#91 - Mobbing am Arbeitsplatz: 5 Warnzeichen und 5 Schritte, die helfen

Shownotes

In dieser Solofolge spreche ich darüber, was Mobbing am Arbeitsplatz eigentlich ausmacht – und was eben nicht.

Denn ein einzelner Konflikt oder ein schlechter Tag im Team ist noch kein Mobbing. Ich zeige dir die drei Kriterien nach dem Arbeitspsychologen Heinz Leymann, an denen du dich orientieren kannst, und erkläre, warum gerade harmonieorientierte Menschen und People Pleaser häufiger ins Visier geraten – als Risikoprofil, nicht als Schuld.

Du erfährst außerdem:

  • 5 Frühwarnzeichen, an denen du selbst überprüfen kannst, wo du gerade stehst
  • 5 konkrete Schritte, die sich bewährt haben – vom Mobbing-Tagebuch bis zur ehrlichen Frage, ob Gehen eine Option ist
  • welche gesundheitlichen Folgen langanhaltender Mobbingstress haben kann
  • und was du tun kannst, wenn nicht du selbst betroffen bist, sondern jemand, der dir nahesteht

Eine Kernbotschaft zieht sich durch die ganze Folge: Mobbing sagt mehr über das System aus, in dem es passiert – über Kultur, Führung und das, was ein Team erlaubt – als über die betroffene Person.


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Feedback, Anregungen und Themenwünsche nehme ich gerne per E-Mail entgegen: info@verena-stahl.ch

Hinweis zur Folge: Diese Episode berührt ein schweres Thema. Falls du gerade selbst in einer Mobbingsituation steckst, hol dir Unterstützung – z. B. bei der Telefonseelsorge unter 0800-1110111 (Deutschland) oder 143 (Schweiz), bei deiner Ärztin oder deinem Arzt, in einer Therapie oder beim Betriebsrat.

Transkript anzeigen

00:00:06: Leadership, Karriere und Selbstentwicklung.

00:00:09: Und das ganz ohne Peep-a-pleasing?

00:00:12: Geht nicht!

00:00:13: Doch selbstverständlich!

00:00:14: Hol dir spannende Einblicke und interessante Denkanstöße bei PeepApleasingAD dem Podcast für Leadership & Karrieren mit Sanftut und Stärke.

00:00:26: Ich bin Verena Komm, legen wir los.

00:00:33: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Solo Folge von Peep Apleasing AD.

00:00:37: Mein Name ist Dr.

00:00:38: Verena Stahl, schön dass du heute wieder da bist!

00:00:42: Heute spreche ich über ein nicht ganz leichtes Thema und damit beginnt zugleich eine kleine Reihe.

00:00:48: in dieser geht es um Machtausübung am Arbeitsplatz die leider bestimmte Personenkreise besonders betrifft.

00:00:56: Den Betroffenen Person möchte Ich mit dieser Reihe den Rücken stärken Und Mit Dieser Solo Folge mache ich den Anfang indem ich Über Mobbing Am Arbeitsplatz Spreche.

00:01:06: Was das ist, woran erkenne ich das?

00:01:08: bei mir selbst oder auch bei anderen Menschen.

00:01:10: Inwiefern sind Pippe-Plieser davon vielleicht besonders betroffen und was kann dagegen unternommen werden?

00:01:17: All das sind die Themen dieser Folge!

00:01:20: Hierzu schauen wir uns meine Coachie Helena an, die in ihrer Firma seit geraumer Zeit als bewährte Kraft gilt und niemals mit anderen Mitarbeitenden Schwierigkeiten hatte.

00:01:31: Das hat sich vor rund einem halben Jahr geändert, als eine neue Kollegin ins Team kam.

00:01:36: Jetzt ist nichts mehr wie früher und sie muss sich morgens immer regelrecht zur Arbeit

00:01:40: schleppen.".

00:01:41: »Das größte Problem isst« sagt Helena, dass sich das alles für Sie ganz schrecklich anfühlt.

00:01:48: Sieh es aber irgendwie nicht richtig greifen kann – so subtil ist das meiste was ich ihr zeigt!

00:01:54: Und genau dabei sind wir bereits bei einem Teil des Problems, die Verwirrung darüber was Mobbing eigentlich ist und was es nicht.

00:02:02: Mobbing ist nicht der einzelne Konflikt oder ein Tag mit schlechter Stimmung im Team – das ist Teil des Arbeitslebens und noch kein Mobbing!

00:02:12: Um Objektivität ins Thema zu bringen begann der Arbeitspsychologe Heinz Lehmann bereits in den achtzehr Jahren damit, das Thema Mobbing systematisch in Europa zu erforschen.

00:02:23: Im Ergebnis hat der drei Kennzeichen identifiziert, die zusammen vorliegen müssen um von einem Mobbing sprechen zu können.

00:02:31: Erstens Es passiert systematisch also nicht nur ein oder zweimal sondern immer wieder regelmäßig.

00:02:38: Zweitens es passiert über einen längeren Zeitraum.

00:02:42: Faustregel sind mindestens sechs Monate mindestens einmal pro Woche.

00:02:47: Drittens es liegt ein Machtungleichgewicht vor.

00:02:50: Die betroffene Person kann sich nicht aus eigener Kraft wehren, weil die andere Seite mehr Macht hat oder man mehreren Menschen gleichzeitig gegenübersteht oder weil das Umfeld nicht eingreift.

00:03:03: Im Arbeitsbereich kann es zu unterschiedlichen Formen von Mobbing kommen.

00:03:07: Ist es wie bei Helena eine Kollegin, die mobbt?

00:03:10: Passiert es sozusagen auf Augenhöhe!

00:03:13: Dann gibt es das Bossing was meint dass die vorgesetzte Person die mobbende Person ist.

00:03:19: Drittens mobbt ein Team seine Führungskraft und das wird dann als ein Stuffing bezeichnet.

00:03:26: Daneben gibt es Mischformen, wenn zum Beispiel der Chef mit dem Mobbing beginnt – und dass Team oder Einzene davon einstimmen, oftmals um nicht selbst zum Opfer zu werden.

00:03:36: Bei Helena begann es mit Kleinigkeiten was ebenfalls recht typisch ist.

00:03:40: Es fing damit an, dass die Kollegin ihr bestimmte Nachrichten nicht ausrichtete oder sie zu ihrem Geburtsaskuchen im Team ihr nicht bescheid sagte mit der fadenscheinigen Behauptung.

00:03:52: Sie hätte gedacht, sie wäre da noch im Urlaub.

00:03:54: Ihre Anrufe nahmen sie nicht an und E-Mails beantwortete sie grundsätzlich erst eine Woche später.

00:04:01: Es gipfelte in einer großen Runde, in der sie sie bloß stellte indem sie sagte Bei der Delegation musst du eigentlich doch gar nicht dabei sein, bei deinem bisschen Englisch kannst Du ja sowieso nicht viel dazu beitragen.

00:04:13: Helena blieb die Spucke weg und sie wurde feuerrot – was sie versuchte zu überspielen indem sie es weglächelte und dann den Raum verließ.

00:04:23: Nicht die Art von souveräner Reaktion, die Sie sich wünschten und Anlass genug für sie mich

00:04:28: aufzusuchen.".

00:04:30: Bevor wir uns genauer anschauen, wie sich Helena diese gewünschte größere Souveränität drauf schaffte, möchte ich kurz ein wichtiges Vorurteil aus dem Weg räumen.

00:04:40: Er sagt – Du bist selbst schuld, dass du dir das gefallen lässt!

00:04:43: Du bist halt viel zu lieb!

00:04:45: Dem möchte ich ein klares Stimmt so nicht

00:04:48: entgegenrufen.".

00:04:49: Mobbing sagt vielmehr aus über das System, in dem es stattfindet.

00:04:52: Über die Kultur, über die Führung, über der Erlaubnisse, die in einem Team gelten und natürlich auch über die Person, die zu diesem Mittel greift.

00:05:00: Es sagt nichts aus über die betroffene Person Und trotzdem gibt es Muster, die manche Menschen häufiger ins Visier geraden lassen.

00:05:09: Forschende sprechen von einem Risikoprofil – nicht einer Schuld.

00:05:13: Wer sehr harmonieorientiert ist, wer Konflikten ausweicht, wer früh gelernt hat lieber zurückzuzucken als zurückzuschlagen – der oder die ist anfälliger.

00:05:24: Nicht weil er oder sie es verdient hätte sondern weil die erste Reaktion auf die ist, die das Muster verstärkt.

00:05:31: Weglächeln klein reden doppelt freundlich sein doppelt fleißig sein Genau das war auch Helena's erste Reakzon.

00:05:39: Ich dachte, wenn ich nur gründlicher arbeite gibt es keinen Grund mehr für Kritik.

00:05:45: Sie hat Überstunden gemacht sie hat Aufgaben übernommen die nicht ihre waren.

00:05:49: Sie ist immer noch netter geworden und der Gegenwind beziehungsweise die Mobbing-Attacken wurden nicht weniger – sie wurden mehr!

00:05:56: Und das ist die ganze bittere Logik im Mobbing.

00:05:59: Wer mehr leistet beweist damit nur dass vielleicht auch Kritik nötig war.

00:06:04: wer freundlicher wird beweist dass er sich das gefallen lässt Was im normalen Berufsleben vielleicht eine Stärke wäre, Anpassungsfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Konfliktvermeidung wird im Mobbing-System zur Schwachstelle.

00:06:19: Genau darum brauchen Pippe-Plieser es recht ein Toolset um sich zu wehren und sich zu wappnen.

00:06:26: Bevor wir dazu kommen möchte ich ein paar Takte zur Frage sagen was die Folgen von Mobbing für Betroffenen sind.

00:06:33: Mobbing ist einer der stärksten Stressoren die wir im Arbeitsleben kennen.

00:06:38: Studien zeigen, dass langanhaltender Mobbingstress das Risiko für Depressionen deutlich erhöht.

00:06:45: Für Angststörungen – für Burnout.

00:06:47: Weitere Folgen sind erhöhte Blutdruck, Magen-Darmprobleme, Kopfschmerzen, Schlafstörung, Herzkreislauferkrankungen.

00:06:56: Manche Forschende vergleichen die Folgen sogar mit den posttraumatischer Belastungsstörung Denn das Nervensystem von Betroffenen ist ständig im Alarm.

00:07:05: Der Cortisol-Spiegel ist dauerhaft erhöht.

00:07:08: Der Schlaf wird flacher, kürzer, er wird häufig unterbrochen mit der Folge, tagsüber dauerhaft müde zu sein – vielleicht passieren auch mehr Fehler was noch hektischer und angrissanfälliger macht.

00:07:20: Alle Freude an der Arbeit, vielleicht sogar am Leben geht

00:07:24: verloren.".

00:07:25: Helena erzählt Sonntagabend ging es los dieses Flauregefühl im Magen.

00:07:30: Montagmorgen kam ich kaum aus dem Bett.

00:07:33: Das geht jetzt seit gut sieben Monaten so.

00:07:35: Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst, das sagen meine

00:07:38: Freundinnen.".

00:07:39: Das Gemeine dabei ist!

00:07:41: Betroffene trauen sich selbst nicht mehr.

00:07:43: Helena dachte zu Beginn auch – das bilde ich mir bestimmt nur ein.

00:07:47: Vielleicht bin ich auch zu empfindlich?

00:07:50: Aber genau das ist eine typische Wirkung von Mobbingen.

00:07:53: Es nimmt nicht nur Energie, es raubt einem auch die eigene Wahrnehmung.

00:07:58: Viele bleiben an diesem Punkt stecken.

00:08:01: Sie merken, dass etwas falsch läuft?

00:08:03: Sie können es aber nicht benennen.

00:08:05: Deshalb möchte ich dir jetzt fünf Frühwahnzeichen geben an denen Betroffene selbst überprüfen können wo sie gerade stehen.

00:08:13: Solche Frühwarnzeichen beweisen selbstverständlich nichts – aber sie machen vielleicht nachdenklich!

00:08:20: Erstens Der Wochenendtest.

00:08:22: Wenn du merkst der Gedanke am Montagmorgen zieht ihr den Boden unter den Füßen weg und zwar systematisch jedes Wochenende.

00:08:30: Hör auf deinen Körper und nimm dieses Signal ernst.

00:08:34: Zweitens Du fängst an, dir selbst zu misstrauen.

00:08:38: Vielleicht erzählst du Zuhause von einer Situation aus dem Büro Und redest sie sofort.

00:08:43: selbst klein War vielleicht nicht so gemeint oder Ja ich war ja auch ein bisschen schräg drauf.

00:08:49: Wenn du andauernd Erklärungen für andere lieferst Solltest du aufhorchen.

00:08:54: Drittens Du wirst weniger eingeladen Meetings, Mittagessen, kleine Pausengespräche.

00:09:00: Wenn du seit Monaten beobachtest dass du nicht immer dabei bist dann sei gewarnt.

00:09:05: Soziale Ausgrenzung ist eine der häufigsten Mobbingformen und sie ist hinterlistig weil du sie schwer beweisen kannst.

00:09:14: Viertens Deine Arbeit verändert sich.

00:09:17: Du bekommst Aufgaben die unter deinem Niveau sind oder solche die unmöglich zu schaffen sind.

00:09:22: Du wirst nicht informiert über Dinge die du eigentlich wissen müsstest.

00:09:26: Du erfährst Dinge zu spät bzw.

00:09:29: später als andere, auch das hat System und ist kein Zufall oder normal.

00:09:35: Fünftens – Freundinnen sagen so warst du früher nicht!

00:09:39: Und das ist vielleicht der wichtigste Punkt wenn mehrere Menschen die dich gut kennen, dich nicht mehr wieder erkennen, du wirst dünn heutiger gereizter leiser kraftloser dann ist es allerhöchste Zeit etwas zu tun.

00:09:53: Andere sehen oft früher, was wir selbst noch nicht sehen.

00:09:57: Ja wenn drei oder mehr dieser fünf Punkte bei dir aufleuchten und das seit Wochen- oder Monaten so geht – dann komm in die Gänge!

00:10:04: Und geh das an!

00:10:06: Kommen wir also zum Praktischen?

00:10:07: Was kannst du tun, wenn du betroffen

00:10:09: bist?".

00:10:10: Hier kommen fünf Schritte, die sich bewährt haben.

00:10:13: Schritt eins Schreib ein Mobbing Tagebuch.

00:10:16: Sortiere deine Erlebnisse Gedanken und Gefühle schriftlich mit einem Notizbuch oder in einer Datei auf deinem privaten Computer.

00:10:25: Notiere ab sofort jede Situation, in der etwas passiert, das sich nicht stimmig anführt.

00:10:30: Datum, Uhrzeit – wer war dabei?

00:10:33: Was wurde gesagt oder getan?

00:10:35: Wie hast du dich gefühlt körperlich und

00:10:37: emotional?".

00:10:39: Zum Ersten erlebst du dich dann selbstwirksam, was sehr wichtig in dieser Phase ist.

00:10:44: Du unternimmst etwas zu deiner Verteidigung und beendest die Selbstvorwürfe, dass du dies selbst nicht schützen kannst.

00:10:51: Des Weiteren klärst du die Dinge sobald du sie verschriftlichst – damit stärkst du deine Selbstwahrnehmung im Sinne dessen, was alles genau passiert!

00:10:59: Und du objektivierst?

00:11:01: Denn wenn der Spuk nach drei Wochen vorbei ist, war es eine Phase, wenn auch eine Schwere….

00:11:06: Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass es weitergeht.

00:11:09: Denn du beginnst mit dem Tagebuch selbstverständlich nicht ohne das es schon eine geraume Weile so läuft!

00:11:15: Dann hast Du es aber auch schwarz auf weiß vor Dir und hält ein Dokument in der Hand was dir sagt?

00:11:21: Du kannst deinem Empfinden trauen – und falls es später formal nötig werden sollte, hast Du Material.

00:11:28: Schritt zwei Komm raus aus Deiner Isolation.

00:11:32: Mach dir bewusst, dass Mobbing seine Nahrung daraus sieht, daß du dich darüber ausschweigst.

00:11:37: Mach du das anders!

00:11:39: Zieh jemand außerhalb deiner Organisation ins Vertrauen – ob Partner, Freundin oder Hausärztin.

00:11:45: Hauptsache eine Person außerhalb des Systems.

00:11:49: Du brauchst einer Außenperspektive.

00:11:51: Du brauchste jemanden der dir sagen kann was du da beschreibst, das ist nicht normal Oder dich sensibilisiert indem er sagt vielleicht steckt mehr dahinter.

00:12:01: Wenn du die Möglichkeit hast, dir ein Coaching oder eine Therapie zu organisieren, dann mach das.

00:12:07: Damit übertreibst du nicht und du machst es auch nicht weil bei dir was nicht stimmt oder du krank bist.

00:12:12: Du machst das um dir Unterstützung zu suchen, um in dieser äußerst herausfordernden Situation gesund zu bleiben – und das möchtest du ja – gesund bleiben!

00:12:23: Also sieh zu dass du dir ganz viel Unterstützung holst Aber schau, dass es vorangeht und nicht im Lamentieren stecken bleibt.

00:12:32: Schritt drei Sei im Umgang mit der mobbenen Person klar Für viele Piepeplieser aber auch für Menschen die selbst niemals morben würden, die einfach freundlich anständig respekt- und rücksichtsvoll mit anderen Menschen umgehen ist es nicht leicht mit jemandem zu kommunizieren, der selbst auf toxischer Art kommuniziert Was du nicht musst.

00:12:54: Du musst nicht laut werden, du musst nicht konfrontieren!

00:12:58: Du musst dich nicht rechtfertigen – versuch auch nicht an den Anstand der anderen Person zu appellieren, sie überzeugen zu wollen oder dich zu erklären wie es dir geht.

00:13:08: Nutze kurze ruhige Sätze um das Muster in Worte zu fassen und sichtbar zu

00:13:13: machen.".

00:13:14: Wenn Hellenas Kollegin ihre Arbeit vor den Anderen diskreditiert, sagt sie nun Folgendes Ich höre, dass du das so siehst.

00:13:21: Ich sehe das

00:13:22: anders.".

00:13:23: Können wir das später unter vier Augen klären?

00:13:26: Damit entzieht sie dem Ganzen die Bühne.

00:13:28: Als wir das vorgesprochen haben fragte Helen an mich was ihr sagen sollte falls die Kollegin erwidern sollte.

00:13:34: Das könnten die anderen doch ruhig hören!

00:13:37: Ich habe dann zu ihr gesagt Dann sagst du dasselbe noch einmal Und das tat sie dann auch.

00:13:42: Sie sagte ich sehe das Anders.

00:13:43: Ich möchte das mit dir unter vier augen klären Und wenn dann wiederkommt, ich nicht!

00:13:49: Dann triffst du stoosch gelassen immer wieder dieselbe Aussage.

00:13:52: Irgendwann merkt sie schon wie albern das Ganze ist.

00:13:55: Wenn Du die Aussage variieren würdest hätte sie dich am Wickel und freut sich Dich dabei zu beobachten, wie Du Dich windest und es wieder anders formulierst – auch da schärfte Ich Helena ein.

00:14:10: Schritt vier – Hilfe im System suchen.

00:14:13: Zum Glück hat sich das Problem Mobbing herumgesprochen und es gibt mittlerweile einige Stellen, die für genau solche Fälle da sind.

00:14:21: In der Organisation selbst sind das möglicherweise der Betriebs- oder Personalrat, die Gleichstellungsbeauftragte oder andere Vertrauenspersonen.

00:14:30: Manche Organisation haben interne Konfliktberatung oder bieten externe Anlaufstellen wie ein Employee Assistance Programme kurz EAP an.

00:14:40: Das ist eine Mitarbeiterberatung, die bei einem externen Anbieter eingekauft werden kann.

00:14:46: Sie ist anonym für die Betroffenen kostenlos und verfügt oft über eine vierundzwanzigstunden Hotline.

00:14:52: Deine Personalabteilungen hat Informationen ob es bei euch so etwas gibt – selbst wenn du am Ende keinen formalen Schritt gehen willst!

00:15:00: Schon das Gespräch hilft dir weil du erfährst was die Spielregeln in deinem Unternehmen sind.

00:15:06: Schritt Fünf Zieh auch Kündigung im Betracht.

00:15:09: Die Exit-Option mitzudenken fällt den meisten Menschen schwer.

00:15:13: Niemand bricht so eine Entscheidung übers Knie, wirtschaftliche Verpflichtungen, regelmäßige Ausgaben, laufende Verträge – vielleicht auch eine gewisse Betriebstreue spielen eine wichtige Rolle!

00:15:24: Und trotzdem ich rate dir dich innerlich offen zu halten und es dir selbst gegenüber als Optionen offen zu lassen das Gen immer auch eine Option ist.

00:15:33: Helena hat mir gesagt, als ich begriffen habe, dass sich das nicht aushalten muss und gehen kann, hat mir das irregut getan.

00:15:40: Endlich fühlte ich mich nicht mehr so in die Ecke

00:15:42: getrieben.".

00:15:43: Setze ich Stellenausschreibung angeschaut ohne sich gleich zu bewerben.

00:15:47: Allein die Tatsache, dass sie sich mit dieser Möglichkeit beschäftigte, verschaffte ihr wieder etwas Luft zum Atmen und verhalf ihr zu einem robusteren Auftreten am Arbeitsplatz!

00:15:58: Ja, zum Schluss habe ich noch ein paar Worte für dich falls du die Folge nicht für dich selbst hörst sondern es jemand anders betrifft.

00:16:05: Das wichtigste zuerst bitte glaub diesen Menschen und zeig ihm das auch!

00:16:09: Der häufigste Satz den Betroffene zu hören bekommen lautet vielleicht bildest du dir's auch ein?

00:16:15: Vielleicht geschieht dies aus über Forderung oder Hilflosigkeit dass sie das sagen.

00:16:20: Vielleicht aber auch aus der Hoffnung damit wäre das Problem vom Tisch.

00:16:24: Glaub mir, für die betroffene Person ist genau das der Grund warum sie sich so lange damit zurückgehalten hat, dass zu erzählen.

00:16:32: Um dich zu beruhigen du musst gar nichts beurteilen!

00:16:35: Du kannst das ja auch nicht denn du warst ja nicht dabei.

00:16:37: was du sagen kannst es folgen lass.

00:16:40: ich glaube dir dass es sich für dich so anfühlt und ich bleibe bei dir egal wie du damit umgehst was ebenfalls nicht ratsam ist.

00:16:48: Übernimm nicht die Verantwortung für die betroffene Person.

00:16:51: Lass also nicht dein Retter oder Helferreflex anspringen!

00:16:55: Das wäre zwar menschlich nachvollziehbar, aber die Person, die gemobbt wird muss am Ende selbst entscheiden was sie tut.

00:17:02: Du kannst ihr verschiedene Optionen aufzeigen – die du siehst, du kannst ihr zuhören und du kannst dir anbieten dass du sie begleitest.

00:17:08: Was du nicht kannst?

00:17:09: Für Sie kämpfen, für Sie kommunizieren und für sie die Situation aushalten….

00:17:15: Und schließlich Halte an Ihrer Seite aus, falls es sich hinzieht und zäh wird.

00:17:20: Bei Mobbing ist oft genau das der Fall – Es geht über Monate manchmal über Jahre Verständlich.

00:17:26: wenn dann das Umfeld der Sache überdrüssig wird und die Anteilnahme bröckelt Genau dann braucht die betroffene Person dich aber am meisten.

00:17:36: Dann ist ein monatliches Wie geht es dir gerade mit der Situation?

00:17:40: Viel Wert!

00:17:41: Damit bin ich am Ende dieser nicht ganz leichten Folge.

00:17:44: Mir war es wichtig, diese Dinge

00:17:46: zusammenzutragen.".

00:17:48: In der kommenden Woche habe ich hier zu Gast Marion, die selbst Mobbing am Arbeitsplatz erlebt hat und darüber ein starkes Buch geschrieben.

00:17:56: Damit du keine Folge verpasst, empfehle ich dir meinen Podcast zu abonnieren.

00:18:01: Und wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest damit noch mehr Menschen davon profitieren können dann freue ich mich über eine bis zu fünf Sterne-Bewertung und auch über Zuschriften und Kommentare!

00:18:12: Ich möchte diese Folge mit einem Satz schließen der absolut zentral ist Wer vom Mobbing betroffen ist es nicht Schuld.

00:18:19: Es liegt nie an ihr.

00:18:20: Es ist die Sache der Person die mobbt.

00:18:23: Das mag banal klingen, ist es nicht.

00:18:25: Das spürt jeder und jede der oder die in einer Mobbing-Situation steckt.

00:18:30: Denn wer immer wieder kritisch überprüft bin ich vielleicht doch schuld, könnte sich das doch noch ändern!

00:18:35: Der kann es nicht oft genug hören – du bist richtig!

00:18:39: Vielleicht liegen auch Selbstvorwürfe hinter einem?

00:18:42: Wie konntest Du es zulassen, dass man Dich so behandelt?

00:18:45: Wieso warst Du nichts stärker, wieso kannst Du Dich nicht souverän wären?

00:18:49: Oder wieso bist Du nicht schlagfertig

00:18:51: genug?!

00:18:52: Vielleicht hat die Person auch all ihre Kraft darauf verwendet, das System nicht zu sehen indem sie steckt.

00:18:58: Nach dem Motto was nicht sein darf ist nicht!

00:19:00: Also dass Waren oder sind wirklich harte schmerzhafte Zeiten.

00:19:05: höchste Zeit es diesem Menschen oder dir selbst jetzt leichter zu machen und ihn oder dich selbst mit allem was du bieten kannst zu unterstützen.

00:19:14: Was auch ein Fakt ist In der Regel braucht jedes Mobbing ein Umfeld, das es zulässt.

00:19:19: Es braucht Vorgesetzte die wegschauen weil es bequemer ist was sie keine Lust auf Ärger haben.

00:19:24: warum auch immer?

00:19:25: Es braucht Kolleginnen die nicht aufstehen eine Kultur in der das Recht des Mächtigeren gilt und die Härte mit Stärke verwechselt.

00:19:33: wenn du dich gerade fragst Was Du falsch machst hör auf damit und frag stattdessen was bei dir im System falsch läuft dass es soweit kommen konnte.

00:19:41: Damit schiebst du nicht die Schuld auf andere, sondern du sorgst einfach dafür dass du den Scheinwerfer auf die richtige Fläche längst.

00:19:48: Wenn du unter Mobbing leidest bist du nicht so empfindlich.

00:19:51: Du bist nicht zu weich.

00:19:52: Du bist in einer Situation Die dem stärksten Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen kann Und du verdienst Hilfe Schutz und einen Arbeitsplatz An dem du keinem Mobbing ausgesetzt wirst.

00:20:04: Falls dich dieses Thema besonders berührt Schreib mir gerne Danke das du heute Zeit für dieses schwere Thema gehabt hast.

00:20:12: Wir hören uns in der nächsten Folge von People Pleasing AD und bis dahin sei freundlich mit dir, gerade dann wenn andere es nicht sind!

00:20:20: Denn dann brauchst du dich selbst am meisten.

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