irgendwann die Technik kamen und wir so ewig brauchten bis mal die Computer hochgefahren waren.
00:09:05: vorher hatten wir eine Folie aufgelegt.
00:09:07: du bist sofort da.
00:09:08: das musste runter gefahren hochgefahren werden.
00:09:09: das dauerte zwanzich Minuten Bums wir konnten keine Pause mehr machen.
00:09:12: Man brauchte die Zeit um den Unterrichtsraum zu wechseln gesagt hast.
00:09:18: Und ich denke, das hört sich vielleicht erst ineffizient an im ersten Moment diese Maßnahme aber es trägt dazu bei dass die Menschen zusammenkommen und ein Wir-Gefühl auch entwickeln können und dann auch in dieses gemeinsame Reclaim kommen.
00:09:30: Richtig total ja.
00:09:31: also ich stimme dir da total zu und ich finde das auch gerade.
00:09:33: wir haben jetzt sehr viel so Leistungsdebatten.
00:09:36: Also wir fordern mehr Leistung ein.
00:09:39: Es gibt Politiker die anderen Menschen oder ihren Bürgern, ihren WLAN teilweise
00:09:43: auch
00:09:44: vorwerfen, dass sie zu faul wären.
00:09:47: Wo ich immer – und das mir in dem Buch auch sehr wichtig gewesen ist – wichtig finde, dass man nicht auf das Verhalten guckt sondern auf die Verhältnisse, vor allem weil das was Politiker gestalten können.
00:09:56: Und an den Verhältnissen ist vielleicht etwas faule wenn Menschen sich nicht mehr einbringen wollen in der Form, in der Arbeit.
00:10:01: Ja.
00:10:02: Und dass man vor allem begreift bei diesen Leistungsdebatten es geht hier nicht um irgendwelche Ego-Shooter, es geht nicht darum elf Cristiano Ronaldo's in ein Team zu bringen, weil wenn wir mal ehrlich ist.
00:10:11: Wir wissen das es nicht funktionieren würde.
00:10:13: Ich wünsche euch zwei Christiano Ronaldo's wären schon einer.
00:10:15: zu viel Leistung ist mein soziales Ergebnis.
00:10:18: Und wie entsteht soziale Kohesion, soziale Nähe und Zusammenhalt?
00:10:22: Ja zum Beispiel.
00:10:23: Das ist dieses Experiment von Brainy Brown.
00:10:25: war das, wenn man Pausenzeiten synchronisiert so dass man dann eben Gemeinsamkeit entwickelt hoch funktional für eine Organisation weil man zum Beispiel feststellt ah guck mal du hast vielleicht das gleiche Problem wie ich oder du hast eine Lösung für ein Problem was ich habe.
00:10:36: aber wie soll man rauskommen wenn man nicht ins Gespräch kommt?
00:10:40: Also leistet ein soziales Outcome zu sehen, das finde ich total wichtig.
00:10:43: Wir bewegen uns sehr unterschiedlich aber manche Organisationen bewegen sich eher weg davon gerade indem sie mehr auf das Individuum gehen größere Einzelboni verteilen.
00:10:52: Ich frage mich manchmal ob das vielleicht auch irgendwelche Nebelkerzen sind die gezündet werden.
00:10:56: also bei den Politikern denke ich dass ganz sicher weil Sie versuchen damit auch so ein bisschen von den eigenen Defiziten abzulenken.
00:11:02: Ich denke oft Politiker redet doch mal über euren eigenen Laden.
00:11:05: und wieso redet ihr jetzt so viel über die Ökonomie?
00:11:08: Weil das ist in meinen Augen So ein Ablenkungsmanöver, ein bisschen von den eigenen Defiziten abzulenken.
00:11:15: Aber das ist so ein eines Thema aber das andere ist natürlich jetzt auch wenn wir unsere Mitarbeitende vereinzeln.
00:11:20: also vielleicht ist es auch die Sorge davor was passiert wenn sie zu sehr als Gemeinschaft auftreten?
00:11:25: Vielleicht haben Sie dann irgendwo am Ende des Tages zu viel Macht und werden damit den Altoberen wie man ja früher so sagte dann gefährlich.
00:11:33: Andererseits sagst du ja du siehst ja den Weg darin zum Beispiel zu sagen wir machen hier Teamwohnie.
00:11:38: Wie kommt es, dass wir immer über Teamfähigkeit sprechen und das erfragen?
00:11:43: Und am Ende dann doch so diese Ego-Mahnen da sich viel besser erweisen mit dem was sie als Anreize dann spiegelt bekommen.
00:11:49: Wir bekommen ja eher den Anreiz uns als Ego Mahne zu verhalten in vielen Bereichen.
00:11:54: Im Buch denke ich, dass ein Einzelkämpfer bei ist der sehr stark ist.
00:11:57: also beginnt bei einem Bewerbungsverfahren du zeigst deinen CV über deine Errungenschaft die Praktik Referenzen einzuholen immer noch sehr gut machen aber viele Unternehmen nicht weiß Zeit aufwendig ist, aber es wäre schöner eher über Teams zu reden.
00:12:12: Dann ist bei einem Bewerbungsverfahren auch immer so das um deine vergangenen Leistungen geht.
00:12:16: Das finde ich schon allein tragisch weil für viele Menschen ist der Lebenslauf nichts anderes als eine Liste von all den Dingen die sie nie wieder machen wollen.
00:12:24: Wir eigentlich viel spannender über einen so Anti-CV nenne ich das im Buch zu reden.
00:12:28: also was willst du als nächstes machen?
00:12:29: Was willst Du lernen?
00:12:30: und da geht man denn nämlich schon direkt auf was Soziales, weil du lernst das ja von anderen und mit anderen.
00:12:36: Das heißt, da beginnt das mit dem Einzelkämpfer bei uns.
00:12:38: Dann gibt es um Belohnungssysteme.
00:12:40: der Traum ist es ein Einzelbüro zu bekommen.
00:12:42: Einzelboni, das ganze Theater.
00:12:44: und warum ist das so?
00:12:45: Also ich glaube, es gibt viele Gründe für.
00:12:47: es hat einmal so popkulturelle Gründe.
00:12:49: also wir schauen Superheldenfilme an und das bräuchte super Held- und Einzelpersonen die sozusagen retten.
00:12:55: Das sind so Diskurse, die schwappen dann schon in auch Liedershipdiskurse über.
00:12:58: Das nennt manche Forschern, dass so Liederschip Zombies Ideen, die nicht sterben wollen.
00:13:04: Zum Beispiel muss eine Person sein, die den Laden rettet.
00:13:07: Dabei sind es immer... Es ist immer eine Gruppe, also es sind immer Gruppen, die agieren und du hast hier vorhin so beschrieben dass das vielleicht gar nicht Funktionales Menschen in Gruppen zu bringen?
00:13:16: Das kann sein, ein bisschen pessimistischer Blick aber es kann schon sein, dass es vielleicht implizit bei manchen mit schwingt.
00:13:22: Aber was ich auch ganz wichtig finde als Dynamik ist, dass für viele ja praktisch ist ein Organisationsproblem zu einem Menschenproblem zu machen Weil dann ist es nicht mehr meine Führungsaufgabe.
00:13:32: Also ihr seht das im politischen Diskurs, wenn jetzt in meinem Heimatland in Deutschland gesagt wird die junge Generation wär zu faul zum Arbeiten so dann hast du das sozusagen von deinem Tisch weggeschoben als Politiker und dann sagst du es liegt an den Menschen.
00:13:46: Realistischer wäre ja folgende Frage Ist unser Rentensystem stabil genug dass junge Leute mehr arbeiten wollen damit sie mehr in die Rentenkasse einzahlen?
00:13:54: Ich habe selber viel Bewerbsgespräche geführt in der Strategieberatung mit jungen Bufs einsteigern und die wollten alle nicht Vollzeit arbeiten.
00:14:00: Und als ich den gesagt habe, willst du nicht in die Rente einzahlen?
00:14:02: Dann haben sie gesagt hey glaubst du ernsthaft das zehn vierzig Jahre noch existiert?
00:14:06: Das ist ein Faktor da könnte man ja in Verhältnis zu schrauben.
00:14:09: Man könnte auch darüber reden dass Arbeit vielleicht mit forty-two Prozent bei einem Einkommen von sixty tausend Euro ein bisschen hoch besteuert ist Vergleich zu Erbe oder Kapitaleinkünfte.
00:14:20: Das ist eine Verhältnisfrage, dann auch die Verhältnisfrage dass dreihunderttausend Kindergärtnerinnen und Kindergärten in Deutschland fehlen.
00:14:28: ja diese Jobs fehlen.
00:14:30: Wie man der zwei Kinder hat wie ich, der überlegt sich ob er uns seine Partnerin Vollzeit überhaupt arbeiten sollten könnten, Kinder werden ausfallen etc.
00:14:39: also all das sind dann Organisationsprobleme und keine Menschenprobleme mehr.
00:14:44: Darüber könnte man sehr gut reden, aber es ist natürlich leicht das einfach vom Tisch zu schieben.
00:14:48: Und genauso gibt es das in Organisationen oder in Firmen.
00:14:51: dann auch, dass man sagt ja, es liegt am Mindset, dass die Menschen sich nicht irgendwie... Dass sie mich mitmachen bei dieser Change-Initiative oder was ich auch immer schön finde ist wir haben Fachkräftemangel bekommen.
00:15:03: einfach keine Leute Einem Hotel gearbeitet und Hotels sind ja schon, also die ganze Hospital-Teambranche hat schon gefordert was Fachkräfte angeht.
00:15:11: Und dieses Hotel ist großartig!
00:15:12: Die haben eine Superkultur und die haben überhaupt gar kein Fachkräftemaal weil es ist beeinflussbar wenn du ein gutes Angebot hast ne gute Kultur hast gut den Chancen hast schrubt die Wupp auf einmal sind so externale Probleme dann doch gestaltbar.
00:15:25: Wenn sich das dann rumsprecht, dass ist ja auch interessant welch Image-Bandel die vier Tage Woche genommen hat.
00:15:31: Ich habe das vor ein paar Jahren als es aufkam begonnen in meinem Unterricht zu thematisieren in den Weiterbildungskursen und da ging's um nachhaltige Unternehmensentwicklungen.
00:15:39: Da war das.
00:15:40: in den ersten Jahren wurde das wirklich auch sehr positiv aufgenommen.
00:15:43: ich hab auch eine Arbeit betreut von einem Elektromeister der das bei sich im Betrieb eingeführt hat.
00:15:47: wir haben auch hier unseren regionalen Garagisten also die Autowerke statt die das auch eingeführten dass das Abend ein Auto übernommen.
00:15:54: Und da hat mir noch dann jemand das erklärt, also wir haben dort einen Gebrauchtwagen gekauft und es war schon nach sieben.
00:16:00: Da hatte gar kein Problem.
00:16:01: ich habe ihn gefragt ist das für dich denn zumutbar?
00:16:03: Dann sagte er so gar kein Thema.
00:16:05: Ich hab morgen frei!
00:16:06: Ich bin happy Wir haben eine vier Tage Woche.
00:16:08: Ich frag mich manchmal wieso wird das von politischer Seite jetzt so diffamiert?
00:16:11: Endlich sind die Umstände so schlimm genug Dass wir sagen können Das wollen wir in gar keinen Fall.
00:16:16: Die Vier-Tagewoche weil das geht In diesen Bereich Teilzeitbeschäftigung isso wenig.
00:16:23: Wenn
00:16:30: man sich so die letzten vielleicht zehn Jahre anschaut, dann haben wir eine Pendelbewegung gesehen.
00:16:35: Die recht normal ist in der Arbeitsgeschichte, dass sich Arbeitsdiskurse immer abwechseln ob wir uns in einem Arbeitnehmer oder im Arbeitgebermarkt befinden.
00:16:45: In dem Bewerbsgespräch wer wählt hier wen aus?
00:16:49: eingeladene Person in den Arbeitgeber aus.
00:16:51: Das dreht sich jetzt vor allem aus holzwirtschaftlichen Gründen, also aus Rezisionsgründen.
00:16:56: Ja das wäre ja dann eine konjunkturelle Delle.
00:16:58: aber siehst du nicht auch das strukturelle Thema wo wir dann doch wieder bei der KI landen?
00:17:03: Wo wird das auch noch nicht genügend abschätzen können wenn wir ehrlich sind?
00:17:06: Also ich kann es nicht!
00:17:07: Du bist Arbeitsforscher vielleicht kannst du es.
00:17:09: Ich habe
00:17:09: trotzdem keine Glaskugel gesucht, deswegen bin ich dabei so ein bisschen vorsichtig.
00:17:15: unterschiedliche Zahlen gibt es dazu.
00:17:17: In Deutschland ist es sehr schwer voneinander zu trennen und in der Schweiz habe ich das auch noch nicht eindeutig gesehen, was ist eigentlich hier ein demografischer Effekt?
00:17:26: Weniger die Leute haben.
00:17:28: Ein konjunktureller Effekt dass Organisationen zögerlich sind ohnehin gerade und alle zögellich mit Neueinstellungen natürlich sind.
00:17:35: da sieht man das am Klassen und als KI-Effekt.
00:17:38: Das ist sozusagen einfach methodisch sehr schwer auseinanderzuklamüsern.
00:17:41: In den USA ist das anders, da kann man es besser sehen.
00:17:44: Es hat auch konjunkturelle Gründe dort und da stellt man fest, dass zum Beispiel keine richtigen Entlassungen gibt wegen KI weil durchaus in besonders manchen Feldern zB Hochschulabsolventen eine sehr große Zögerlichkeit bei der Einstellung von Hochschulabsolventinnen gibt.
00:17:59: Hast du damals Gespräche geführt mit Menschen die da näher beobachten oder vielleicht auch Entscheidungen treffen über solche Prozesse?
00:18:07: Ich
00:18:07: bin da sehr viel dran vor allem für das Thema Einstiegsdrops und Zukunft der Einstiegsdrops interessiere.
00:18:13: Wenn du jetzt ein Kamu bist, ein mittleres Unternehmen, du stellst jemanden ein, der vielleicht für dich irgendwie ... irgendeine Art von Wissensarbeit macht.
00:18:21: Es war schon immer ein Investment, diese Person am Anfang.
00:18:23: Weil am Anfang ist es nicht so... Die Wertschöpfung ist ganz klar, weil die müssen erst mal lernen!
00:18:28: Jetzt ist es mit GNI so, dass diese Rechnung noch wiriger wird, weil es halt noch teurer ist relativ gesehen als bestimmte Sache mit KI zu machen.
00:18:34: Weil man dann eine Alternative hat?
00:18:36: Wenn man
00:18:36: eine Alternatives hat, genau das Problem ist nur, dass man sich damit die Nachwuchspipeline kaputtmacht.
00:18:40: Da fehlt dann irgendwo nachher diese Mitten?
00:18:42: Ja,
00:18:43: du brauchst Führungskräfte.
00:18:44: Du brauchst Menschen die Kundenbeziehungen am Leben erhalten und ich glaube nicht dass das Agenten machen können also AI-Agenten.
00:18:50: Das heißt man macht sich die Nachwuchsverhalten kaputt.
00:18:52: Es gibt große Unternehmen die leisten sich trotzdem Einstiegsjobs in dem Maße einzustellen wie es immer war so IBM zum Beispiel Und die sorgen dafür dass es nähere Rotation gibt und die mehr eine größere Komplexität schneller lernen weil dann sozusagen die Wert schneller steigt.
00:19:07: und sie müssen jetzt nicht mehr exterbellen befüllen oder so, Vorstandsmitschriften machen wie man das im Einstieg so macht.
00:19:14: Aber das kann man sich als KMU nicht leisten.
00:19:16: Das sehe ich ökonomisch einfach gar nicht, dass sich das leistet als weiß ich nicht... mittelständische Holzverarbeitungsunternehmen oder so, dass man dann sagt hier wir machen einfach so weiter wie will zuvor.
00:19:28: Wobei dann bekommen wir ja doch gesamtwirtschaftlichen Problemen.
00:19:30: weil ich glaube ich habe jetzt keine Zahlen parat aber so wie ich das in Erinnerung hab ist ja schon der KMU Sektor und Sektur wo viel Beschäftigung auf stattfindet.
00:19:38: Total
00:19:38: total.
00:19:38: Das ist ein ganz entscheidendes Rückgrat also sowohl in der Schweiz als auch in Österreich oder Deutschland.
00:19:45: Und es gibt da einen Ansatz vom Kings College London, den finde ich total spannend.
00:19:48: Die sagen man könnte das Problem lösen wenn Folgendes passiert du Verena fängst quasi an deinen Einstiegsjob zu machen kommst von der Uni und dann sagt die Firma hey wir wollen dich unbedingt haben bezahlen dir gutes Geld und bringen dir alles bei und du versprichst uns dass wir die nächsten fünfundzwanzig Jahre ein prozent eines Einkommens bekommen weil dann würden sie in dich investieren und werden mir vorhin schon über Lodalität gesprochen Und würden das in Kauf nehmen, weil die sagen ich mach dich fit für den Arbeitsmarkt und deswegen profitiere ich davon.
00:20:18: Im Grunde ist es eine Art Bildungskreditidee.
00:20:21: Das ist jetzt nicht so ohne weiteres umsetzbar aber ich finde es einen spannenden Gedanken und ich finde zeigt auch wie sehr wir über unseren Tellerrand hinaus denken müssen, um Lösungen zu finden.
00:20:31: Und dass wäre eben eine Sache.
00:20:32: Die andere Sache wäre, dass man an Hochschulen jetzt schon mehr jobrelevante Sachen lernt, sodass da vorne auslagert dieses Lernen sicher auch Hochschulen, die das gut machen.
00:20:44: Also ich denke meine ist da sehr gut dabei die HSG weil sie sich das leisten kann.
00:20:48: aber in einer sehr normalen Hochschule kann man nicht Löhne bezahlen sodass ein Multi Start-up Founder seine Lehrveranstaltung macht.
00:20:57: Das ist einfach schwierig.
00:21:00: Aber du hast ja jetzt über die Studierenden gesprochen dass wir dorthin schon Teil einer anderen Ausbildung lenken.
00:21:06: Ich mein in Amerika hat man ja das duale System gar nicht.
00:21:08: Da haben die ja einfach nur die Colleges und Die Universities und ansonsten sehe ich das so, die Leute gehen dann in die Praxis und werden da angelernt.
00:21:16: Aber das hat dann nicht viel mit einer soliden Grundausbildung zu tun oder?
00:21:20: Ich finde es nur sehr spannend weil da geht's sehr oft eher darum wo du warst als was du dort studiert hast.
00:21:25: Ja!
00:21:26: Das ist das angelsächsische Prinzip.
00:21:27: aber das ist ja in England nicht in Großbritannien anders Ungekehrt wird's bei uns ja wieder im anderen zu sehr übertrieben, weil ich hab früher auch gedacht als du erzählt hast du bist jetzt als Philosoph der du ja nun auch warst oder bist bis jetzt zur Boston Consulting Group gegangen.
00:21:42: War das in Deutschland?
00:21:44: Das war in Deutschland und die brachten aber eine andere Unternehmensphilosophie wahrscheinlich mit, dass es für sie gar nicht so ungewöhnlich ist als ursprünglich nicht deutsches Unternehmen.
00:21:52: auch zu sagen ich nehme hellen Kopf egal ob der Physik studiert hat oder Philosophie.
00:21:57: Der muss nicht Ökonomiestudier haben um ökonomische hast du ja sogar auch.
00:22:01: Aber Prozesse verstanden oder verstehen oder durchdringen zu können
00:22:05: Genau, also die sind sehr amerikanisch geprägt.
00:22:07: Ich habe tatsächlich auch in Atlanta die ersten Wochen gearbeitet weil wir die Purpose Beratung von dort nach Europa gebracht haben und da ist mir jetzt schon aufgefallen dass das in USA natürlich nochmal mehr einen Unterschied macht.
00:22:19: ich hab letztens mit jemandem gearbeitet.
00:22:21: er arbeitet im großen deutschen Chemiekonzern und der hat ein Doktor in Literaturwissenschaften.
00:22:25: Warum auch nicht?
00:22:26: Ich meine, wenn du Literaturwissenschaft studiert hast.
00:22:28: Du hast ja auch unter mich viel Querbezüge.
00:22:31: Das ist ja auch etwas wo du lernst Querbezuke herzustellen natürlich aus einer anderen Wissenschaft heraus.
00:22:38: aber das können Biologen gibt es vielleicht sogar noch viel mehr in biologischen System dafür den Blick geschärft zu haben.
00:22:45: Da könnten viel kreativere Lösungen entstehen, wenn Organisationen dem eine Chance geben würden.
00:22:50: Ich bin da vollkommen überzeugt davon!
00:22:52: Da kann man umgekehrt froh sein, wenn die sich dafür interessieren auch dieses Wissen und Denken Organisation zur Verfügung zu stellen?
00:23:00: Ja, absolut.
00:23:01: Also ich finde jetzt diese Wissenschaftskultur und Bildungskulturen, ich find das ein total spannendes Thema also auch bei den Untersuchungen so gigantisch sind.
00:23:08: Ich finde in USA wenn man in Harvard studiert hat oder wie die Leute, die in Harvard Studierter haben natürlich immer nur sagen, wenn man im Boston studierte weil wir wissen was der Mut gemeint ist.
00:23:16: Das fiel mir ganz witzig!
00:23:17: Es ist so
00:23:17: einer Statement aber kein wirkliches...
00:23:20: Genau genau.
00:23:23: An der LSI hat man immer gesagt we go to school.
00:23:27: Das ist dann aber so ein bisschen cocky, finde ich.
00:23:29: Ja, das ist auch britisch und der feine Mensch trägt eher löchrige Socken als dass er jetzt noch irgendwelche Epolettenträger trägt
00:23:39: oder so.
00:23:42: der German Studierter oder Biotechnologie scheint manchmal recht egal zu sein.
00:23:47: Natürlich zeigt vor allem, dass es sehr elitär und sehr teuer ist so und das ist dann natürlich schon problematisch.
00:23:52: hingegen in meinem Heimatland in Deutschland geht's nur darum was man studiert hat und nicht wo und was man Studiert hat ist.
00:23:59: dann hatten wir vorhin schon schnell auch mal outdated.
00:24:02: ja und da gehts vielleicht eher darum generalistischer aufgestellt zu sein.
00:24:05: Ich habe das also in meiner eigenen Bildungsbiografie zweimal erlebt.
00:24:09: Und zwar einmal, ich hab Philosophie und VWL studiert im Bachelor... ...und ich war der Internationale Beziehungen Studierende Master.
00:24:16: Das ging in Deutschland gar nicht, weil ich ja keine Politikwissenschafts-Bachelor gemacht habe.
00:24:21: Die Internationalen Beziehung ist ein Teilbereich der Politikwissenschaft.
00:24:25: Damals, ich hoffe man sieht das nicht mehr so bei gerade Geoökonomien oder auch Technologiefragen gigantisch wichtig geworden sind.
00:24:31: aber Verstaubt ist da die deutsche Bildungslandschaft.
00:24:35: Ich bin auch nach London gegangen, weil das in Deutschland gar nicht ging mit dem Hintergrund, ob wir es als Sozialwissenschaften absolut
00:24:42: absurden.
00:24:43: Es hat ja auch was mit Macht zu tun oder?
00:24:45: Dass man dann das so ein bisschen abgrenzt und ja auch so Claims steckt wenn man so will.
00:24:50: Da wären wir wieder beim Reclaim also aber ein bisschen aus dem Mangel heraus gedacht.
00:24:54: Weil wer das nicht nötig hat, der müsste das ja gar nicht machen dieses Abgrenzen.
00:24:58: Und
00:24:58: ich habe in London dann mit Leuten studiert, die zum Beispiel Chemie gemacht haben vorher Und die für Chemiewaffen und die Verhinderung von Chemie-Waffen interessiert haben, deswegen Chemie und internationale Beziehungen studiert haben.
00:25:11: Ohne Leute, die Russisch studiert habe in internationalen Beziehung, die dann meistens in den Geheimnitz gehen oder es Ähnliches machen können.
00:25:19: Also solche Sachen.
00:25:21: Das heißt, das Spannende ist doch die Kombination nicht so weit.
00:25:25: Ich hatte an der NSI ein Professor Jedges, hieß der in Lebanese großartiger Forscher.
00:25:32: Der hat zur al-Qaeda geforscht.
00:25:34: Teilweise sogar empirisch und mega spannend.
00:25:36: War denn dann an der Cover unterwegs?
00:25:38: oder wie hatte das gemacht?
00:25:39: So ungefähr, so nette Interviews gemacht aber das war bevor die richtig radikalisiert waren.
00:25:43: also aber schon sehr, sehr spannend ja... Aber sicher nicht zu nah.
00:25:46: er ist auch Christlicher lieber nicht, ich glaube es wäre auch diskannt gewesen.
00:25:49: Aber er war immer mega stolz darauf dass er das eines seiner Bücher, Par Enemy heißt das im Amazon Best Seller Ranking ganz lange ganz weit oben war.
00:25:57: ein deutscher Professor wird auch sowas niemals stolz gewesen.
00:26:00: also da gibt es eine andere Bezug auf wie soll Wissenschaft wirken?
00:26:05: und dann gab's noch mal, dann habe ich in ein paar Jahren eine Beratung arbeitet.
00:26:08: Dann wollte ich zum Thema Purpose und sinnvolle Arbeit promovieren Und ich hatte mir dann ein paar deutsche Onis angeschaut Und dann wurden mir so Sachen gesagt, wie ja zum Thema Purpose promovieren.
00:26:19: Können Sie entweder bei uns an der ökonomischen Fakultät machen?
00:26:23: Da müssen sie das aber sehr quantifizieren, sonst werden auch auf Ökonomik geprüft oder sie machen es bei den Philosophen, aber die werden wahrscheinlich die Nase rümpfen weil's zu angewandt ist.
00:26:32: Dann habe ich gedacht na toll!
00:26:33: Das sind tolle Aussichten.
00:26:35: und da bin nach Sankt Rhein gegangen, weil es ein Institut für Wirtschaftsethik gibt.
00:26:38: Und dort hat die Organisation und Kulturtheorie was auch ganz besonders das so klasse ist wenn man in der Wirtschaft eben breiter denkt und dass so wenig in den Schweiz gekommen.
00:26:48: Ja das ist ja in der Schweiz auch so.
00:26:49: ich habe das als ich dann mit meinen weißen Kollegen gesprochen hab häufig gehört ja ich habe Wirtschaft und Psychologie gemacht und da habe ich erst mal gelernt dass das hier durchaus üblich ist.
00:26:58: also auch unsere Töchter studieren hier DWL und haben dann eben einen Minor und der Minor kann größer oder kleiner sein und dann werden die EZTS aufgesplittet und so kannst du dann sagen, ja ich habe Wirtschaft und Psychologie studiert.
00:27:10: zwei ganze Studiengänge gemacht hättest.
00:27:13: Aber dort bist du ja zusammen mit den Studierenden aus den Normalen, also die das jetzt als Major oder so studieren zu sagen und so hast du ja auch im Grundstudium zum Beispiel die Politologen, die Sozologen, die VWL'er, die BWL', die Psychologen... Die dann vielleicht als Psychologe BWl- oder VWl machen als Nebenfach sind hier alle in denselben Veranstaltung Und da kann natürlich auch ganz viel Spannendes entstehen was so fächerübergreifend ist.
00:27:35: Also da finde ich das System hier schon mal sehr spannend Da guckt man nicht so elitär.
00:27:40: Ich denke immer, wenn man so anfängt zu denken nur meine Disziplin hat ist jetzt die richtige.
00:27:45: Das ist eigentlich immer aus einer Angst heraus psychologisch zu begründen wer das nicht nötig hat und wer Wer darauf vertraut, dass sein oder ihr Beitrag auch wirklich höhrenswert ist?
00:27:56: Oder die sollte doch da total sich freuen.
00:27:59: Dass da jetzt mal jemand kommt... Also ich würde mich freuen wenn es ein Botaniker käme und würde über was ganz anderes wieder mir Dinge erzählen.
00:28:06: Psychologisch könnte man das mit Angst begründen.
00:28:07: Philosophisch könnte wir wahrscheinlich sagen, dass das eine Mangel an Bildung ist, wenn man glaubt, dass er seine eigene Disziplin die Ware ist.
00:28:13: Ich finde, ein Bild ist vor allem zu wissen wo die Grenzen des Wissens liegen in Verständnis von Verhältnissen zu haben.
00:28:21: Und kritisch zu bleiben, auch sich selbst gegenüber.
00:28:24: Es gibt davon Peter Biri, Schweizer...
00:28:27: Kenne ich auch ja.
00:28:28: Irgendwann hat er doch die Reise nach Lisbon oder so?
00:28:32: Ja genau,
00:28:32: er hatte dann als
00:28:33: militärisches Buch dann.
00:28:34: Er
00:28:36: ist leider auch gestorben.
00:28:37: vor ein paar Jahren glaube ich aber das Peter Biris sozusagen sein echter Name und Pascal Mercier seinen Epsomolien mit dem er Romane geschrieben hat.
00:28:44: Peter Biel hat ja mal einen kurzen Essay über Bildung geschrieben, den finde ich so großartig.
00:28:49: Muss ich mal gucken?
00:28:49: Ja!
00:28:50: Also kann ich auch gerne die jetzt links schicken für die Schoenwohnz, eben darum das Bildung eigentlich vor allem heißt zu wissen dass unsere Kultur unser System nicht Natur gegeben ist oder überlegen sondern dass es von vielen verschiedenen historischen Zufallien abhängt und dann gleichzeitig auch zu verstehen als andere Kulturen und andere Systeme genauso davon abhängen, dass man in diese Verhältnismäßigkeiten versteht versteht, dass man neugierig bleibt.
00:29:15: Das ist am Ende Bildung und es ist sozusagen als weiß ich nicht Juristin oder Physiker ausgebildet sein zu sagen so das ist jetzt alles was ich wissen muss.
00:29:23: Es bringt uns wieder an Anfang unser Gesprächs.
00:29:25: Ich glaube die Zukunft ist nicht den Wissenen sicher sondern den Lernenden und das ist auch mir ganz wichtig wenn es um KI geht.
00:29:32: also ich gebe einen Kurs für Masterstudierende in St.Gaien und für sehr vieles das der letzte Kurs den sie in ihrem Studium machen.
00:29:38: Was ein tolles Privileg ist finde Der erste Eindruck und der letzte Eindruck sind die Entscheidenden.
00:29:46: Wie im Restaurant, am Ende beim Italiener noch mal irgendwie so was leckeres Geschenk zu bekommen?
00:29:51: Oder
00:29:51: im Dating oder so... Es gibt immer alles das Wichtigste!
00:29:54: Und da reden wir halt viel über wie können wir uns unsere Laufbahn vor KI sicher machen oder mit KI arbeiten.
00:30:01: Ich finde es ganz entscheidende daran ist dass man etwas findet was man wirklich richtig gerne macht.
00:30:05: Wenn du etwas richtig gerne machst dann wirst du darin richtig gut sein.
00:30:09: Das ist eigentlich fast Paradox sich etwas vorzustellen indem man eine Sache vorzustellen, die du richtig gerne machst ohne darin gut zu sein.
00:30:16: Das geht fast gar
00:30:18: nicht.
00:30:18: Da muss man sich fast anstrengen.
00:30:20: aber das ist ja auch der Unterschied zwischen Stärke und Fähigkeit weil eine Stärke ist immer das was ich auch richtig gerne mache.
00:30:26: also kann ja manche Sachen vielleicht gut aber ich muss sie nicht unbedingt gerne machen habe ich da eine Fähigkeiten aber nicht eine Stärkung auch eine wichtige Unterscheidung.
00:30:34: Ja, ich liebe ja das Iki-Geil-Modell und es geht hier auch genau davon aus sich zu fragen was ist der Grund warum ich morgens mit Freude aufstehe?
00:30:41: Und da werden wir auch wieder bei dem hast du ja am Anfang gesagt hast wie kann denn etwas was wir so viel tun etwas gleichzeitig sein dass wir so ungernetun und gleichzeitig auch sprichst du auch davon ja auch Kinder realisieren das ja auch schon dass das Arbeit so einen großen Raum einnimmt und es wird ja auch so spannend wo deine Tochter da ja auch ihre Theorien hat.
00:31:04: Warum Menschen zu deiner Frau gehen, aber warum sie auch zu dir gehen?
00:31:09: Weil Sie sich langweilen!
00:31:10: Ja also meine Frau aus Psychotherapeutin und meine Tochter meinte irgendwann so Menschen gehen zu Mama wenn sie traurig sind, Papa wenn ihnen langweilig ist.
00:31:19: Und ich bin hier nicht ganz falsch, aber jetzt vielleicht noch ein bisschen ausbaupäig.
00:31:23: Aber was war denn so Ihre Theorie dabei?
00:31:25: Also wie kommt ihr darauf?
00:31:26: Weil du dann Entertainer bist oder was tust Du da mit dem Mensch?
00:31:30: Es gibt
00:31:30: hier so ein paar Bücher oder auch Publikationen, wo Bilder von mir drin sind und dann sagt sie was ist das?
00:31:35: Dann habe ich gesagt da habe ich in der Geschichte geschrieben die Leute lesen wollen.
00:31:38: Wir lesen ihr abends Bücher vor.
00:31:39: deswegen ist sie glaube es gab auch einen Moment dass ich nicht so gerne mache aber manchmal muss es sein mit dem Flugzeugfliege.
00:31:48: Dann wartet manchmal unten ein Taxi und wir wohnen in der zweiten Etage.
00:31:52: Und dann winkt meine Tochter und meine Frau aus dem Fenster, ich steig ins Taxi ein.
00:31:57: Das führte dazu, dass meine Tocher eine lange Zeit gedacht hat, ich wäre Beifahrer an einem Taxi unternehmen.
00:32:02: Ich hatte
00:32:04: aber auch ne blühende Fantasie deiner Tochter!
00:32:06: Ja
00:32:06: ja genau, es ist halt ein Kind... Es ist ein Kind in dem Alter, also sie ist jetzt gerade vier geworden bis zu hundertfünfzig Fragen pro Tag stellt.
00:32:17: Also da waren sich viele fragt und diese Rate geht runter wann wenn Sie in die Schule kommen?
00:32:20: Und wenn die Lehrer sagen hier nicht vom Stoff ablenken wir müssen unseren Stoff durchziehen.
00:32:25: Und ihr müsst ja zuhören ne?
00:32:26: Das ist ja oft so noch monologartig und dann wird auch gedacht Wir müssen mal ein bisschen Disziplin den beibringen sich in der Gruppe einzufügen.
00:32:35: Ja, das ist interessant.
00:32:36: Naja man sagt es wundert mich jetzt nicht!
00:32:37: Man sagt ja ich hab's heute auch wieder in einem Workshop über gewaltfreie Kommunikation den ich heute morgen gegeben habe gesagt Das ist zwar eine hochgegriffene Zahl, aber selbst wenn es ein bisschen weniger wäre.
00:32:47: Man sagt ja am Tag durchströmen uns achtzig tausend Gedanken und wenn's nur einzelne kurze Blitze sind?
00:32:53: Und dann sage ich mal zum Glück nehmen wir die ja nicht alle wahr und wendern aber viele von diesen Gedanken, die Kinder dann zum Anlass nehmen, eine Frage daraus zu formulieren und dieses also in Bewegung von Dingen ins Außen bringen und sich trauen diese Frage zu stellen.
00:33:11: Total klasse, zumal wenn wir wieder an das Anknüpfen was du finde gesagt hast.
00:33:14: Lass uns das mal zusammen machen und nicht so vereinzeln weil um es zusammen machen zu können müssen wir erstmal in die Interaktion treten und müssen wir Fragen stellen Antworten geben wie dann eine nächste Frage geht es ja auch nicht noch?
00:33:27: Ja total also.
00:33:28: ich glaube man kann von Kindern sehr viel lernen.
00:33:32: Wir haben jetzt Ihren Geburtstag letztes gefeiert und sie lernt einfach, ihren Geburtstag richtig mit voller Lust zu feiern.
00:33:37: Und ich habe mir vorgenommen dass sich mein sieben Dreißigsten so Feier wie Marie in vierten also mit Schatzsuche oder alles drüber dran oder auch wie Schnee sind Freundschaften schließt.
00:33:46: Das ist auch toll!
00:33:47: Und zwar überall ne?
00:33:48: Also auch wenn man die Sprache vielleicht gar nicht spricht.
00:33:50: Genau
00:33:50: genau.
00:33:51: Mit Händen und Füßen dann nur
00:33:52: jetzt sein das ist schon ganz nett.
00:33:55: und um über die Arbeit zu reden es ist so tief in uns Menschen drin oft uns aufeinanderwirken wollen, dass wir problemlos auseinanderlösen wollen.
00:34:05: Dass wir das Gefühl haben wollen die Welt geht nicht unbeeindruckt an uns vorbei.
00:34:08: Wir wollen einen Unterschied machen und es ist auch so spannend dass Kinder wenn sie spielen oft Arbeit spielen.
00:34:15: also im Sandkasten macht sie Sandkuchen oder geht Müllabfuhr findet sich sehr faszinierend.
00:34:22: immer helfen mit der Lagerfahrerin und Schutzengel was glaube ich eine Art von Notärztin ist wie ich es richtig verstehe.
00:34:29: So etwas spielt sie.
00:34:31: Letztens hat sie auch Sprachpolizei gespielt.
00:34:33: Wir versuchen ihr Beizubringen, dass die nicht zu viele Schumpfwörter benutzen soll.
00:34:37: und dann ist mir die Mülltüte im Treppenhaus gerissen und ich hab Scheiße gesagt.
00:34:40: und sie so Papa sagt man aber nicht.
00:34:43: Wenn wir die Mühltüte in den Treppenhaushals reißen, machen wir glaube ich eine Ausnahme.
00:34:47: Also keine Regel ohne Ausnahmen?
00:34:49: Genau
00:34:50: genau genau!
00:34:52: Wir wollen also wir wollen eigentlich wirksam sein und wir wollen auch eine Arbeit machen, die zu uns passt.
00:34:56: Und wie haben unsere Karriere auch nicht als innerlich Gekündigte begonnen?
00:35:01: Nein, nein.
00:35:01: Wir werden aber dazu gemacht von verschiedenen Zumutungen, Hoffnungskiller an denen ich mich dann abarbeite im Buch und habe dafür viele Menschen interviewt weil ich da eben auch erst mal zuhören wollte.
00:35:12: was raubt euch eigentlich die Hoffnungen?
00:35:13: das fand ich für mich persönlich am wertvollsten.
00:35:17: einfach mal wirklich Einfach zuzuhören, einfach sich mit Leuten hinzusetzen.
00:35:21: Was raubt dir die Hoffnung und was dabei rauskommt?
00:35:24: Es war schon heftig.
00:35:24: Ja
00:35:25: du hast davon vieles berichtet ganz viele Fragen, die ich leider jetzt nicht strellen könnte und wir müssen langsam die Zieleinfahrt nehmen.
00:35:32: Weil da natürlich auch zeitendlich ist.
00:35:34: Ich hatte aber auf eine Frage war noch wieso du das Zumutungsinterviews nennst?
00:35:39: Und ob du das auch deinen Interviewpartnern so geöffnet hast dass du mit ihnen ein Zumutungshinterview führen.
00:35:45: Ja
00:35:45: ja, ich habe das so genannt, genau.
00:35:46: Bist du darauf
00:35:47: gekommen, ist es ein festgelegter Begriff oder hast du dir den ausgedacht?
00:35:55: Also ich finde den Ansatz an sich gut, dass man sich nicht so sehr in Kopf darüber zerbrechen soll wie man Menschen motiviert in der Arbeit sondern eher sich den Kopf darüber zerbrechen sollte.
00:36:03: Wie man aufhört sie zu demotivieren.
00:36:05: also ich find als Organisationspraxis, als Führungspraxis das sehr sehr wertvoll und auch sehr sehr vernachlässigt sich einfach mal zu fragen was ist denn?
00:36:14: Was sind Zumutungen in dieser Organisation?
00:36:17: Es gibt Zumutingen die sind nicht wegzu.
00:36:21: Also zum Beispiel die Zumutung, dass du eine andere Rolle spielst in der Arbeit als in deinem Privatleben oder das bestimmte Erwartungen an dich gestellt werden.
00:36:29: Aber es gibt auch ganz viele Zumutungen, die sind... Die müssen nicht da sein und Führungskräfte sind dafür oft sehr blind.
00:36:37: also ich habe z.B.
00:36:38: mit einer Firma gearbeitet Da darf man erst ab einer bestimmten Hierarchie Ebene Pflanzen im Büro haben.
00:36:43: Das ist von Facility Management so vorgeschrieben.
00:36:47: Das wissen die Führungskräfte gar nicht.
00:36:49: Das merkst du auf einer bestimmten Führungs-Ebene nicht, aber andere frustriert das schon.
00:36:53: Oder du hast bestimmte Employee Benefits, die aber bestimmte Menschen nicht kriegen weil sie falsche Postleitzahl haben und deswegen nicht davon profitieren können.
00:36:59: so ein Kram einfach... einfach den, also das Ort zu öffnen für Zumutungen ist viel besser als zu überlegen wie man Menschen motiviert.
00:37:08: Weil hatten wir vorhin ja auch schon es ist einfacher an den Verhältnissen zu schrauben als an den Menschen.
00:37:13: Konrad Adenauer ein Kanzler hat mal gesagt nimmt die Menschen so wie sie sind andere kriegen wir nicht.
00:37:19: Deswegen habe ich mit diesem zumutungsinterviews habe ich das so geframed und auch war ich danach... Also ich hab zumutung gesammelt zum Thema Karriereleistung.
00:37:28: Macht Arbeit frisst mein Leben auf, also Abstand, Verdummung in der Arbeit.
00:37:33: Das waren so Zumutungsdimensionen und dann habe ich auf der Basis auch Ermutigungsinterviews geführt mit Menschen, Experten, Aktivisten, Unternehmern die da einen anderen Weg gehen.
00:37:45: Miriam Meckel hab' ich interviewt und Karsten Schermuli den Machtforscher von der HSG bei uns Nicole Beste-Fopma eine Vereinbarkeitsaktivistin.
00:37:56: Das war total spannend.
00:37:57: Deswegen habe ich das auch Zumutungsinterview genannt, weil danach noch ein Ermutigungs-Interview kam und das macht sich einfach schön funktioniert hat.
00:38:04: Dass wir da am Ende nicht irgendwie hoffnungslos zurückbleiben, wenn wir dein Buch gelesen haben... Also es ist schön, dass du auch nochmal so ein paar Hardfacts zum Schluss gebracht hast.
00:38:12: Ich hätte sonst auch gesagt, ich bringe noch ein Paar in das Intro denn tatsächlich hab' ich mir selber teilweise immer ein bisschen selber Knüppel zwischen die Beine geworfen, weil ich das so spannend während des Gesprächs ... Ich hatte auch immer diese Assoziation, sodass ich mal sagen würde, dass ich meinen Fragen gar nicht gestellt habe.
00:38:31: Aber das machen wir gerne beim nächsten Mal.
00:38:33: Generell muss ich sagen, ich bin große Filmenliebhaberin und das würde ich dir gern zum Schluss noch so ein bisschen als ein Kompliment auch übergeben.
00:38:41: Also wenn ich filme, gucke sind die tollsten Filme, die bei mir ganz unterschiedliche Emotionen wachen.
00:38:47: Und weil es ja ein spannendes Spektrum ist was wir so an Emotonen am Start haben.
00:38:51: Nicht nur die positiven sondern auch mal negative Art sind oder wo wir vielleicht mal traurig werden, oder so.
00:38:58: Und ich finde das ist dir sehr gut in deinem Buch gelungen da auch ganz unterschiedliche Reflexe hervorzurufen weil natürlich ganz oft ein Aha-Effekt, ganz viel Interessen noch mehr wissen wollen.
00:39:09: aber man könnte auch immer wieder schmunzeln und ab und zu kann ich auch richtig laut lachen und das musste ich ja als du zum Verschwörungstheoretiker wurdest also über Paul McCartney gesprochen hast einer der beiden großen Beatles Köpfe neben John Lenn.
00:39:25: Wie kam der dieser Gedanke und was ist das für eine obskure Theorie?
00:39:29: Mir ist es einfach
00:39:29: wichtig, Sachbücher mit Humor zu schreiben.
00:39:32: Ich finde die Zeiten sind zu ernst um nicht mit Humour in den Kampf zu gehen.
00:39:38: oder man könnte sagen wie ist Humor?
00:39:39: ne sehr ernste Sache.
00:39:41: ich will dass wir das mehr leben weil bei uns das zusammenbringt, weil wir auch Abstand zu uns selbst gewinnen, ironisch sind.
00:39:48: Auch über uns selbst lachen können natürlich und mir war es immer ein Rätsel warum Sachbücher so verdammt ernst geschrieben werden müssen.
00:39:54: Ich meine im akademischen Diskurs also wenn zum Fachliteratur geht und Forschung da ziehe ich die Handbremse natürlich schon noch ein bisschen mehr an.
00:40:03: aber in Sachbühchern will kaum Bremsen anlegen, wobei meine großartige Lektorin Sabet bei den schlimmsten Karl-Lawandern schon gesagt hat, Hans mach mal hier fahren wir ein bisschen runter und vor allem weil ich über Arbeit schreibe.
00:40:16: Und ich will aber Leute in ihrer Freizeit erwischen die sollen das Buch ja lesen in der Freizeitung.
00:40:21: Aber wie bringt man Leute dazu eine freizeit über Arbeit zu lesen?
00:40:24: Das ist ja schon erstmal eine schwierige Ausgangssingung leicht locker und leichtfüßig machen.
00:40:29: und deswegen finde ich das total wichtig, mit Humor zu arbeiten.
00:40:33: Humor ist ja im Übrigen auch eine der zehn positiven Emotionen die Barbara Fredricksen ihrem Buch im Rahmen der positiven Psychologie benannt hat.
00:40:41: und wenn Menschen in verfahrenen Situation sind sage ich ganz oft wie hält es uns eigentlich mit Humour?
00:40:47: Und viele Menschen mögen sich selbst auf darin dass sie Humor auch in sich tragen.
00:40:52: Das kann man dann auch nehmen so als ein Vehikel um in eine positivere Betrachtung dessen zu kommen auch gestalterische Betrachtung von seinem eigenen Leben.
00:41:04: Und das ist ja auf der Kerngedanke von Reclaim Work.
00:41:07: und ich habe mich gefragt, ob du als nächstes dann ein Buch Reclaim Live beschreiben wirst?
00:41:11: Weil du dir ja dein Wochenende durch dieses ganz besondere Smartphone vielleicht noch ganz kurz, wenn die Zeit dazu reicht... Du hast ja ein anderes Smartphone am Wochenende wo du dir deinen Wochenende zurückholst!
00:41:23: Ein Klapphändi, ein altes.
00:41:24: Vielleicht
00:41:24: haben wir jetzt das Klappen-Handy und Freitags mache ich mein Smartphone aus.
00:41:28: Ich habe dann die gleiche SIM-Karte in dem Club handy und man kann mich dann telefonisch erreichen.
00:41:31: Nicht über Whatsapp oder Social Media, das finde ich total schön.
00:41:36: Das sind schon so keine Ideen für's nächste Woche aber die bleiben auch bei mir.
00:41:40: Ich will noch mal mehr in der Form experimentieren.
00:41:42: Also ich find es so schön dass man mit einer Anekdote anfangen kann und damit eine verrückte Story und so.
00:41:47: Und das ist gerade ein bisschen wissenschaftlich ins Schreiben.
00:41:50: Ich bin total befreiend und ich glaube beim nächsten Buch werde in der Form noch mehr
00:41:54: variieren.
00:41:55: Ja, kann ich sehr nachvollziehen?
00:41:56: Ich schreibe ja auch gerade ein Buch bezwürze.
00:41:58: Bin auch in den letzten Zeichen.
00:41:59: Habe das dort auch gemacht!
00:42:00: Lass uns versuchen hier pünktlich rauszukommen.
00:42:03: Ich möchte dir am Ende unseres Gesprächs ganz herzlich danken... Ich weiß es ist eine anstrengende Phase so ne Buchabgabephase dass du jetzt die Zeit genommen hast im Mein Podcast zu kommen.
00:42:14: Herzlichen Dank!
00:42:15: Vielen Dank für die, ihr habt mir Spaß gemacht.
00:42:17: Alles Gute für deinem Book Release!
00:42:18: Ich bin da ja ganz interessiert und wir sind hier im Dialog und freue mich auch drauf.
00:42:23: Das ist super, danke schön!
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