#98 - Hört auf, Frauen klein zu halten! Mit Maren Wölfl
Shownotes
Frauen schneiden in 13 von 19 Leadership-Kompetenzen besser ab als Männer. Und zweifeln trotzdem an sich selbst. Maren Wölfl benennt in dieser Folge, woran das liegt: an Strukturen, die Frauen klein halten, und an Frauen, die dabei mitmachen.
Maren Wölfl ist Business Coach, Lektorin an der Fachhochschule Wien und Unternehmerin des Jahres. In ihrem neuen Buch „Female Wake-up Call" (Wiley) beschreibt sie, wie Frauen souverän, authentisch und wirksam in Führung gehen. Im Gespräch mit Dr. Verena Stahl erzählt sie von ihrer eigenen Zeit als „fleißige Ameise", von einem HR-Leiter, der ihr seine Haltung zur Arbeitszeit seiner Frau auf der Männertoilette mitteilte, und davon, warum sie Frauen rät, das System zu hinterfragen statt sich selbst.
Themen dieser Folge:
- Welche Führungskompetenzen Frauen mitbringen und warum Empathie in der hybriden Arbeitswelt zum Erfolgsfaktor wird
- Die 30-Prozent-Marke: ab wann sich in Teams etwas bewegt
- Das Bild der fleißigen Ameise, die Erwartungen anderer erfüllt bis zur Erschöpfung
- Marens 120-80-50-0-Regel als Gegenmodell zum Dauer-Vollgas
- Der Stuhl mitten im Raum: warum Frauen sich für blaue Flecken entschuldigen, statt den Stuhl wegzustellen
- „Im gefährlichen Alter": wie Kinderwunsch und Schwangerschaft Karrieren zwischen 25 und 40 ausbremsen. 20 Prozent der Frauen bekommen nie Kinder
- Warum das Wort „Powerfrau" keinen Gegenpart hat
- Die Welle der Empörung, wenn eine Frau ins Top-Management kommt, und wie jede Einzelne sie stoppen kann
- Selbstführung: am Lenkrad sitzen statt auf dem Beifahrersitz
- Wie du mit dir selbst sprichst, wenn du mit dir sprichst wie mit einer guten Freundin
Maren Wölfls Satz aus der Folge, der hängen bleibt: „Wir brauchen nicht Menschen, die lauter sind. Wir brauchen Menschen, die klarer sind."
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Feedback, Anregungen und Themenwünsche nehme ich gerne per E-Mail entgegen: info@verena-stahl.ch
Transkript anzeigen
00:00:06: Leadership, Karriere und Selbstentwicklung.
00:00:09: Und das ganz ohne Peep-a-pleasing?
00:00:12: Geht nicht!
00:00:13: Doch selbstverständlich hol dir spannende Einblicke und interessante Denkanstöße bei PeepApleasing.de dem Podcast für Leadership & Karrieren mit Sanftmuth und Stärke.
00:00:26: Ich bin Verena.
00:00:27: Komm legen wir los.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen bei Peep-A-Pleasing.de.
00:00:36: Mein Name ist Dr.
00:00:36: Verena Stahl, ich bin Host dieses Podcasts.
00:00:40: In meinem Podcast geht es mir darum Menschen darin zu unterstützen sich nicht länger nur anzupassen – an äußere Erwartungen, an Wünsche anderer, an Strukturen die nicht zu ihnen passen sondern dem eigenen Leben den eigenen Stempel aufzudrücken.
00:00:56: Heute zu Gast ist Maren Wölfel.
00:00:58: Maren ist Business Coach, Lektoren an der Fachhochschule Wien und sie war Unternehmerin des Jahres.
00:01:05: Außerdem ist Maren zweifache Buchautorin – gerade ist ihr neuestes Buch ein female Wake-up Call wie Frauen souverän, authentisch und wirksam in Führung gehen erschienen!
00:01:17: Ich verlinke es dir in den Show notes Frauen führen anders und das ist gut so.
00:01:23: Davon bin ich überzeugt, und dennoch frage ich mich – warum hält sich dann so hartnäckig das Gefühl, dass was wir tun reicht doch nicht?
00:01:32: Warum zweifeln gerade die Hochleistenden Frauen an sich selbst während die Zahlen längst etwas anderes
00:01:38: sagen?".
00:01:39: Hört sich relevant und spannend zugleich an!
00:01:41: Dann steigen wir ohne weitere lange Vorreden ins Gespräch
00:01:44: ein.".
00:01:45: Ja, schön.
00:01:46: Guten Morgen, liebe Maren!
00:01:47: Ich freue mich sehr dich in meinem Podcast begrüßen zu dürfen.
00:01:51: Danke für die Einleitung und ich freue mich auch sehr.
00:01:53: Bin gespannt.
00:01:54: Was war denn so dein Wegruf der dich dazu gebracht hat dieses Buch zu schreiben?
00:02:00: Es war tatsächlich ein Wegrufe weil wenn du mich vor fünf sechs Jahren gefragt hättest ob ich jemals einen Buch schreiben würde hätte ich mit tiefster Überzeugung geantwortet das mache ich nie.
00:02:10: aber mein Wegrufen ist auch Chancen ergreifen wenn sie mir geboten werden Und insofern ist das erste Buch zu mir gekommen.
00:02:18: Das zweite Buch war so, dass ich hatte so eine Idee weil ich in den letzten drei vier Jahren alle Workshops von mir auch aufgenommen habe also die Transkripte waren da und ich dachte mir ja es ist mein gesammeltes Know-How von den letzten dreivier jahren die jetzt hier in diesem buch gesammlet sind und ein Wecker für eine bessere Arbeitswelt von morgen.
00:02:41: Den Gedanken kann ich gut nachvollziehen, weil ehrlich gesagt hatte ich diesen Gedank bei meinem eigenen Buch auch.
00:02:46: Also wenn ich da jetzt ganz kurz ablenken darf von deinem Thema wie das so ähnlich ging dass sich auch das Gefühl hat dich möchte gerne an einem gesammelten Ort so diese ganzen Gedanken die ich zu diesem Themenkreis habe mal gebündelt haben und nicht sagen es ist diese Folge es ist jene hört ihr die nochmal an und genau das ist es irgendwo am Ende des Tages also war das War das mehrere kleine Wegrufe, die dich dann zu diesem Buch geführt haben?
00:03:09: Nämlich diese verschiedenen kleinen Dinge, die du alle unbedingt auch in dieses Buch integrieren wolltest.
00:03:16: Für mich war es wirklich ein Wegruf weil ich mir gedacht habe Es ist so viel Know-how da!
00:03:20: Ich würde mich gerne in die Welt bringen und natürlich hat's mich riesig gefreut Weil ich hab damals Zweiferlage angeschrieben.
00:03:28: Meine Ansprechperson von Wiley war so begeistert von der Idee Und das finde ich auch so schön Weil das ja auch ansteckt, weil da glaubt jemand dann das Buch.
00:03:36: Es ging dann alles relativ schnell, weil es war glaube ich letztes Jahr im März oder April und dann hat sie gesagt, ich glaub sogar erst im April.
00:03:43: Ja passt Vertrag!
00:03:45: Und ich hab das Buch tatsächlich am vierundzwanzigsten September abgegeben.
00:03:51: Nach wie vor glaube ich, dass schreiben mir jetzt nicht eine meiner wichtigsten oder einer tollsten Kompetenzen ist die ich habe.
00:03:57: Aber ja, ich mache es!
00:03:59: Aber es kommen alle andere Kompetensen rein und vielleicht auch an dieser Stelle gleich für alle Frauen, die zuhören.
00:04:05: Es ist immer die Frage, welche Kompetenz haben wir?
00:04:07: Und ja, vielleicht können andere Leute besser schreiben als ich.
00:04:10: Ja, das ist eine sehr realistische Einschätzung aber es gibt andere Eigenschaften von mir die gut sind, wenn du ein Buch schreiben möchtest und das ist Fokus, Zielstrebigkeit, Konsequenz.
00:04:23: Und auch mal Ideenreichtum oder Kreativität.
00:04:26: also es gibt da auch verschiedene Kompetenzen, die wir dann brauchen um einen Buch zu schreiben.
00:04:30: Du wennest dich mit deinem Buch ja sehr direkt an die Frauen und ich finde es gut, dass du dich hier auch jetzt sehr direkt am unsere Zuhörenden richtest.
00:04:37: Dein Buch selbst ist eben ein Wegruf für Frauen ihr Führungsverhalten zu verändern Und gleichzeitig beschreibst du das Potenzial für eine weibliche Führung noch nie größer gewesen ist.
00:04:49: Das hört sich für mich danach an als wenn dann noch unentdecktes Potential geweckt werden darf in der Wahrnehmung vielleicht bei den Frauen selbst dass da vielleicht auch zu stark auf Defizite geschaut wird, auf Schwächen die vielleicht vermeintlich ausgemerzt werden müssten und die Stärken vielleicht noch zu wenig betrachtet werden.
00:05:09: Was verbirgt sich hinter diesem Weghof für die Frauen?
00:05:11: Ich
00:05:11: würde mal so sagen mein Buch beginnt damit was ist heute schon normal?
00:05:16: weil wenn ich mich so oft in der Welt aktuell umblicke dann finde ich das mitunter sehr schwierig vor allem als Frauenperspektive Ehrlicherweise, das sind immer alles Männer.
00:05:32: Und aus diesem Grund finde ich Braucher ein neues Denken eine neue Haltung.
00:05:36: da gibt es einen sehr berühmten Spruch vom Albert Einstein Wir können die Welt nicht verändern oder Lösungen finden mit dem gleichen Gedanken als dass die Probleme entstanden sind.
00:05:45: und Ich finde wir Frauen haben so viele Kompetenzen und Fähigkeiten Die wir auch selbst manchmal nicht sehen und schätzen und auch in den Unternehmen und auch einer Gesellschaft wenig gesehen und geschätzt werden und die wir aber dringend in der aktuellen Welt brauchen.
00:06:00: Du sprichst ja auch in deinem Buch davon, dass Frauen bei Leadership-Kompetenzen besser abschneiden als Männern?
00:06:06: Konkret sind es dreizehn von neunzehn Leadership Kompetencen.
00:06:09: Mich würde da natürlich jetzt interessieren, in welchen besonders relevanten Leadershipkompetensten machen sich Frauen denn besonders gut.
00:06:17: Frauen können sehr, sehr gute Beziehungen aufbauen!
00:06:21: Wir sind intuitiv, wir sind empathisch.
00:06:23: um vor allem die Empathie gibt es ganz, ganz viele Daten die belegen dass wir viel mehr Empathie brauchen vor allem mit der künstlichen Intelligenz weil das ist das was uns menschlich macht.
00:06:33: Das wird die künstliche Intelligenzen nie ersetzen können.
00:06:37: und auch weil es mir so wichtig ist auch in Richtung der Mütter die zuhören.
00:06:41: ich finde auch diese Fürsorglichkeit braucht eine Unternehmen viel, viel mehr.
00:06:45: da gab's übrigens in Coronazeiten auch eine tolle Studie Ich liebe ja Studien uns wegbringt von diesen emotionalen Einzelperspektiven und hin zu einer objektiven Datendiskussion, würde ich mal sagen.
00:06:59: Ja in der Unterzeit waren die Frauen die besseren oder die effizientere Entführungskräfte weil sie sich mehr um das Wohlergehen von ihren Teams gekümmert haben.
00:07:07: Also auch für so diese hybride Arbeitswelt oder digitale Arbeitswelt wo wir dann mehr remote arbeiten bringen Sie dann die entscheidenden Leadershipkompetenzen ganz klar mit?
00:07:17: Klar!
00:07:18: Und mehr darauf zu fokussieren, mehr auf das was einerseits vernöten ist und was andererseits ihnen auch ein bisschen mit in die Wiegel gelegt ist.
00:07:26: Oder wie erklärst du dir das?
00:07:27: Dass die Frauen das jetzt besser pauschal quasi Frauen das besser mitbringen?
00:07:33: Ja natürlich auch weil wir so aufgewachsen sind.
00:07:35: aber vielleicht noch mal einen Gedanken hier an dieser Stelle Wir tendieren natürlich dazu uns den Systemen anzupassen oder den Gruppen wo wir sind und da gibt es ja auch im Buch ganz viele Themen dass wir, wenn die einzige Frau in einem Team sind und es gibt verschiedene Aspekte.
00:07:52: Ich war mal die einzige Österreicherin in Deutschland.
00:07:54: Also diese Einzige zu sein hat eine spezielle Situation und dadurch tendieren wir natürlich dazu uns anzupassen vielleicht auch zu verbischen und manchmal ist er einfacher mit dem Strom zu schwimmen.
00:08:08: Menschen noch gar nicht übeln.
00:08:09: aber es ist total wichtig und da möchte ich auch die Frauen ermutigen Wir brauchen Menschen, die gegen den Strom schwimmen.
00:08:17: Die auch Haltung zeigen vor allem in der aktuellen Welt und da als Vorbilder vorangehen.
00:08:24: Und ich denke mir an, da kann jede Frau im Einzelnen jeden Tag aufs Neue einen Unterschied machen!
00:08:31: Besonders hartnäckig hält sich ja auch das Vorurteil von Frauenmüsten, was die Härte der Führung anbelangt gleichziehen.
00:08:38: Das ist genau das, was wir jetzt in dieser sehr differenziert herausfordernden geopolitischen Situation nicht brauchen eine pauschal harte Führungen.
00:08:47: Wieso hält sich solch ein Vorurteil?
00:08:50: oder siehst du hier schon ein gewisses Umdenken bei jüngeren Frauen?
00:08:53: Es gibt Studien, die belegen... dass wir ganz oft Lautstärke in den Unternehmen mit Kompetenz gleichsetzen oder Selbstbewusstsein.
00:09:01: Und wenn wir ehrlich sind, hat das eine nicht mit dem anderen zu tun!
00:09:04: Ich finde ja auch ein Hoch auf alle introvertierten Führungskräfte und Menschen weil die haben tolle Fähigkeiten, weil sie so gut beobachten oder Beobachterinnen sind.
00:09:15: Das ist nochmal an dieser Stelle aus meiner Sicht.
00:09:18: Wir brauchen nicht Menschen wie lauter sind, wir brauchen Menschen die klarer sind.
00:09:22: Wir brauchen menschliche Kompetenzen.
00:09:25: Es ist ja auch gut, dass wir verschiedene Seiten haben und dass wir alle unterschiedlich sind.
00:09:29: Wie gut es ist, dass vielleicht Kinder ein Vater oder Mutter haben, die so unterschiedlich waren?
00:09:33: Wir sprechen da von Monokulturen – wenn halt alle Menschen gleich sind!
00:09:37: Und dann werden nur eine bestimmte Art von Entscheidungen getroffen.
00:09:41: Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist, es gibt eine uruhralke Studie der UNO belegt, dass Friedensverhandlungen mit Frauen an den Tischen nachhaltig friedvoller wären.
00:09:55: Was machen wir aktuell wieder?
00:09:56: Sitzen nur Männer an den Tischen.
00:09:58: Und ich denke, man gibt es ja nicht!
00:09:59: Wir würden sie ja wissen...
00:10:01: Ja, der Trend geht da zurück.
00:10:03: Da mähern sich Bilddokumentationen wo wir dann plötzlich wieder nur sechs Männer da sitzen sehen oder vielleicht einen bunten Farbplex dazwischen gestreut.
00:10:11: aber das sind dann manchmal auch Randfiguren und nicht zentrale Figuren.
00:10:15: Das sehe ich ähnlich und auch solche Zahlen wie es bei der Zahl der weiblichen Vorstände ist gibt es ja nach wie vor eine Frau im Vergleich zu neuen Kollegen.
00:10:23: Wie beurteilst du solch ein Verhältnis?
00:10:26: Ich seh das natürlich sehr sehr kritisch und nachdem ich ja viele in Unternehmen arbeite Würde ich Ihnen auch immer dringend empfehlen, wir brauchen zumindest dreißig Prozent Frauen im Team für die Veränderung.
00:10:37: Ich sehe das insofern kritisch weil ich ihnen auch sage ihr braucht mehr Frauen an der Spitze damit ihr auch attraktiv seid für mehr Frauen in Führung.
00:10:46: und ja das ist eine Form der Gerechtigkeit oder der Gleichberechtigung.
00:10:51: da kann man natürlich viel zu tun wenn wir denken wo wir herkommen.
00:10:53: also wir kommen in einer Zeit Ich war da schon auf die Wälder, durften Frauen ohne das Einverständnis, dass man jetzt kein Bankkonto öffnen.
00:10:59: Also können wir eh schon sagen, wir sind ein Stückchen des Weges gegangen?
00:11:05: Was ich aber aktuell gut finde, vielleicht zwei Gedanken dazu... Wenn Unternehmen aktuell ein Foto vor allem in den sozialen Medien posten wo das Top-Management abgebildet ist und es sind nur Männer.
00:11:17: Würde ich mich aktuell nicht mehr trauen, weil da kann schon zur Sache gehen und das finde ich mitunter auch gut.
00:11:23: Das würde ich aus PR Gründen immer sehr zurückhaltend sein?
00:11:26: Du meinst, dass dann Gegenwind kommt, also dass man somit zur Sache geht.
00:11:30: Aber Politiker trauen sich das ja!
00:11:32: Da haben wir die CDU gehabt, die das damit ihrer Führungsriege ganz unbedarft gemacht hat.
00:11:38: Hat keiner darüber nachgedacht.
00:11:40: Da hat glaube ich die Frau das Foto gemacht...
00:11:43: wie man in der heutigen Zeit dann nicht mehr den Fokus drauf haben kann.
00:11:47: Und es ist mir unverständlich und ich frage mich auch, wer die berät?
00:11:51: Aber
00:11:51: vielleicht hat das sogar System weil man ja jetzt merkt in manchen politischen Kreisen gibt es ja in Deutschland auch so Retro-Tendenzen und bei jüngeren Männern zum Beispiel gibt es diese Entwicklung zurück zum alten Modell Die Frauen versorgen zu Hause und vielleicht ist es sogar gar nicht mal so unbeabsichtigt gewesen, sondern zu signalisieren.
00:12:12: Hier die CDU hat das auch drauf wieder zurück zu den alten Werten.
00:12:16: Ja, das wäre natürlich eine spannende Diskussion.
00:12:19: in meiner Welt sind sie einfach schlecht beraten.
00:12:22: also ich ich echt Also auch in allen Diskussionen, die ich führe und vielleicht auch diesen Gedanken weil Ich bin ja auch eine unverbesserliche Optimistin würde ich mich nennen oder Versuche auch immer dass Gute zu sehen und auch die Lösungen zu sehen.
00:12:36: Ich habe in rundem den Weltfrauentag halt ich immer ganz, ganz viele Vorträge in den Unternehmen.
00:12:41: Und dieses Jahr waren so, so viele Männer im Verhältnis zu den Vorjahren in meinen Vorträgen.
00:12:49: Und ich rede dann immer auch mit ihnen – und ich würde mal sagen, graßig höre dich wachsen!
00:12:54: Weil in den Diskussionen….
00:12:56: und es mag jetzt noch eine kleine, das mag auch meine Blase sein und es macht vielleicht doch eine kleine Gruppe sein?
00:13:02: Aber ich kenne immer mehr und mehr Männer, die sagen und auch jetzt aufstehen und sagen hey so wollen wir das nicht.
00:13:08: So wollen wir ja auch nicht leben – und so sind wir auch nicht!
00:13:11: Ich glaube es sehen tun sie sehr oft ähnlich.
00:13:15: aber der nächste Schritt wäre sich dann wirklich auch öffentlich zu zeigen und für das Thema einzustehen und da würde ich mir auch von den Männern mehr Mut wünschen.
00:13:22: immer wieder
00:13:23: Ich kann das auch bestätigen.
00:13:24: Also du hast ja nun auch drei Kinder, also ich hab drei Töchter und da aber auch im Bekanntenkreis oder durch die Tätigkeit als Dozentin habe ich natürlich Kontakt mit jungen Menschen und natürlich auch mit jenen Männern und ich erlebe dort auch ganz klar eine ganz andere Offenheit.
00:13:38: Das sind vielleicht dann auch unterschiedliche Bubbles wenn man so will.
00:13:41: einerseits sehr große Erwärmnis andererseits aber eben auch diese Retro-Tendenz, dass kann man nicht alles über einen Karten scheren und auch nicht diffamieren.
00:13:55: Ich finde es immer sehr wichtig, um sich gegenseitig besser verstehen zu können.
00:13:58: Wir haben ja auch männliche Führungskräfte, die dann weibliche Mitarbeiter haben und auch umgekehrt das Ganze, dass wir uns da besser in die anderen Perspektiven hineinversetzen können.
00:14:08: Du hast jetzt gerade schon davon gesprochen, dass eben bei Friedensverhandlungen so wertvoll ist wenn Frauen dabei sind, wenn wir das noch mal auf den Business-Kontext beziehen.
00:14:16: Was passiert denn eigentlich, wenn eine Frau in einer Führungsrolle anders führt?
00:14:21: Was passiert mit dem Thema Vertrauen statt Kontrolle, mit Sinn statt Status und Empathie statt Ego.
00:14:29: Wie reagiert dann das Umfeld darauf?
00:14:32: Es gibt auch sehr viele Männer, die empathisch für tolle Führungskräfte sind.
00:14:37: Davon brauchen wir dringend mehr übrigens.
00:14:39: Ja, wir sehen natürlich auch dass die Leistungen steigt.
00:14:44: natürlich Weil wenn die Menschen das Gefühl haben, da ist jemand der geht mit mir gut um.
00:14:50: Der hat Verständnis für meine Lebenslage und ich gebe dir vielleicht auch ein Beispiel weil ich das selbst total spannend finde.
00:14:56: Ich habe vor Kurzem in einer Frau gesprochen, die war Führungskraft Und die führt ein großes Team und bei der kommen alle Frauen in Vollzeit oder Vollzeit nahe zurück aus seiner Elternzeit oder seinen Akkurrenz.
00:15:08: Und ich hab sie danach gefragt wie sie das macht?
00:15:10: Das sind in deutschsprachigen Ländern natürlich noch relativ unüblich dass man viele Frauen, ja aber das alle kurz in Elternzeit gehen, Karenz gehen und dann relativ mit relativ vielen Stunden wieder zurückkommen.
00:15:20: Und sie hat meine Frage anfangs nicht verstanden weil es für Sie so normal und so selbstverständlich war.
00:15:27: Ich gebe Ihnen die volle Wertschätzung.
00:15:28: ich zeige Ihnen auch auf welche Möglichkeiten es gibt.
00:15:31: ich bin Selbstmutter wie ich das mache.
00:15:33: Ich bin vielleicht auch in gewisser Maßen ein Vorbild.
00:15:36: Bei mir im Team ist das überhaupt kein Thema, Sie können sich entscheiden wie sie wollen und machen was sie wollen aber bei meinem Team kommen alle gerne zurück und arbeiten gerne.
00:15:45: Ja, das ist natürlich toll wenn man das sagen kann!
00:15:48: Wo du gerade Wertschätzung saß, ich habe heute morgen noch einen interessanten LinkedIn-Post gelesen.
00:15:52: Da ging es nämlich auch um Wertschätzungen und da ging es aber eben darum dass vielleicht die betroffenen Personen Wertschättung ganz anders definieren als vielleicht die Führungsperson das tut und da ist es glaube ich sehr wichtig sich hinein zu versetzen.
00:16:05: was ist denn jetzt aus dieser Perspektive, Wertschätzung.
00:16:08: Also was braucht diese Person auch?
00:16:11: Es braucht vielleicht gar nicht so etwas wie zum Beispiel.
00:16:13: kam dann das Beispiel du bekommst ja die Sitzungsleitung.
00:16:16: Das war gar nicht unbedingt bedeutsam für die Personen sondern vielleicht zu wissen Wie ist mein Lebenskontext Was brauche ich denn damit Ich hier gut mit guten gefühlt zur Arbeit kommen kann?
00:16:26: und was bedeutet wertschätzungen Für dich?
00:16:28: Und dass hat mich noch mal ein bisschen dran erinnert wie dieses buch Die fünf sprachen der liebe sich zu fragen was brauchten meinen adressat?
00:16:34: Ja genau und da gibt es vielleicht auch unterschiedliche Sprachen der Wertschätzung sozusagen.
00:16:38: Und vielleicht kann die Frau als Führungsperson, mit der du da gesprochen hast das intuitiv so gut leisten dass es dann auch möglich wird für ihre Mitarbeitenden ja vollumfänglich zu hundert Prozent zurückzukommen wenn diese Voraussetzungen stürmen.
00:16:53: an der Stelle?
00:16:54: Ja ich habe auch mal mit einer Führer und mit einer Frau gesprochen, die zu mir gesagt hat weil zum Thema Wertschättung und das finde ich total spannend Ihr Chef spricht auch nie aus, also nicht in Worten dass ihr einen tollen Job macht oder das sie gut ist.
00:17:09: Aber sie spürt es in jedem Gespräch, dass er sich schätzt.
00:17:14: und da sind die vermeintliche Kleinigkeiten, wo auch Führungskräfte nochmal überlegen sollten und das meine ich mit Haltung manche Führungskräfte gehen durchs Büro und die Menschen fühlen sich kontrolliert.
00:17:25: Manche Menschen gehen durch das Büro Und sie fühlten sich wertgeschätzt Und vom Verhalten her mag da gar nicht so viel Unterschied sein.
00:17:33: Aber wir spüren den Unterschied und das meine ich auch mit Haltung, die Menschen spülen viel mehr als was wir oft glauben und wir haben doch alle genug von Menschen, die vorne stehen und uns irgendwas erzählen um.
00:17:44: mit jeder Faser unseres Körpers spüllen wir dass die Menschen das gar nicht zu meinen was sie sagen.
00:17:49: und deswegen ist mir diese Haltung und diese Wirksamkeit so wichtig weil die Menschen es spünen.
00:17:55: Ja, das ist wahr.
00:17:57: Ist das aufrecht?
00:17:59: Steckte
00:17:59: auch wirklich was dahinter oder ist es nur so?
00:18:01: ich habe irgendwo gelesen in irgendeinem Seminar mitbekommen Ich sollte meine Nase mal zeigen und dann wirkt dass aber eben tatsächlich aufgesetzt genau und kontrollierend wie so ein Fremdkörper.
00:18:11: also ja Das ist ein Lernprozess Und diesen Lern Prozess bist du ja selbst auch gegangen und Du nimmst da so dieses schöne Bild der fleißigen Ameise und das ist ja auch ein Schlüssebild in deinem Buch.
00:18:22: Auch du bist ja nicht immer schon da gewesen wo du heute.
00:18:25: Wie bist du denn auf dieses Bild gekommen und wie hat sich das dann zu diesen Zeiten in deinem Alltag gezeigt?
00:18:32: Ich war früher definitiv eine sehr, sehr fleißige Armeise.
00:18:35: Wobei es hatte auch was Gutes.
00:18:38: weil nochmal ich wäre wahrscheinlich heute beruflich nicht dort wenn ich nicht fleißig wäre.
00:18:42: aber warum mich das Bild sehr spannend finde und mich auch definitiv da wiederfinde Weil dieses Laufen dieses Tun dieses Machen immer das Gefühl haben die Erwartungen der anderen erfüllen zu müssen bis zur Selbstaufgabe, bis zu Erschöpfung finde ich etwas sehr weibliches.
00:19:01: und ich bin auch so aufgewachsen mit diesem Bild.
00:19:04: Also eben auch dieses Bild der Mutter die immer alles für ihre Familie tut und sich selbst dafür aufopfert.
00:19:09: Warum soll ich mich aufopfern?
00:19:10: Also nochmal, da ist ja auch nicht attraktiv wenn ich meine eigenen Bedürfnisse hinten anstelle und mich aufopfere quasi für meine Familie dann geht es mir schlecht und allen anderen geht's gut.
00:19:20: also dieses Bild dann bin ich auch kein Vorbild für eine Familie.
00:19:23: Vielleicht auch das noch einmal in dieser Stelle.
00:19:24: Ich kann ja nur Vorbild sein, wenn ich ein Leben führe, wo ich mir denke, aha!
00:19:29: Das könnte ich mir vorstellen, dass meine Kinder das auch mal führen?
00:19:33: Ich glaube der Glaubenssatz, der jetzt vor allem mich als Mutter und als Frau sehr geprägt hat war mein Partner und ich sind für den Haushalt und die Kinderbetreuung fünfzig-fünfzig zuständig.
00:19:45: Und dann nochmal auch die Erkenntnis und das ist vielleicht auch nochmal sehr wichtig für mich.
00:19:48: Ich finde meine Werte zu wissen was mir selbst wichtig ist ist nicht immer der leichteste Weg.
00:19:57: Weil es heißt ja automatisch auch, ich muss mich zeigen oder möchte mit meinen Werten zeigen.
00:20:03: Das heißt aber dann auch, es folgt unweigerlich dass wenn Menschen vielleicht anders sehen und andere Meinungen sind das ich was sagen muss.
00:20:12: Dass er sich über verstecken kann.
00:20:14: Ich liebe diese Metapher auch Sitz am Lenkrad deines Lebens und nicht an Beifahrer Sitzung, nicht im Kofferraum.
00:20:20: Lenkrand-Sitzen heißt Ich lenke, ich steuere.
00:20:23: Ich bin mir bewusst, woher nicht will.
00:20:25: Es sind vielleicht nicht immer die bequemsten Wege aber es ist mein Leben und es ist meinen Weg.
00:20:30: Wie ist es denn dann zu diesen Umdenken gekommen?
00:20:33: Weil so lange du da die willfähige Ameise warst hast Du ja dich anders verhalten.
00:20:38: Bei mir war es definitiv auch durch persönliche Krisen weil mein drittes Kind war sehr viel krank Und das hat mich wirklich an den Rand gebracht, wo ich einfach nicht mehr konnte.
00:20:49: Da musste ich zum Beispiel lernen, meine eigenen Batterien aufzuladen oder gut auf mich zu schauen.
00:20:54: Ich habe auch in Corona-Zeiten sehr viel gelernt, weil das für mich eine der anstrengendsten Phasen in meinem Leben war.
00:20:59: Was war so anstrendend für dich vor allem?
00:21:01: Im
00:21:02: Schulzeichen war einer meiner erfolgreichsten Jahre also beruflich.
00:21:06: Dann kam eben der März, und wir hatten drei Schulkinder zu Hause in allen unterschiedlichen Schultypen.
00:21:12: Also mit Regelungen in jedem Schultyp eine andere Regelung.
00:21:16: Gleichzeitig war mein Mann ... Chef von der Kriseneinheit bei ihm im Unternehmen und mein Business hat nicht mehr existiert, weil alles abgesagt war.
00:21:26: Und ein spannender was dann passiert ist, dass meine Umfeld oder fast mein gesamtes Umfeld meinte da zu mir, na es macht ja nichts wenn du kein Geld mehr verdienst, weil du hast ja eher einen Ehemann!
00:21:37: Das hat mich so wütend gemacht und das war damals auch das Startpunkt Vom Female Workup-Coll übrigens nochmal in Corona-Zeiten dann noch mal reinzugehen mit meiner ganzen Energie und mit meinem Know-how.
00:21:48: Und die Frauen dazu unterstützen, in diesen schwierigen Zeiten
00:21:51: das nicht zuzulassen, dass wir da so zurück an den Wochenhärt...
00:21:55: Also es war schrecklich!
00:21:56: Ich wollte ja nie mehr wieder hin und auf einmal war ich wieder dort wo ich nie hinden wollte.
00:22:00: Ich habe mich damals gefühlt als Dienstmädchen der Nation.
00:22:03: Ja, das war das Gefühle
00:22:05: zu vorstellen.
00:22:08: Als du dich Entschieden hast du das jetzt anders zu machen, gab es da auch etwas was du dann dafür aufgeben musstest?
00:22:15: Aufgeben ja ab und an dass ich E-Mails lesen liegen lasse.
00:22:19: Und ab und a nicht mehr so effizient bin.
00:22:21: aber ich habe auch gelernt und ich finde auch das total eine schöne für mich und auch vielleicht für Menschen die jetzt zuhören, die gerne gut im Job sind oder perfektionistisch oder gute Arbeit leisten wollen.
00:22:33: ihr findet dort eine hundertzwanzig achtzig fünfzig null Regel.
00:22:38: Weil das Wichtige, was ich auch gelernt habe ist ja es gibt Momente im Leben da möchte ich hundertzwanzig Prozent geben oder vielleicht auch noch mehr.
00:22:44: Ja Höchstleistung ist angefragt!
00:22:46: Auch aus Spitzensport lernen wir können nicht olympische Goldmiteile gewinnen.
00:22:50: wenn wir sagen ach ich gebe dann mal fünfzig Prozent und es wird schon gut werden glaube ich nicht.
00:22:55: also an manchen Situationen hundertzwanzig ab und an reichen achtzig Ab und An reichen auch fünftig Haushalt.
00:23:03: und solche Themen habe ich auch viel gelernt meinen eigenen Ordnungssinn, da ein bisschen zu schrauben und dennoch.
00:23:09: Ich wohne auch dort.
00:23:10: also es hat dann ein gewisses Mindestmaß wo ich nicht mehr runtergeht und danach ab und an einfach alles liegen zu lassen.
00:23:15: und das sind dann die Nullprozenten.
00:23:17: Und die große Wahlfreiheit ist unterscheiden zu können wann mache ich was?
00:23:22: Nicht immer nur hundertzwanzig Prozent und ich finde das ist der große Unterschied für mich
00:23:26: Immer nur Hundertzwanzig Prozent wird sich ja oft selbst etwas vorgemacht nach dem Motto Es ist halt eine Phase Ja eine Phase stößt an die andere.
00:23:34: Da ist dann oft der Burnout zwangsläufig, weil das hält niemand aus!
00:23:38: Ja, das ist so und ich meine gerade diskutiere auch öfters gerne mit Freunden wenn man ein bisschen älter wird.
00:23:44: Das hat auch den Vorteil dass es das manches dann vielleicht manchmal gar nicht mehr so sehr geht und da kann man dann manches auch mit einem besseren Gewissen machen wo der Körper einem noch mehr zeigt, das oder das geht nicht.
00:23:55: Und dass es eigentlich auch für jüngere Frauen dann doch nochmal der Appell da mehr auf den eigenen Körper zu hören sich von... dem die Signale geben zu lassen und dann eben nicht erst dann, wenn die Erschöpfung schon längst da ist zu reagieren sondern eben früher.
00:24:10: Weil wir wissen auch die letzten zwanzig Prozent, die bringen es dann sowieso gar nicht mehr.
00:24:13: oder man muss einen Riesenaufwand dafür tätigen und dafür haben wir in unserer schnelllebigen Zeit womöglich noch mit mehreren Rollen gleichzeitig noch Kehrarbeit unter gleichen Sowieso gar keine Kapazität.
00:24:24: also können wir nicht in jedem Bereich diese hundert Prozent anpeilen.
00:24:28: rein logisch gesehen geht das ja nicht
00:24:30: Nein.
00:24:30: Und auch nochmal, ich finde jetzt gerade im Haushalt da auch wirklich... Da habe ich viel gelernt.
00:24:36: Ich würde sagen, ich war früher sehr ordnungsliebend und ich hab da viel gelernt weil ich dann bemerkt habe dass es oftmals meine Familie auch gar nicht stört
00:24:47: wenn sie
00:24:48: uns vielleicht unordnung ist und das es nur mich stört.
00:24:50: Ja, das sind die inneren Kritikerinnen, die dann da unterwegs sind.
00:24:54: Du hast auch so eine tolle Anekdote in deinem Buch mit dieser Terrassentür.
00:24:58: Magst du die mal erzählen?
00:24:59: Oh ja, die mag ich total gerne!
00:25:01: Aber vielleicht, ich erzähle es verkürzt weil der Geschichte da ist und so.
00:25:05: aber die verkürzte Geschichte nach diesem Etaffer finde ich so schön wenn in der Mitte des Raumes ein Stuhl stehen würde und meine Töchter und Ich würden an dem Stuhel vorbeigehen und uns anhauen Dann würden wir alle gemeinsam sagen, warum bin ich nur so blöd?
00:25:20: Warum bin ich so knapp an diesem Stuhl vorbeigegangen.
00:25:23: Und die Männer bei uns also meinen Mann und mein Sohn würden vorbei gehen und würden beide meinen Blöderstuhl.
00:25:30: wieso stehst du da?
00:25:32: Das ist eben auch in dieser Fenster-Türen, Terrassentüren Geschichte genauso enthalten.
00:25:39: Deswegen mag ich auch dieses Stuhlebeispiel finde ich das so schön weil sehr gut aufzeigt die Unterschiedlichkeiten.
00:25:44: vielleicht ist es doch nicht immer geschlechtsspezifisch Aber dass wir beide Seiten brauchen.
00:25:48: Ja, ich hab mit Zuhören schon gedacht, wenn du das jetzt ansprichst, mit dem nicht geschecht spezifisch... Wir haben natürlich da auch so diese nazistische Faltensweise die ja sehr gerne alles Tolle was passiert für sich selber reklamiert und alles Schlechte was passiert anderen in die Schuhe schiebt.
00:26:04: Und das können ja durchaus auch Frauen sein.
00:26:06: Das ist dann eben dieses der Stuhl steht auf jeden Fall da falsch.
00:26:10: Das würde man aus dieser Haltung heraus sagen Pippe-Plieser sind ja doch auch und es gibt auch genügend Männer sind, die dann sehr schnell die Schuld bei sich selber suchen.
00:26:20: Ich bin ja sowieso der Meinung wir sollten überhaupt nicht mehr über Schuld sondern nur noch über Verantwortung sprechen.
00:26:25: und dann fällt es auch sehr viel leichter aus einer nazistischen Grundhaltung heraus vielleicht doch ab und zu mal zu sagen ahja das hört sich ja attraktiv an ich kann hier Verantwortung übernehmen und dann vielleicht zu erkennen naja dieser Stuhl den brauchen wir sowieso nicht denn muss ja auch nicht in der Mitte des Raumes stehen.
00:26:40: dann sorg ich jetzt dafür ich bin der Macher dass der stuhl woanders hin kommt.
00:26:44: wie erklärst du dir?
00:26:45: dass viele hochleistende Frauen besonders streng mit sich selbst ins Gericht gehen.
00:26:49: Da kommen wir ja so ein bisschen in das ganze Thema Insecure, Overachiever.
00:26:53: sehr viel von sich zu verlangen gleichzeitig aber doch mit hohen Selbstzweifeln geplagt zu werden wie kommt das?
00:27:00: Ich glaube, dass wir gesellschaftlich schon sehr viel Druck auf die Frauen ausüben vor allem auch auf die jungen Frauen.
00:27:08: Und was ich ja aktuell sehr kritisch sehe, das diskutiere ich auch in den Unternehmenschaunen.
00:27:13: In den Unternehmen wird ganz oft gesagt bei uns wird noch Kompetenz befördert.
00:27:17: Bei uns kommen wir die kompetentesten nach oben und dann wundern wir uns dass wir Frauen glauben wir sind nicht Kompetent und wir zweifeln an uns.
00:27:24: also auch das ist ja mitunter absurd wenn ihr dein Leben lang erklärt es geht um Kompetence und dann schaue ich nach oben.
00:27:30: Wir Frauen sind einfach nie dabei.
00:27:33: Ja, also das ist ein Aspekt.
00:27:35: und dann natürlich belegen auch Studien dass Frauen signifikant weniger Selbstbewusstsein haben über uns im Alter zwischen fünfundzwanzig bis vierzig Jahren was ich auch sehr spannend finde.
00:27:45: Aber schau!
00:27:45: Ich würde mich wenn ich heute eine junge Frau bin und du hörst hierzu, ich würde mich damit einfach nicht zufrieden geben.
00:27:51: Und ich habe da auch ein paar Beispiele in Buch und es ist auch noch mal was ich selbst gelernt habe.
00:28:00: sehr, sehr kritisch mit mir selbst.
00:28:02: Sehr viele Selbstzweifel und ein ganz einfaches Tool ist sprich mit dir so... wie du mit einer guten Freundin sprechen würdest.
00:28:10: Und das ist ein ganz einfacher Tipp, wenn du selbst wieder zu dir sagst, ach Marien, du bist eine blöde Kuh!
00:28:15: Wie konntest du nur?
00:28:16: Ach Du wirst es nie lernen.
00:28:18: So reden wir nur mit uns selbst.
00:28:19: Wir würden so nie mit den guten Freunden reden und auch nicht mit dem Partner oder der Partnerin.
00:28:24: Nach dem Motto für sagen der inneren Kritikerin sei doch mal meine innere Freundin.
00:28:28: Wähl doch mal andere wertschätzende liebevolle Worte.
00:28:31: Gleichzeitig hat man manchmal auch das Gefühl, dass manche Frauen sich auch ganz gerne vielleicht als Opfer sehen.
00:28:37: Also sich da so selber lieber hinterfragen, als vielleicht das System zu hinterfragen.
00:28:42: Was haben Sie denn persönlich davon?
00:28:44: und inwiefern kann man sagen, dass auch das System natürlich davon profitiert?
00:28:48: Es ist mitunter leichter mit dem Strom zu schwimmen!
00:28:51: Ich würde alle auf allen Frauen immer wieder raten, das System kritisch zu hinter fragen.
00:28:56: Ich habe so auch eine Freude damit, hat mir irgendwann die künstliche Intelligenz geholfen.
00:29:01: Ausdrücke, die nur für Frauen verwendet werden und nicht für Männer.
00:29:05: Und einer der Ausdrucke ist wirklich Powerfrau.
00:29:08: Auch Powerfraue sind Ausdruck in Wirklichkeit absurd!
00:29:12: Weil es gibt natürlich keinen Powermann, weil Männer sind ja per se gräftig.
00:29:17: aber das Schürt oder das unterstützt die Geschichte dass Powerfrauen ja schwach sind.
00:29:23: Und das ist was Besonderes, dass du bei einer Powerfrau bist und Powermann machte überhaupt keinen Sinn.
00:29:29: Umgekehrt gibt es auch den Familienvater – und es gibt aber keine Familienmutter!
00:29:35: Da gibt's natürlich ganz viele Rollenbilder die das System unterstützen oder auch wir selbst uns manchmal dabei ertappten können.
00:29:44: Ich habe mich letztens dabei erteilt ein Kind von mir als Drama Queen zu bezeichnen Und das meine ich auch.
00:29:50: Ich bin auch am Weg und ich lerne auch dazu jeden Tag aufs Neue, ich bin auch nicht unheilbar – ich mache auch Fehler!
00:29:58: Aber wie ich das Wort ausgesprochen habe wurde mir sofort bewusst.
00:30:01: Das war das letzte Mal dass ich dieses Wort verwendet hab.
00:30:04: Weil der Dramaking gibt es natürlich nicht
00:30:07: Ja, ja.
00:30:08: Nee das ist wahr!
00:30:09: Ich glaube auch dass die Sensibilisierung da immer noch weiter fortschreiten darf wobei man muss natürlich auch ein bisschen aufpassen, dass man nicht in diese Känzelkalsche kommt.
00:30:17: dann kann man irgendwann gar nichts mehr sagen.
00:30:19: also das grenzt dann auch.
00:30:22: Auch da vielleicht wieder nicht zu streng sein aber eben das als Hinweis zu nehmen achja das passt nicht mehr zu mir.
00:30:27: das hätte ich vielleicht vor zehn Jahren noch so sagen können ohne mich selbst zu ertappen.
00:30:32: und jetzt ist es etwas wo ich mir vornehme, das möchte ich nicht mehr machen.
00:30:36: Das ändere ich für mich.
00:30:37: Muss ich ja deshalb nicht anderen vorschreiben?
00:30:39: Aber ist ein interessanter Hinweis.
00:30:40: also finde Finde ich sehr, sehr wertvoll.
00:30:43: Ich mein das ist sowieso so.
00:30:45: bei dir hat es natürlich auch sehr viel Glaubwürdigkeit weil du an diesen Orten gewesen bist über die du jetzt schreibst und wo du jetzt sagst du möchtest anderen jüngeren Frauen aber generell Frauen einen Wegruf damit geben.
00:30:56: Du hast in deinem Buch eine Szene die mich ehrlich gesagt wirklich ein bisschen empört hat.
00:31:02: Du berichtest dort von einem Vortrag den du gerade vor vierzig Männern und zehn Frauen gehalten hast Und nachher sagt dann der Haareleiter zu dir Die wichtigen Gespräche finden auf der Männertoilette statt.
00:31:16: Ich will
00:31:17: das mal kurz bewusst ein Moment stehen lassen und es wirken lassen, also die wichtigen Gespräche finden auch der Männer Toilettestadt.
00:31:25: du sagst jetzt er hat das mit einem Augenzwinkern gesagt?
00:31:27: Wie hast du das dann empfunden in diesem Moment?
00:31:30: Es war total spannend weil ich wäre natürlich am Anfang sehr überrascht.
00:31:35: Und meine nächste Frage war natürlich welche Gespräche?
00:31:39: Was wird dort gesprochen, was wird dort gesagt?
00:31:42: Und das wollte mir anfangs nicht erzählen.
00:31:46: Und später hatte er dann eben auch gemeint, dass ein Mann dort gesagt hat ich würde meiner Frau ja nie erlauben mehr wie zwanzig Stunden zu arbeiten und es hat mich so schockiert und auch in meinem tiefsten Inneren zu getroffen nochmal als Entführungskräfte.
00:32:05: also von denen würde ich wirklich eine andere Haltung erwarten.
00:32:10: Und ich glaube, es war das Jahr zwanzig-vierundzwanzig wo das war.
00:32:13: Dass wir im Jahre zwanzi-vierenzwanzich noch immer Führungskräfte haben.
00:32:17: Die so denken... Das hat mich damals so schockiert!
00:32:23: Was fand er denn daran jetzt so wichtig?
00:32:25: Ich frage mich gerade, er hat ja gesagt die wichtigen Gespräche werden auf der Männer.
00:32:29: Was ist denn daran Jetzt Wichtig?
00:32:30: Nein,
00:32:31: klar.
00:32:31: Abend
00:32:31: oder so?
00:32:32: Nein.
00:32:32: Ich glaube wirklich mit einem Augenzwinkern gemeint und auch nochmal dass Männer dann in der Toilette darüber diskutieren, auch nicht offen und das fand er selbst ja auch total spannend.
00:32:45: Also es war schon eine Portion Sarkasmus dabei auch.
00:32:50: aber du merkst wie mein Vortrag und ich habe nachher auch den das Feedback bekommen.
00:32:56: mit so einer klaren Haltung wird das selten ausgesprochen.
00:32:59: weil natürlich jetzt in dem Unternehmen waren die Menschen der Meinung sie machen ja eh alles richtig.
00:33:04: Und zum Beispiel, eine Frau war vor mir auf der Bühne.
00:33:07: Eine junge Frau und die hat sich bei der Führung bedankt... ...dass sie jetzt das junge Frau mit thirty-two Jahren befördert wurde.
00:33:15: Weil das ist ja auch nicht selbstverständlich, weil sie ist ihr im gefährlichen Alter!
00:33:20: Und ich saß da drinnen und hab mir gedacht okay gut.
00:33:24: Also hm, das war echt spannend.
00:33:26: also Ja.
00:33:28: Das hat Sie auch ohne jegliche Relativierung oder so gemacht?
00:33:32: Da war kein Augenswinkern am Start Dann ist noch ganz straight formuliert.
00:33:37: Und es hat sie auch wirklich so gemeint?
00:33:40: Ja, ich finde immer sehr interessant was Menschen sagen und auch mit welcher Absicht sie das sagen.
00:33:44: also ich frage mich dass man hätte da jetzt denken können Sie meinte es jetzt ein bisschen ironisch und auch bei diesen Haareleiter, was ist so die Absicht?
00:33:54: Dass er dir das so ins Gesicht sagt.
00:33:57: Geht es ihm vor allem auch um deine Reaktion?
00:33:59: Will er damit zeigen, er hat die Macht oder war's auch ein Hilferuf weil er damit vielleicht selber gar nicht ganz zufrieden ist dass es so ist... Was stand denn so dahinter?
00:34:08: Ich glaube bei ganz vielen Menschen ist es ein blinder Fleck und sie sind sich gar nicht so bewusst Und deswegen nehme ich ja auch viele Menschen gar nicht übel Weil ich habe den Eindruck, der wird ganz oft wiederholt zu alte Geschichten.
00:34:21: Die wir gewohnt sind und die wir halt einfach so nachplappern ohne darüber großartig nachzudenken.
00:34:27: Und auch das ja wenn weil es so in unser Ja vielleicht auch mit unter drinnen ist dass Frauen sind halt normal im gefährlichen Alter und Ich diskutiere sehr ganz oft in Unternehmen und sagt was ihr in einem Unternehmen mit den Frauen macht Nennt es bitte das, was es ist?
00:34:46: Das ist Diskriminierung.
00:34:47: Weil einfach das Thema Kinder und Schwangerschaft wie ein Damokless-Schwert über den Karrieren oder dem beruflichen Erfolg von den Frauen hängt und dass sie viel zu viele Jahre ... Und das wird aber so als normal angenommen.
00:34:59: Naja, ob ich die jetzt befördern soll weiß ich nicht weil sie könnte ja demnächst ausfallen.
00:35:04: Hey!
00:35:04: Das ist Diskriminierung.
00:35:06: Zwanzig Prozent der Frauen bekommen nie Kinder und der Zeitraum ist auch viel zu lang.
00:35:10: Wir diskutieren das bei einer fünfundzwanzigjährigen Frau, bei einer dreißigjährige, fünfunddreißig sind vierzigjährigen und dann hört es vielleicht irgendwann mal auf.
00:35:17: Und da ist einfach viel zu viel zu lange.
00:35:19: und vielleicht noch eine lustige Anekdote Wenn wir endlich, wie in den skandinavischen Ländern also in den deutschsprachigen ein ähnliches Elternzeit- oder Karenzmodell hätten.
00:35:30: Also dass die Männer ein halbes Jahr sich um die Kinder kümmern und die Frauen ein halmes Jahr dann wären wir Frauen nicht mehr das Störfaktor weil... Und ich finde es sehr entspannenden Gedanken Weil als Mann kann ich auch mich sechzig Jahren noch Vater werden und dann in Elternzeit gehen Als Frau nicht mehr.
00:35:52: Wenn wir das eine systematische Benachteiligung,
00:35:54: dann würden wir ganz ein anderes Thema diskutieren.
00:35:58: Weil als Frau kann ich mich mit sechzig Jahren nicht mehr Mutter werden und ausfallen aber es waren schon noch.
00:36:03: Und dann wäre ein ganz anderes Thema dass wir diskutieren würden und das würde ich super spannend finden.
00:36:09: Das stimmt, das finde ich auch sehr spannend.
00:36:11: Ich habe beim Zuhören allerdings gedacht es geht natürlich nicht nur um die Zeiten nach der Geburt und die Elternzeit sondern es geht auch um die Schwangerschaft die dann da beeinträchtigend natürlich ein Stück weit ist.
00:36:20: aber gleichzeitig wollte hab ich gleich in meinem Kopf so ein Gegenargument gehabt, weil natürlich ... Kehrarbeit nicht nur Kinder bekommen bedeutet.
00:36:29: Sondern wir haben da jetzt diese Boomer-Generationen, die da jetzt alt hat und vielleicht dann doch die einen oder anderen Menschen auch das Bedürfnis haben, ihre Eltern noch selber zu begleiten.
00:36:39: Und das kann man wie Frau betreffen.
00:36:42: Also im Prinzip dieses Damokless-Schwert betrifft ja dann auch diese Konkurrenz zwischen Erwerbsarbeit und Kehrarbeit.
00:36:49: Und zu sagen, dass steht ja generell immer im Raum, dass sich Menschen dafür entscheiden, Raum zu schaffen auch für die Kehrarbeit.
00:36:57: Oder weil es eben auch eine Zwangsläufigkeit, eine Notwendigkeit ist und das je mehr ist dann... gesellschaftlich opportun ist, zu sagen das machen Männer wie Frauen.
00:37:06: Das ist nicht nur den Frauen überlassen die Kehrarbeit.
00:37:10: Desso mehr wird es dann auch eine Selbstverständlichkeit und dann gibt es doch nicht mehr diesen strukturellen Nachteil.
00:37:15: Natürlich wird es noch diese Schwangerschaft als solches dann geben.
00:37:18: aber da stehen all diese anderen Ereignisse im Leben von Menschen dem gegenüber und dann ist das im Grunde genommen so viel mehr was da auch gleich verteilt ist.
00:37:26: Aber das braucht wahrscheinlich seine Zeit Ja und gleichzeitig auch das Selbstverständnis der Menschen selber, die sich da auch ein bisschen rauswachsen darf bei den Frauen.
00:37:34: Bei den Männern wie man sich selber so sieht was auch der eigene Anteil der Rolle in einer Gesellschaft ist welchen Anspruch man daran hat.
00:37:42: also dass es wieder letztlich auch eine Haltungsfrage
00:37:45: wobei was mir vielleicht in dem Zusammenhang ganz wichtig ist auch da ab und an die Ebenen zu unterscheiden und ja natürlich auf gesellschaftlicher Ebene viel zu tun.
00:37:52: aber wir alle sind natürlich auch Teil der Gesellschaft.
00:37:54: deswegen ist ja auch entspannender Gedanke auch aber natürlich in den Unternehmen.
00:38:00: Ich habe z.B.
00:38:00: vor zwei Tagen einen Vortrag gehalten, Betreuungspflichten, Störfaktor oder Bereicherung für das Team?
00:38:08: Oder eine große Stärke der Zukunft.
00:38:10: irgendwie so haben wir es genannt und aus einem unternehmerischen Kontext finde ich das auch nochmal sehr spannend was auch aus Unternehmens alles zu tun ist und nochmal ganz viel zu tun.
00:38:20: und wie vermischten die Ebenen immer.
00:38:21: und die dritte Ebene ist aber die Individumebene.
00:38:25: mir das Aufteile zu Hause, wie ich es mit meinem Partner oder meiner Partnerin regle.
00:38:31: Das wird uns auch in Zukunft niemand abnehmen.
00:38:33: Das können wir selbst entscheiden natürlich auch und das sehe ich ja auch.
00:38:36: Und es ist ein unding diese schlechte Kinderbetreuung in den deutschsprachigen Ländern.
00:38:43: Also es ist ja und auch dieses Rollenbild was dazukommen.
00:38:47: Ja welche Mutter du bist aber ebenes betrifft dir auch wieder nur die Mütter und das ist ja auch noch mein spannender Aspekt weniger die Väter.
00:38:52: also es gibt ja auch dieses Studie dass Kinder leiden wenn die Mutter berufstätig ist, aber sie leiden natürlich nicht.
00:38:57: Wenn der Vater berufsstättig ist.
00:38:59: also auch noch mal spannend?
00:39:00: Ja vielleicht
00:39:01: weil da gibt es auch nicht genügend Fälle um das zu betrachten und ich meine natürlich umgekehrt gibt's dann schon die Männer, die dann auch die Sprüche kassieren, wenn sie dann... Also nicht in den skandinavischen Ländern, wenn man damals so in Stockholm, Kopenhagen oder sonstigen Städten unterwegs ist, da sieht man unheimlich viele Männer tagsüber mit dem Kinderwagen rumlaufen, dass eine Selbstverständlichkeit Aber hier bekommen dann sicherlich immer noch.
00:39:22: Ich wohne ja auch in einem kleinen in einer kleineren Stadt, ne?
00:39:26: Für die Schweiz ist die Stadt zwar schon die zehn größte.
00:39:29: Aber mit vierzigtausend Einwohnerinnen ist es immer noch sehr klein und da wird dann schon merkwürdig reagiert.
00:39:34: also das kassieren dann Männer auch solche Blicke wenn man der einzige unter Frauen ist sozusagen.
00:39:40: aber ich würde gerne nochmal auf ein anderes Thema kommen nämlich diese Situation Die Rolle der einzigen die einzige Frau am Tisch Mit acht Männern oder so zu sein.
00:39:49: was bedeutet diese Rolle?
00:39:51: wie fühlt sich das an?
00:39:54: Was darf man eigentlich auch nicht tun, wenn man nicht unter die Räder geraten möchte in so einer Situation?
00:39:59: Das meiner Sicht kann das nur über die Führungskraft funktionieren.
00:40:03: Ich würde nicht der Frau die ganze Verantwortung geben, dass sie kann das nicht.
00:40:06: Es ist das System, das ist Verantwortung der Führungskraft oder sollte ein Bewusstsein dafür haben.
00:40:13: und wenn ich jetzt die einzige Frau bin und es beobachte dann würde ich zur Führungenskraft gehen Bewusstsein dafür schaffen und versuchen das jetzt auch nochmal.
00:40:20: Das muss von der Führungskraft kommen, es sind dennoch oft hierarchische Systeme.
00:40:24: Wenn ich ein Mann bin und das beobachte würde ich's auch über die Führungskraft machen Und ich würde natürlich immer schauen wer in dem Team ist vielleicht Mein Mitspieler oder meine Mitspielerin Wer kann mir da helfen?
00:40:36: Oder wer kann mich da unterstützen?
00:40:37: Oder wie können wir uns da gegenseitig unterstützen Um da einen guten Weg zu finden?
00:40:43: Das sind sehr wertvolle Hinweise für Vorgehensweisen und eben auch wirklich der Führungskraft, vielleicht mal diese Perspektive zu öffnen.
00:40:50: Und was man auf so und so nehme ich das wahr?
00:40:54: Für mich hat es die und die Konsequenz.
00:40:56: Ich merke einfach für mich dabei jetzt nicht wohl oder ich kann nicht alles zeigen, was ich zeigen müsste.
00:41:01: und wäre es möglich, dass du mich hier einmal unterstützt und dafür sorgst, dass wir gleiche Voraussetzungen haben.
00:41:08: Das kann ja auch für eine introvertierte Mitarbeiter- oder Mitarbeiterin gelten vielleicht unterextravertierten.
00:41:14: Ein bisschen einsam da steht und vielleicht auch mal zu sagen, ich merke einfach, ich brauche vielleicht ein bisschen länger, ich denke über die Dinge etwas nach können wir vielleicht mal andere Meeting-Formate finden.
00:41:23: das würde nicht immer gleich ins offene Brainstorming gehen sondern erst einmal in so eine ruhige Reflektion und dann kann ich meine Punkte sammeln.
00:41:31: also da gibt es ja auch Möglichkeiten die ganze Meetingstruktur und Durchführung anders zu gestalten um das dann zu bewerkstelligen ohne dass jetzt gleich offensichtlich gesagt und jetzt bekommst du mal das Mikrofon als Frau.
00:41:44: Das will man ja vielleicht dann auch gar nicht erzwingen, dass man offensichtlich so eine extra Wurst quasi spielt.
00:41:50: also wie ich das dann lebe, das kann man ja auch unterschiedlich machen.
00:41:54: als Führungskraft die jetzt zum Beispiel diese eine Exoten oder den einen Exoten da besser integrieren möchte?
00:42:01: Ja und ich glaube der braucht immer das Führungskraft ganz viel Bewusstsein für die auch unterschlichen positiven und hinterlichen Muster von den Menschen im Team.
00:42:09: Und ich kenne ja auch viele Führungskräfte, die dann nach wichtigen Terminen zu der introvertierten Person gehen.
00:42:16: Weil sie wissen das sind tolle Beobachterinnen und Sie fragen wie sie das Mitting wahrgenommen hat?
00:42:22: Ja!
00:42:23: Weil diese zwischenmenschlichen Themen viel besser mitbekommen als Beobachterinnen.
00:42:30: Und da muss man immer schauen welche Kompetenzen haben die Menschen.
00:42:33: aber nochmal das klassische Beispiel ist ja dass Frauen viel öfter unterbrochen werden als Männer.
00:42:39: Und nochmal, das ist auch relativ leicht beobachtbar.
00:42:42: Also da sollte jede Person da einen Fokus drauf haben und es ist also Aufgabe der Führungskraft.
00:42:48: oder auch nochmal, die sind natürlich der nächste Klassiker.
00:42:52: Es kommt doch öfter vor, es hat mir erst vor Kurzem eine Geschäftsführerin erzählt.
00:42:56: Das ist ihr tägliches Brot, dass sie einen Vorschlag macht?
00:43:01: Und fünf Minuten später wiederholt sein Kollege und dann findet er halt alle auf einmal gut.
00:43:06: Der Klassiker, ja!
00:43:07: Ja der Klassika hat noch mal.
00:43:08: manche Menschen würden jetzt sagen ach das passiert doch nicht mehr.
00:43:11: und Marianne du übertreibst wirklich ein Geschäft von einem großen Unternehmen einen Duo aus einem Mann und einer Frau die für ein gemeinsames Unternehmen Die machen sich inzwischen auch einen Spaß drauf.
00:43:23: und immer wenn sie einen Vorschlag macht und der Mann merkt also ihr Partner die zwei können gut miteinander merkt, da ist nicht so gut angekommen.
00:43:30: Dann greift er es noch mal auf und macht das gleiche, sagt das Gleiche nochmal – und auf einmal
00:43:35: funktioniert's.".
00:43:36: Ist denn das sowohl Frauen als auch Männer da entsprechend?
00:43:40: Auf was die Männer sagen mehr reagieren positiv als auf das, was Frauen sagen oder sind das vor allem die Männer?
00:43:48: Also, nein, schau, wir sind natürlich alle so aufgewachsen, dass wir, wenn man jetzt so die klassische Führungskraft hat ja dann kannst du nochmal ab und an bei dir selbst... spüren oder reflektieren.
00:43:59: Wie ist das, wenn eine Frau was sagt?
00:44:01: Wie ist es, wenn ein Mann was
00:44:02: sagt?".
00:44:03: Das ist schon immer wieder sehr spannend.
00:44:04: da kann nur jede Person sich ab und an selbst bei der Nase nehmen wie sehr fair und beurteilen wir Frauen?
00:44:11: nach welchen Gesichtspunkten verurteilt ihr Frauen?
00:44:15: Wie beurteilten wir Männer?
00:44:18: also nochmal dass da gibt's natürlich auch ganz viele Studien des Belegen und der Klassiker ist natürlich und nun mal ich nehme mich doch gar nicht aus aber ich habe inzwischen das Bewusstsein Es geht eine Frau auf die Bühne und wir schauen zuerst, was hat sie an?
00:44:31: Wie sieht sie aus?
00:44:32: Ist die glaubwürdig.
00:44:33: Und jetzt könnte ich fragen beim Mann ist das viel weniger spannend weil die haben immer klassisch nicht den Anzug an oder ein weißes Hemd ist ja auch langweilig.
00:44:41: Auch
00:44:41: bei den Versuchern ist es bei denen Leuten die auf dem Bühnen stehen auch nicht ganz soviel los oder schmuck oder weiss ich nicht.
00:44:46: Aber
00:44:47: da gibt's ihm auch Studien die belegen dass die Kompetenz der Frau hängt von ihrem Aussehen ab.
00:44:52: Und auch das zu unterbrechen.
00:44:53: Ich glaube, da braucht es immer wieder und ich habe ja auch im Buch einen Test.
00:44:56: Kann ich nur allen empfehlen die eigene unbewussten Voreingenommenheiten mal wirklich selbst zu testen?
00:45:01: Da gibt's ein QR-Code und ich nehme mich da wirklich auch hier an dieser Stelle.
00:45:06: mir hat deine Freundin vor vielen Jahren empfohlen und sag hat sie mir gemeint stelle dir ein Glas Wein daneben du wirst es brauchen wenn du deine Ergebnisse siehst.
00:45:14: Ich dachte damals auch sicher nicht.
00:45:19: Ich hatte dann auch einiges zum nachdenken.
00:45:21: Ja, wir unterliegen da allen solchen Vorurteilen.
00:45:24: Weil sie auch Abkürzungen sind und wir nicht immer wieder neu in den jeweiligen Situationen alles beurteilt müssen sondern dann einfach mal so unseren Stereotypen folgen.
00:45:33: Und ich wollte das einfach auch nochmal herausstreichen dass wir da eben auch als Frauen untereinander genauso um funktionieren.
00:45:39: und die Frage ist ja auch spannend was passiert wenn ich jetzt nicht die einzige Frau am Tisch bin Sondern da ist vielleicht noch eine zweite oder dritte.
00:45:45: Du sprach es ja vorhin schon von Allianzen.
00:45:47: Wie gut spielen denn Frauen dieses net?
00:45:50: Working untereinander, auch dieses Sichbälle zu spielen.
00:45:53: Sich gegenseitig dazunterschützen?
00:45:55: was sind denn da noch so für Empfehlungen die du da unseren Zuhörenden mitgeben kannst?
00:46:00: Ich habe da eine ganz klare Haltung dazu und das ist mir an dieser Stelle auch wichtig.
00:46:05: ich unterstütze alle Frauen!
00:46:07: Ich rede gut und positiv über andere Frauen.
00:46:10: Du wirst mich nie schlecht über andere Frau reden hören.
00:46:14: ich tu es nicht.
00:46:15: Wenn jemand anfängt und schlecht über Frauen erzählt, werde ich sofort reingehen und sagen, was sie gut kann.
00:46:20: Was ich auch nicht mehr nehmen kann, ob das schlecht ist.
00:46:23: Und das ist für mich eine Frage der Haltung.
00:46:25: Und wenn dann jetzt Gegenwind kommt und man mit noch mehr Argumenten kommt und sagt aber hast du nicht gesehen?
00:46:30: Das kann sie doch auch nicht!
00:46:31: Dann legst du nochmal selber ne Schippe drauf oder spielst du das dann auch an, was da gerade passiert?
00:46:38: Ja also ich finde schon wir können inhaltlich manchmal kritisch sein gegenüber anderen Menschen ja natürlich Aber das geht ja um ein Inhalt.
00:46:45: Da geht es ja weniger am Vorurteil, sondern inhaltlich.
00:46:49: Da bin ich natürlich auch aufgrund meiner Coaching-Ausbildung die hohe Kunst wenn wir Menschen sehr kritisch betrachten oder wenn wir nicht mögen.
00:47:00: Die hohe Kunst ist zu erkennen.
00:47:02: warum stört mich das so?
00:47:04: Und das Zweite ist was finde ich denn was die Person richtig gut kann?
00:47:09: Das finde ich mal sehr schwierig Weil wir natürlich so in unseren negativen Gedanken sind, also kann sich alle die hier zuhören mal überlegen.
00:47:16: Wen können wir nicht ausstehen?
00:47:18: Wen finden wir ganz schrecklich?
00:47:20: und dann dir selbst die Frage zur Stelle wieso stört mich das so?
00:47:23: Also was triggert mich da?
00:47:25: Und die zweite Frage der Selbstreflexion ist dann, was macht denn diese Person richtig gut?
00:47:30: Die gibt's auch!
00:47:31: Eine Person hat ja nicht nur schlechte Eigenschaften sondern eine Person hatte auch viele gute Eigenschafte.
00:47:36: und vielleicht noch an dieser Stelle weil es mir wirklich wichtig ist Wenn eine Frau, Männer eh auch.
00:47:41: Aber bei Frauen ist man natürlich noch immer besonders anlegen ins Top-Management kommt oder befördert wird oder neu ins Unternehmen kommt dann habe ich den Eindruck da geht eine Welle der Empörung und auch eine Wellen der Negativität durch das Unternehmen und es werden laufend nur Geschichten erzählt die negativ für diese neue Führungskraft sind.
00:48:03: Stoppt es.
00:48:04: Hört damit auf und da kann jeder von uns wirklich einen Beitrag leisten.
00:48:07: bei mir auch, wenn ich das schon höre... Da kommt eine neue Frau ist doch super!
00:48:11: Und dann hast du gehört, mir hat jemand erzählt, die hat das gemacht.
00:48:15: Stimmt das?
00:48:16: Ich mache mich dann lustig und sage, hey sie ist noch nicht mal da.
00:48:20: Können wir damit aufhören geben wie ihr durch eine reelle Chance... Das passiert ja eh mit Männern auch.
00:48:26: Wir haben hier der Person doch eine relle Chance und vor allem auch vor dem Hintergrund dass wir selbst nie in dieser Position waren.
00:48:34: Ich war nicht Vorständin und deshalb finde ich es sehr, sehr kritisch wenn ich mir anmaße die in ihrer Position zu fair und zu beurteilen.
00:48:44: Ja, vor allem wir tun das ja dann oft auch weil wir uns vielleicht selber auch damit was ein Signal geben wollen.
00:48:49: Genau!
00:48:49: Natürlich natürlich!
00:48:51: Wenn wir uns selbst bei der Nase nehmen so wie es nötig haben andere Menschen zuviel und beurteilen ob's vielleicht etwas damit zu tun hat dass wir ihn selbst dann besser fühlen?
00:49:00: Absolut ich denke auch und dass wir vielleicht dann anfangen eine andere Form von Selbstführung zu praktizieren.
00:49:05: Das ist ja auch einen Satz den du dort sagst und dann fand ich total klasse wenn wir über Führungen sprechen wo wir gleichziehen wollen Wie sieht sie mit der Selbstführerung aus?
00:49:13: müssen wir da nicht erst mal beim Thema Selbstführung auch gleichziehen oder dem auch noch einen größeren Stellenwert einräumen.
00:49:26: Sollte zuerst beginnen mit sich selbst, dein eigenen Rucksack ein bisschen aufzuräumen.
00:49:31: Welche förderliche Muster habe ich?
00:49:33: Welche hinterlichen Muster hab' ich?
00:49:34: Das ist mein Wertesystem – was ist mir wichtig!
00:49:36: Und eben da in die Selbstführung zu gehen so nach dem Motto Ich muss mich zuerst selbst führen können bevor ich andere Menschen führen kann und ich kann nur dann authentisch oder wirksam oder auch souverän führen wenn ich mich selbst gut kenne vielleicht auch meine eigenen blinden Flecken, vielleicht auch was ich selbst nicht so gut kann auch ab und an über mich selbst zu lachen.
00:49:57: Also ich finde dieses Thema Selbstführung ja bei mir beginnt damit sehr, sehr viel aber natürlich auch wieder geschlecht unabhängig.
00:50:03: Wenn
00:50:03: du jetzt in fünf Jahren zurückblicken wirst, woran wirst du dann erkennen dass dein Wegruf auch etwas bewegen konnte?
00:50:11: Ich hoffe das wir mehr Bewusstsein haben Über die vielen Kompetenzen die Frauen haben Jetzt schon haben Und es wird dich vielmehr sehen und schätzen.
00:50:20: Ich mag diese Metapher vom Zug so gerne.
00:50:24: Auch der Weg ist das Ziel, wir sitzen alle gemeinsam im Zug.
00:50:27: ihr könnt's gerne jederzeit einsteigen.
00:50:29: es ist ein toller Zug auf dem wir hier fahren in Richtung Gleichberechtigung weibliche Führung und auch wenn wir ab und zu stehen bleiben oder einen Umweg fahren oder uns auch jemals eine Stopptafel vor das Gesicht hält Wir werden in jedem Fall weiterfahren.
00:50:45: Vielleicht wissen wir auf den Weg noch nicht ganz genau aber wir wissen wir sind am richtigen Weg.
00:50:49: Wir können ja auch auf Sicht fahren.
00:50:50: Wir müssen jetzt noch nicht das Ende kennen und da kommt eine Kurve, dann muss ich erst mal sehen wie geht es denn danach weiter?
00:50:56: Geht's jetzt bergauf oder bergab weiter?
00:50:58: Muss ich das Tempo rausnehmen?
00:50:59: Muss sich ein bisschen zulegen?
00:51:01: Welchen Gang muss ich reinschalten?
00:51:02: Das kann ja alles erst passieren wenn ich um die Kurve gekommen bin Und das nimmt auch wieder diesen Druck dass wir uns jetzt noch alles gar nicht abschätzen müssen Wenn ich heute
00:51:12: Zurückblicke auf die letzten fünf Jahre.
00:51:14: Wenn du mir vor fünf oder sechs Jahren gesagt hättest, wo ich heute stehe... Ich hätte das nicht für möglich gehalten!
00:51:20: Und ich finde ja durchaus schön und für mich ist es auch ein bisschen ein weiblicher Weg auch meiner Intuition zu folgen.
00:51:27: Und ich weiß,
00:51:28: ich bin am richtigen Weg.
00:51:30: Ich weiß noch nicht, wo er mich
00:51:31: hinführen wird.
00:51:33: Auch das weiß ich
00:51:33: nicht.
00:51:34: Aber mein aktueller Weg fühlt sich toll an und es ist ein Weg den ich gerne gehe.
00:51:40: Schön
00:51:41: Und wenn du jetzt an den Weg gehst, die du dazuhörst, dann mag ich meinen Weg nicht.
00:51:45: Dann ändere ihn, geh in einen anderen, aber es ist dein Weg.
00:51:49: und auch heute weiß ich wo mein Weg mich in fünf Jahren hinführen wird?
00:51:52: Nein!
00:51:54: Ich bin gespannt.
00:51:55: und nun mal ich finde auch diese Intuition ist ja auch etwas sehr weibliches und wie älter ich werde
00:52:00: übrigens das mehr vertraue, ich auch meine Intuition was ich auch
00:52:03: sehr spannend finde.
00:52:05: Und ja, who knows?
00:52:07: Ja absolut und das heißt ja auch nicht dass wir nicht das analytische und logische Denken
00:52:11: dann
00:52:11: gleich ganz ausschalten nur weil wir sagen wir aktivieren das intuitive mehr.
00:52:16: Marin ich danke dir ganz herzlich für diesen Wegruf den du uns hier in meinen Podcast reingegeben hast freue mich sehr dass ihr dieses schöne Gespräch miteinander führen konnten und wünsche dir weiterhin für deinen Schaffen und Wirken aber auch für dein persönliches Leben alles Gute!
00:52:29: Danke.
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