#94 - Introvertiert: So wirst du mit ruhiger Souveränität sichtbar - mit Christin Berges
Shownotes
Muss man laut sein, um im Beruf gesehen zu werden? Und wie können introvertierte Menschen sichtbar und wirksam werden, ohne sich zu verstellen?
Darüber spreche ich in dieser Folge mit Christin Berges. Sie ist Coach, Speakerin und Expertin für Introversion. In ihrem Buch „Ruhig sichtbar werden – Wie Introvertierte im Job souverän auftreten“ zeigt sie, wie leise Menschen ihre Stärken gezielt einsetzen und auf eine Weise sichtbar werden können, die zu ihnen passt.
Wir sprechen darüber, was Introversion eigentlich bedeutet und warum sie nicht mit Schüchternheit oder Unsicherheit gleichzusetzen ist. Christin erklärt, weshalb introvertierte Menschen häufig mehr Denk- und Reflexionszeit benötigen, wie sie ihre Energie regulieren und warum ihnen spontane Diskussionen oder klassische Networking-Veranstaltungen oft mehr Kraft abverlangen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Berufsalltag:
- Wie können sich Introvertierte in Meetings früher und gezielter einbringen?
- Welche Sichtbarkeitskanäle passen zur eigenen Persönlichkeit?
- Wie können gute Ideen auch nach einem Meeting noch Gehör finden?
- Und welche Verantwortung tragen Führungskräfte und Organisationen dafür, dass nicht immer nur die lautesten Stimmen wahrgenommen werden?
Wir sprechen außerdem über die Verbindung zwischen Introversion und People Pleasing. Denn eine hohe soziale Achtsamkeit, Empathie und Rücksichtnahme sind wertvolle Stärken. Sie können jedoch dazu führen, dass Menschen anderen immer wieder den Vortritt lassen und ihre eigenen Anliegen zurückstellen.
In dieser Folge erfährst du:
- wie Introvertierte ihre mentalen Akkus aufladen,
- warum leise Menschen häufig besonders gründlich und reflektiert arbeiten,
- wie Sichtbarkeit auch ohne Lautstärke gelingen kann,
- welche konkreten Strategien in Meetings und beim Netzwerken helfen,
- und weshalb Persönlichkeitsvielfalt für Führung, Zusammenarbeit und Innovation wichtig ist.
Eine Folge für alle, die ihre leisen Stärken nicht länger als Defizit betrachten möchten – und für Führungskräfte, die auch die stilleren Potenziale in ihren Teams erkennen und fördern wollen.
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Feedback, Anregungen und Themenwünsche nehme ich gerne per E-Mail entgegen: info@verena-stahl.ch
Transkript anzeigen
00:00:06: Leadership, Karriere und Selbstentwicklung.
00:00:09: Und das ganz ohne Peep-a-pleasing?
00:00:12: Geht nicht!
00:00:13: Doch selbstverständlich hol dir spannende Einblicke und interessante Denkanstöße bei PeepApleasing.de dem Podcast für Leadership & Karrieren mit Sanftut und Stärke.
00:00:26: Ich bin Verena.
00:00:27: Komm legen wir los.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen bei Peoplepleasing.de!
00:00:35: Mein Name ist Dr.
00:00:36: Verena Stahl, ich bin Host dieses Podcasts – und ich freue mich heute, Kristin Berges zu Gast zu haben.
00:00:44: Kristin ist Coach, Speakerin und Expertin für Introversion.
00:00:48: Im März, es ist ihr Buch ruhig sichtbar werden wie introvertierte im Job souverän auftreten erschienen.
00:00:57: Worum es heute geht?
00:00:58: Was ist Introversion eigentlich, warum fällt es leisen Menschen oft schwer sichtbar zu werden?
00:01:05: und wie geht das anders ohne sich zu verstellen.
00:01:09: Lass uns direkt mal einsteigen!
00:01:15: Vielen Dank.
00:01:15: Ich freue mich sehr, dass Sie hier sein darf, Rene!
00:01:17: Es geht ja heute in unserem Gespräch um dein Buch aber es geht vor allem um das Thema Introversion.
00:01:23: Da ist so ein ganz wichtiger Zusammenhang zum Thema Introversion Das ganze Thema Energie und Energiehaushalt.
00:01:31: Deshalb meine erste Frage an dich Ob du jetzt irgendwas heute Morgen ganz konkret getan hast Um deine Energie für unser Gespräch gut zusammenzuhalten.
00:01:41: Tatsächlich hatte ich heute die Zeit und die Möglichkeit dazu.
00:01:44: Ich habe einen Spaziergang draußen gemacht, das Wetter in Berlin heute war und ist herrlich!
00:01:49: Also ich habe mich da so ein bisschen sammeln können heute.
00:01:52: Dann hatte ich eine ganz wunderbare Möglichkeit, mich vorzubereiten.
00:01:55: Das ist für mich als introvertierte auch einmal sehr wertvoll.
00:01:58: Bin die Fragen nochmal durchgegangen?
00:02:00: Und ja, gerade kurz bevor wir gesprochen haben noch ne kleine Atemübung gemacht um einfach so n bisschen... ruhig zu werden auch und Rundsage zukommen.
00:02:08: Das ist ja auch mal ein bisschen aufregend, ne?
00:02:09: So ein Padcast Interview.
00:02:10: Ein
00:02:11: bisschen schon die Betriebstemperatur geht immer hoch und gleichzeitig genau möchte man doch ganz vieles auch an den Mann- und an die Frau bringen.
00:02:19: aber du bist ganz tiefen entspannt nach dieser Atemübung.
00:02:23: Gibt es denn auch irgendwas von dem du dann sagst?
00:02:25: das lasse ich jetzt mal ganz konkret sein.
00:02:28: wenn ich weiß Ich brauche mein Energie Ja,
00:02:30: also definitiv.
00:02:31: Wenn ich die Möglichkeit dazu habe, dann schaue ich natürlich, dass ich vor wichtigen Terminen, vor wichtigem Gespräch und Coachings mir so ein Blocker in dem Terminkalender setze.
00:02:41: Also keine Calls, keine Meetings... Dass ich wirklich schaoe, dass sich da bei mir bleiben kann und mich eher so ein bisschen zurückziehen und auch vorbereiten kann.
00:02:50: dann auf das was
00:02:50: kommt.
00:02:51: Mit diesem Thema Energie sind wir jetzt ja schon im Kern der Unterscheidung zwischen Extraversion oder du sprichst ja etwas mehr vom landsläufigeren Begriff der Extroversion und der Introversion.
00:03:03: Natürlich ist das glaube ich ein Begriff, den vielen Menschen soweit relativ bekannt ist.
00:03:07: Ich bin eher introvertiert, ich bin eher extravertiert sagen wir dann.
00:03:11: und dennoch macht es glaube ich Sinn wenn wir das jetzt zum zentralen Thema nehmen dass wir das nochmal sauber definieren.
00:03:17: zu beginnen magst du das mal machen für uns?
00:03:20: auch verraten, wieso das denn jetzt etwas mit dem Energiehaushalt zu tun hat.
00:03:25: Wenn wir ein Intro- und Extroversion oder auch Extraversion denken dann sprechen wir erst mal über einen Persönlichkeitsmerkmal und häufig denken wir da so ein bisschen in schwarz oder weiß also laut oder leise aber tatsächlich greift es viel weiter.
00:03:39: zum ein ist es etwas was sich gegenübersteht auf einer Skala zwischen zwei Polen.
00:03:44: das heißt es gibt viele Grautfühne dazwischen.
00:03:47: wir können eher introvertiert sein sehr introvertiert, eher extrovertiert und dadurch entsteht auch manchmal so ein Gefühl von in manchen Situationen fühle ich mich er Intro.
00:03:56: In anderen er Extro um das schon mal so ein bisschen erklären vorweg zu schieben.
00:04:01: Und ja du hast es schon angesprochen Energie ist ein ganz wichtiger Faktor.
00:04:05: Introvertierte laden nämlich ihre mentalen Akkus auf indem sie sich eher von sozialer Interaktion zurückziehen also vielleicht eher mit einem Buch abends auf die Couch als nach einem Arbeitsreichen sich noch abends mit Freundinnen zum Abendessen zu treffen, was extrovertierte Erbe vorzugen würden.
00:04:26: Das ist ein wesentlicher Unterschied allein auf den Energiehaushalt zu schauen wäre aber auch etwas zu kurz.
00:04:32: Es gibt noch andere wesentliche Faktoren und da geht es beispielsweise darum, wie wir denken.
00:04:38: Also an wie wir eine Problemlösung rangehen oder auch einen Brainstorming.
00:04:42: Und da würde ne introvertierte Person erst mal die Stillarbeit bevorzugen weil Introvertierte erstmal Denk-und Reflektionsraum brauchen Zeit für sich.
00:04:51: Extravertierten gelingt das eher in der Kommunikation.
00:04:55: also extrovertierte gelten eher als Sprechdenkerinnen, also die fangen gleich an zu sprechen und kommen dann nach und nach zum Punkt wohingegen introvertierte erst nachdenken.
00:05:05: Und wenn dann die Idee wirklich sprechreif ist, dann erst damit nach außen treten.
00:05:10: Und das ist sehr, sehr interessant und das unterscheidet dann auch so ein bisschen die Art wie an Meetings teilgenommen wird oder auch teilgenommen werden kann.
00:05:18: Darüber werden wir später noch sprechen denn uns geht es ja vor allem auch oder dir geht's auch in dein Buch ganz speziell um den Blick aus der Perspektive.
00:05:25: Wir sind als introvertierte Person im Job und möchten dort sichtbar sein und möchten uns beteiligen, uns einbringen und auch anseiten der Organisationen möchten wir das auch ermöglichen.
00:05:36: Wie wäre das denn dann konkret?
00:05:37: In einem Meeting zum Beispiel dieses unterschiedliche Verhalten.
00:05:42: Wenn ich als introvertierte Person in ein Meeting gehe, indem es darum geht eine Idee zu Brainstorm wirklicherweise auch zu einem Thema mit dem ich vor noch nichts zu tun hatte dann ist das für mich erstmal sehr herausfordernd weil in Meetings ja in der Regeldenk- und Reflexionszeit nicht gegeben ist sondern wir treffen uns, wir tauschen uns gleich aus Wir gehen also gleich in den Austausch ins Sprechen.
00:06:07: Das kommt wiederum extrovertierten sehr gelegen.
00:06:10: Sie fangen dann sehr früh an zu sprechen, nutzen das Sprechen um Ideen zu entwickeln und für introvertierte natürlich auch herausfordernd weil sie ihre Aufmerksamkeit ein bisschen teilen müssen einmal nach innen und nachzudenken aber auch im außen zu bleiben und zu schauen wie entwickelt sich denn die Diskussion weiter?
00:06:28: wo macht es vielleicht Sinn für mich auch mein Punkt zu machen?
00:06:31: häufig endet's natürlich auch so'n bisschen in Frustration weil gerade bei neuen Themen kommt dann vielleicht die gute Idee erst nach dem Meeting.
00:06:38: Jetzt bist du ja selbst nicht von ungefähr zu diesem Thema gekommen.
00:06:42: Du hast das auch schon so ein bisschen geöffnet, du selbst bist auch introvertiert.
00:06:45: Inwiefern ist dir das denn schon länger bewusst gewesen?
00:06:49: Kannst du das sagen, wann dir das zum ersten Mal richtig klar war?
00:06:51: Ich bin anders als andere aber auch gleich wie viele anderen, ne?
00:06:55: Du saß ja auch in dem Buch... ...dreißig bis fünfzig Prozent der Menschen sind letztlich introvertierte.
00:07:00: ich bin auch durchaus immer von der Hälfte der Menschen ausgegangen.
00:07:03: Ja, ich bin ebenso eher leise!
00:07:06: Ich muss mich nicht so nach außen darstellen, seit wann ist dir das so bewusst?
00:07:09: Kannst du das rückblickend
00:07:11: sagen?".
00:07:11: Tatsächlich ist mir das schon sehr zu Anfang meiner beruflichen Laufbahn bewusst geworden bzw.
00:07:16: es war immer etwas was so unbewusst mitgeschwungen mehr in dem Gefühl, ich bin zu leise.
00:07:22: Ich müsste eigentlich lauter sein.
00:07:24: Ich musste durchsetzungsstärker sein.
00:07:27: Selbstbewusster auftreten und mich in den Vordergrund drängen.
00:07:30: Das war immer so ein Gefühl, was da war.
00:07:34: Ein Stück weit auch so einen Defizitdenken über mich selbst, das sich daraus entwickelt hat.
00:07:39: So richtig bewusst ... Also dass ich wirklich den Grund dafür hatte, mir das selber besser erklären konnte, ist mir erst klar geworden als ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigte Also erst während meiner Selbstständigkeit in meiner zweiten Karriere, als ich gemerkt habe okay das ist auch ein Thema bei anderen.
00:07:56: Was ist das denn eigentlich überhaupt?
00:07:58: als du dann dich entschieden hast, in die Unternehmenskommunikation zu gehen.
00:08:02: Wo du ja auch acht Jahre lang glaube ich gearbeitet hast?
00:08:04: Da war dir das so noch gar nicht bewusst.
00:08:06: Da hast du dich einfach für Kommunikation interessiert.
00:08:08: War das für dich folgerichtig, dass zu machen und da hat sich aber trotzdem irgendwie gezeigt im Verlauf des dort tätigseins, dass es irgendwann zu so einem Punkt kam wo das nicht mehr so richtig für dich passte.
00:08:20: Magst du uns dahin in diese Zeit nochmal mitnehmen?
00:08:23: Ja na also ich glaub da muss man zwei Ebenen so ein bisschen unterscheiden.
00:08:26: zum einen bin die Kommunikation gegangen, weil ich immer gut schreiben konnte.
00:08:30: Ich konnte mich immer gut ausdrücken.
00:08:31: da war das irgendwie naheliegend für mich so in diese Richtung zu gehen habe dann auch erste Praktiker während des Studiums gemacht und hab gemerkt es liegt mir ganz gut.
00:08:39: schwierig wurde es dann immer wenn es dann so in Situationen ging wo ich das Gefühl hatte ich musste lauter werden da war's dann herausfordernd.
00:08:47: grundsätzlich war aber eher die Herausforderung zu sagen ich mache was anderes dass immer so ein gefühl da war von Ich möchte eigentlich was anderes machen.
00:08:56: Also die Richtung stimmt schon, aber es ist noch nicht ganz genau.
00:08:59: Es waren so ein bisschen zwei unterschiedliche Ebenen.
00:09:01: Das eine dieses ich muss lauter sein, das mich mehr im alltag im beruflichen Alltag häufig herausgefordert hat und dann aber eher diese übergreifende Ebene von Was möchte ich denn eigentlich beruflich machen?
00:09:12: irgendwie?
00:09:12: Passt das grad schon ganz gut, aber es dürfte irgendwie noch was anderes sein.
00:09:18: Und dann hast du dich für ein Sabatical entschieden?
00:09:20: Das war durchaus auch aus diesem Wunsch heraus, dass du so zur Besinnung kommen kannst und das rausfinden kannst.
00:09:26: oder war das einfach mal abenteuerlos?
00:09:29: Was war die Motivation dabei?
00:09:31: Also tatsächlich liebe ich das Reisen, ich liebe's unterwegs zu sein am Fremde-Länder zu erkunden.
00:09:38: Es kam eher aus einer Abenteuerlust heraus dann während dieser Zeit mich tatsächlich auch mit mir selber beschäftigt habe, das kam erst über die Wochen.
00:09:48: Das war nichts was ich vor mir tatsächlich vorgenommen hätte.
00:09:51: also das war ganz spannend!
00:09:52: Du warst ja in Asien und das ist finde ich auch so eine eher ruhige Kultur ne?
00:09:57: Keine sehr aufdringliche keine laute Kultur wo man doch sehr zurückhaltend so ist und rücksichtsvoll.
00:10:03: sicherlich etwas was dir dann auch gelegen hat.
00:10:06: Und dann gab es ja in Thailand glaube ich einen Schlüsseerlebnis von dem du auch in deinem Buch berichtest.
00:10:12: Magst du uns da mal mitnehmen zu dieser Begegnung, als dadurch einiges für dich sich so geöffnet hat?
00:10:18: Wir sind auf eine Insel gereist nach Kodjam und dort habe ich Mali kennengelernt.
00:10:23: Eine Teiländerin, die mir dann ihre Geschichte erzählt hat.
00:10:26: Und diese Geschichte hat mich unheimlich berührt und viel in mir bewegt wie du gesagt hast.
00:10:31: Die hatte nämlich einen Stück Land auf dieser Insel und hat sich zum Ziel gesetzt, ein Restaurant zu eröffnen mit einem Gästehütten.
00:10:39: Eigentlich haben alle inklusive ihr Mann versucht, ihr das auszureden.
00:10:43: Es klappt sowieso nicht!
00:10:45: Du hast keinen Strandzugang, macht das nicht?
00:10:47: Mali hat es trotzdem durchgezogen und der Erfolg hat ihr recht gegeben.
00:10:51: Ihre Hütten waren auf Monate hin ausgebucht.
00:10:54: Ihr Restaurant abends immer voll.
00:10:56: Das hat mich unheimlich inspiriert.
00:10:58: Weil sie natürlich einmal als eher zurückhaltende Person ... Auch das habe ich später verstanden, dass sie eine introvertierte Person war.
00:11:04: Zum anderen hat es mich auch dazu inspiriert, mich ein bisschen davon zu lösen Erwartungen von außen erfüllen zu müssen.
00:11:11: Und stattdessen auf eigene Träume auch zu setzen, mit Räumen zu erlauben und nicht auch zu trauen für sie loszugehen.
00:11:18: Sehr schön!
00:11:19: Da haben wir ja auch eine Gemeinsamkeit zu meinem Podcast mit dem People-Pleasing wo es sehr stark um diese Erwartungserwartung geht.
00:11:26: Wo wir ganz oft denken andere hätten diese Erwartung.
00:11:29: tatsächlich muss das gar nicht so sein.
00:11:31: Umso fataler wenn man sich nach diesen Skripten richtet.
00:11:37: Da hast du dann gelernt, das könnte ich ja eigentlich auch tun.
00:11:40: Ich könnte mal nach innen horchen und herausfinden was würde mich denn richtig so in die Kraft und in die Freude bringen?
00:11:47: Dann kam dir so die Belegung dass du andere Menschen begleiten möchtest aber immer noch nicht so sehr mit dem Thema Introversion.
00:11:57: mit mir selbst zu beschäftigen, mit meinen Stärken.
00:11:59: Mit dem was wer Freude macht.
00:12:00: und dann war klar Kommunikation ist schon Kern aber ich möchte näher Menschen sein mit dem was ich tue wie du schon gesagt hast Menschen begleiten.
00:12:08: Und ja mit der Idee bin ich erstmal nach Hause erst mal zurück in den alten Job und habe dann parallel meine Selbstständigkeit aufgebaut Dann erst einmal eine Coaching Ausbildung gemacht Bin gestartet mit Coaching berufliche Neuorientierung weiter Damals der Fokus.
00:12:21: Dann hast du aber irgendwann Introversion zu deinem Thema gemacht und es dann vor allem auch verknüpft mit dem Thema Sichtbarkeit.
00:12:28: Inwiefern ist das denn tatsächlich so, dass du merkst, dass bestimmte Klientinnen und Klienten damit Mühe haben als introvertierte Menschen sichtbar oder wirksam zu werden?
00:12:39: Viele Menschen kommen mit dem Anliegen zu mir souveräne aufzutreten in kleinen Auftrittsmomenten wie es eine Klientin vor kurzem so schön genannt hat also in Meetings ... bei Networking-Events, bei Präsentationen.
00:12:52: Dass damit mir geteilt wurde, dass das herausfordernd ist und so ist ein Stück weit das Thema auch zu mir gekommen.
00:12:59: Das waren Menschen, die gesagt haben grundsätzlich bin ich mit meinem Job zufrieden aber es gibt halt diese Momente da fühle ich mich unwohl, da fühlt sich nicht stimmig an Und da habe ich den... Da hab' ich das Gefühl Ich muss hier souveräne in die Sichtbarkeit kommen.
00:13:10: Wahrscheinlich auch, dass es ihnen damit gar nicht gut ging.
00:13:13: Was ist denn das eigene Erleben dabei in diesen Momenten?
00:13:17: Also irgendwie unzulänglich zu sein oder was man eigentlich drauf hat, nicht richtig nach außen tragen zu können?
00:13:23: Was sind die Empfindungen, die sich dabei breitmachen und wer es halb dann?
00:13:27: jemand sagt, da brauche ich doch jetzt wirklich meinen Coaching?
00:13:30: In den Momenten selber so das Gefühl ... Ich müsste hier etwas sagen aber bin vielleicht noch nicht bereit.
00:13:36: Im Nachgang ist die Idee da, der Moment ist vorbei nicht mehr in die Sichtbarkeit kommen mit meiner guten Idee.
00:13:42: Man ärgert sich und ein Stück weit ist es natürlich auch ein Ärger über sich selbst, vielleicht auch eine Scham, dass man das Gefühl hat, warum kann ich das denn nicht so einfach und locker wie die anderen?
00:13:52: Warum gelinken wir das dann eigentlich
00:13:54: nicht?".
00:13:54: Und da natürlich auch ne Frustration.
00:13:56: Du brichst in deinem Buch davon, dass es ja auch zum Beispiel ein gewisses Kennzeichen für Menschen ist, die introvertiert sind weil sie eben auch so viel zuhören, dass Sie eben ganz stark bei den Bedürfnissen der Anderen sind, sich eben doch sehr lange Zeit Damit sag ich mal, aufhalten stückweit.
00:14:11: Sich zu fragen was brauchen denn jetzt die anderen?
00:14:13: Dich Wort Empathie.
00:14:14: Empathia ist ja auch ein Thema das ganz stark bei dem liegt, was eben Pippepläse auszeichnet.
00:14:19: Empathy aber eben sehr stark für andere.
00:14:21: Du sprichst da so von einer sozialen Achtsamkeit.
00:14:24: Was meinst du damit ganz konkret und wie kann das jetzt jemandem durchaus auch auf die Füße fallen wenn man zu stark in der sozialen Achtsamkeit isst?
00:14:32: Bleiben wir beim Klassiker.
00:14:33: Beispiel Meetings weil sie natürlich sehr alltagsbestimmt sind viele introvert... Das glaube ich gerade, die die Empathie ausmacht nur wie du es gerade gesagt hast.
00:14:43: Was man bei den anderen ist, vielleicht selber eine Idee hat die man gerade in die Sichtbarkeit bringen möchte.
00:14:49: Aber die Idee zu nichts zurückhält wenn man das Gefühl hat die Kollegin der Kollege will aber grade was sagen er ist schon so im Ansätzen dann gibt man der Person den Vortritt und merkt dann auf einmal oh je jetzt ist aber der Punkt auf der Meeting Agenda eigentlich schon vorbeigezogen Und das geht da natürlich auf Kosten der eigenen Sichtbarkeiten.
00:15:05: sind wir wieder ein Punkt wo es für introvertierte häufig sehr ärgerlich ist.
00:15:09: Ermutigst du denn dazu egoistischer zu sein?
00:15:11: Weil ich glaube dass ist ja auch das was introvertiert.
00:15:13: Ich hätte gerade nicht sein wollen, egoistisch.
00:15:16: Total, total!
00:15:17: Also ich bin dann an einem Punkt wo ich ermutige die eigene Sichtbarkeit schon auch zu priorisieren aber dennoch eine Art und Weise für sich zu finden, die sich stimmig anfühlt also jetzt nicht dazwischen zu preschen, sich da zu einem Verhalten zu zwingen das überhaupt nicht so der eigenen Arzt und Weise passt sondern vielleicht für sich zugucken.
00:15:37: wie kann ich es machen dass es sich gut
00:15:39: anfühlen
00:15:40: Und ich empfehle dann häufig, so ein bisschen die Verbale eben zu verlassen und auf eine Nonverbale zu wechseln.
00:15:45: Nämlich indem... Ich dann die Hand hebe in dem Moment.
00:15:48: Da muss sich niemanden im Zwort fallen!
00:15:50: Auf der einen Seite bleibe aber trotzdem bei meinem Anliegen in die Sichtbarkeit und Wirksamkeit zu kommen.
00:15:56: Übergebe stückweit an der Stelle natürlich auch die Verantwortung wieder an den moderierenden Personen im Meeting zu sagen Schau mal hier sind auch noch andere Wortmeldungen Aber hier ist jemand, der kommt gerade nicht so richtig dazwischen habe ich zumindest die Rückmeldung bekommen.
00:16:09: Das wurde dann natürlich auch ausprobiert, dass man sich auf der einen Seite treu bleiben kann aber auf der anderen Seite auch Sichtbarkeit für sich selbst gewährleistet.
00:16:16: Sehr schön, dass du das ansprichst!
00:16:18: Dass da die moderierende Person natürlich auch ein Stück der Verantwortung trägt wäre auch sonst meine Frage gewesen inwiefern du da auch eine Verantwortung genau dort siehst?
00:16:27: Ich meine es ist natürlich auch eine Möglichkeit so was zum Beispiel mal in einem Bieler anzusprechen zu sagen pass mal auf ich merke ich bin da in solchen Situationen manchmal etwas überfordert anderen nicht in die Presse springen.
00:16:38: Gleichzeitig habe ich natürlich interessante Punkte zu sagen, wer ist möglich das du da etwas mehr noch drauf achtest oder einfach das mal so zur Sprache zu bringen?
00:16:46: Das muss man ja dann auch nicht im großen Kreis machen und ich denke dass es absolut legitim.
00:16:51: Ich ermutige meine Coaches auch und sage manchmal gibt doch ruhig mal eine Gebrausanweisung für dich selbst mit!
00:16:57: Oder schreib doch im ersten Schritt mal eine für Dich, die Du mal für DICH hast und dann kannst du das ja auch Menschen dir wichtig sind ob beruflich oder eben auch privat durchaus mal so ein bisschen humorvoll mitteilen.
00:17:08: Pass mal auf, willst du mal eine Gebrauchsanweisung für mich haben?
00:17:11: So kann man das ja auch... Aktiv sagen, ohne dass man das jetzt beer ernst spielt.
00:17:16: Das kann ja mit einem Augenzwingkern auch machen.
00:17:18: also das ist so was ich dann auch empfehle.
00:17:20: aber würdest du mir auch insofern recht geben?
00:17:23: Dass diese Verantwortung natürlich bei der betroffenen Person selbst liegt absolut wir sind erwachsene Menschen und gleichzeitig aber auch bei der Führungskraft.
00:17:32: Also da bin ich ganz bei dir Da muss man tatsächlich als Führungskraft als moderierende person Als projekt leitung sollte man das auf den schirm haben.
00:17:40: das ist unheimlich wichtig.
00:17:42: die wichtigsten Klischees über introvertierte Menschen, mit denen du gerne einmal aufräumen möchtest.
00:17:48: Ja
00:17:48: da würde ich gerne zwei nennen.
00:17:50: zum ersten ist ein häufiges Missverständnis wenn menschen in Meetings errückt und zurückhaltend sind das Führungskräfte dann davon ausgehen dass sie sich nicht trauen.
00:18:00: Das ist einen Punkt den ich ganz ganz schwierig finde.
00:18:02: wir haben schon drüber gesprochen.
00:18:03: da geht viel mehr darum dass sich diese Menschen an Denk-und Reflexionsraum erstmal nehmen beziehungsweise mehr wünschen würden.
00:18:11: häufig begegne, wenn introvertierte Menschen beispielsweise die Einladung zum After-Work ablehnen.
00:18:17: Dass sie keine Lust haben auf sozialen Austausch, dass sie eher unsozial sind und auch das ist absolut nicht wahr.
00:18:24: sondern auch da geht es mehr darum, dass Introvertierte nach einem arbeitsreichen Tag er den Rückzug suchen um mental Energie aufzuladen generell aber soziale Austausche genau so schätzen und mögen wie extrovertierte Personen vielleicht nur einen anderen Setting beispielsweise dann in einem Vier Augengespräch priff werden.
00:18:41: wurde
00:18:41: eben nicht noch so als fünften Termin hinten rangeklatscht, ne?
00:18:45: Also man hatte schon mehrere Meetings.
00:18:47: Ich hab das also auch schon erlebt, dass ich gesagt habe, pass mal auf mir wär's durchaus lieber wir würden dann das an einem extra Tag machen als jetzt den ganzen Tag Team-Meeting und dann am Abend also noch zusätzlich.
00:18:59: dann das wird mir definitiv zu viel ist aber dann oft nicht unbedingt etwas wo für die Leute Verständnis haben.
00:19:06: manchmal liegt es auch ein bisschen am Alter.
00:19:08: Manche Sachen kommen dann ja auch so zusammen, wo ich sagen muss Ja, introvertiert und älter ist da manchmal noch mal schwieriger.
00:19:14: Aber das kann ich gut nachvollziehen.
00:19:16: Das Erste was du genannt hast es ja durchaus auch so ein bisschen das Thema wie Schüchtern man isst.
00:19:20: also ob man sich jetzt traut oder nicht traut?
00:19:23: Was ist denn da der Unterschied?
00:19:24: Du sagst ja du hast ja auch glaube ich prominente Beispiele.
00:19:27: ne dass durchaus jemand extravertiert unschüchtern sein kann.
00:19:30: Lady Gaga hast du da genannt.
00:19:32: Introversion und Schichtern halt wird hoffentlich gleichgesetzt und wie du schon sagst auch extrovertierte Menschen können schüchternd sein.
00:19:38: Also Lady Gaga ganz wunderbar Beispiel, das fühle ich immer wieder gerne an.
00:19:42: Das muss man sich bewusst machen.
00:19:44: und der Grund dafür, dass man beispielsweise einen Austausch... Ablehend, beziehungsweise wie du es schön beschrieben hast verschieben möchtest.
00:19:52: Ist dann halt nicht ... Ich trau mich nicht!
00:19:54: Das würde eine Schüchter einer Person sagen.
00:19:57: und bei der introvertierten Person geht's viel mehr darum.
00:19:59: meine Energiereserven lassen das grad nicht zu.
00:20:01: ich bevorzuge jetzt einfach gerade Rückzug für mich und ein bisschen Ruhe.
00:20:04: Und wie sieht es aus mit Hochsensibilität?
00:20:07: Das ist auch ein Thema was ganz oft noch in den Zusammenhang gebracht wird.
00:20:10: Hochsensible und Introversion
00:20:12: Auch das ist nicht gleichzusetzen.
00:20:14: Tendenziell sind hochsensibel schon eher introvertiert Aber es ist trotzdem nicht das Gleiche.
00:20:20: Und bei der Hochsensibilität geht's vor allem darum, wie verarbeite ich Reize?
00:20:24: Zum einen ähnlich wie bei introvertierten ist eine Reizschwelle eher niedrig.
00:20:28: also wir sind eher reizsensibel.
00:20:30: wenn wir gleichzeitig hoch sensibel sind dann greift es aber noch sehr viel tiefer.
00:20:34: Also dass ich wirklich ein sehr starkes Gefühl habe für ne Stimmung im Raum Dass die Emotionen und die Spüre sehr tief in die eigene Reizverarbeitung gehen.
00:20:43: Da geht es häufig schwerpunktmäßig um die Art wenn wir über Hochsensibilität sprechen.
00:20:49: Das
00:20:49: heißt, diese sprichwörtliche feine Antenne muss nicht bei jedem introvertierten Menschen ausgeprägt sein?
00:20:55: Das kann zwar aber es ist nicht unbedingt erforderlich dass das der Fall ist.
00:21:01: Genau
00:21:01: also es gibt ja typische Merkmale und wir haben schon über Empathie gesprochen über die feine antenne die gute Beobachtungsgabe eine introvertierte sind tendenziell auch analytisch kommunikationsstark Aber auch das kann sehr unterschiedlicher ausgeprägte sein.
00:21:15: du hast ja jetzt paar ganz einfache Fragen in deinem Buch, die wir jetzt nicht wiederholen wollen an der Stelle.
00:21:20: Es soll ja auch so ein bisschen spannend bleiben deinen Buch.
00:21:23: aber wenn ich da noch unschlüssig bin wie kann ich das?
00:21:26: Gibt es da irgendwie eine Daumenregel oder so?
00:21:28: wie kann Ich das am besten rausfinden ob ich jetzt betroffen bin von diesem Thema oder weniger?
00:21:32: Da kann man sich vor allem drei kurze Fragen stellen wo man mal so ein bißchen schaut was präferiere ich?
00:21:38: Präferere ich es im Vier-Augen-Gespräch in dem Austausch zu geben oder in einer großen Gruppe?
00:21:43: Ento Version eher im vier Augen gespricht Wie lade ich bevorzugt meine Energie auf, eher im Rückzug oder in der Interaktion?
00:21:51: Oder aber auch wie entwickle ich am ersten Schritt an liebsten neue Ideen.
00:21:55: In der Stillarbeit... ...oder im Brainstorming mit vielen anderen gemeinsam?
00:22:01: Das sind ganz spannende Fragen.
00:22:02: muss ich auch noch mal drüber nachdenken?
00:22:03: bei den ersten zwei war für mich sehr klar bei der dritten weniger.
00:22:07: Aber ja, das muss man hier auch jetzt nicht aus der Hüfte schießen.
00:22:10: Kommen wir doch zum Herzstück deines Buches, nämlich zu dem Thema Sichtbarkeit und dem Wunsch, wirksam sichtbar zu werden ohne sich zu verstellen?
00:22:19: Du hast ja das Thema Stimmigkeit schon angesprochen!
00:22:22: Denn alles andere geht zwar aber es kostet eben übermäßig viel Kraft.
00:22:26: Das ist etwas was ich selber auch herausfinden durfte.
00:22:30: Ich selbst habe ja nun dreißig Jahre im Hochschulbereich unterrichtet mir das eigentlich nicht.
00:22:38: Wer mich jetzt dort erlebt hat, würde wahrscheinlich sagen kann ich gar nicht nachvollziehen.
00:22:42: Sechtlich habe ich das auch ganz gut im Laufe der Jahre für mich herausfinden können wie ich das tue und dennoch ist es etwas was mich immer mehr doch Kraft vor allem gekostet hat.
00:22:51: also dann sind wir wieder beim Thema Energie.
00:22:53: Es ist zwar machbar aber man muss sich dann irgendwann oder darf sich irgendwann die Frage stellen Ist es mir das wert?
00:22:59: Oder möchte ich lieber etwas anderes tun was meinem naturell vielleicht mehr entspricht?
00:23:03: Wenn jetzt jemand sagt im Grunde genommen Geht doch Sichtbarkeit nur, wenn ich auch eine gewisse Lautstärke mitbringe.
00:23:10: Was würdest du der Person denn entgegnen?
00:23:13: Erst mal finde ich die Reaktion total nachvollziehbar.
00:23:16: Weil das ist natürlich was introvertierte ganz automatisch intuitiv erst einmal machen zu versuchen lauter zu werden sich erstmal diesen extrovertierten Ideal anzupassen.
00:23:25: Das ist ja auch das was ich jahrelang gemacht habe.
00:23:28: und Was ich dann tun würde, ist erst mal eine Einladung auszusprechen.
00:23:32: Sich mal vielleicht für zehn Minuten zu verabschieden von diesem Ideal und dann mal zu überlegen auf ne ganz kreative Art und Weise wie kann die Ansichtbarkeit auch auf ne leise Art undweise gelingen?
00:23:44: Wären wir mal konkret!
00:23:46: Wenn ich jetzt ne Person bin, die sagt okay nach nem Projektabschluss Ich bin jetzt nicht die Person, die laut meinen Anteil daran im Meeting verkündet Wie kann ich es aber leise machen?
00:23:58: Auf eine Art und Weise, die stimmig.
00:23:59: Aber trotzdem genauso zum Ziel führt.
00:24:03: Und dann kann ich für mich schauen ... Kann ich das im Vier-Augen-Gespräch mit der Projektleitung besprechen.
00:24:07: Mit meiner vorgesetzten Team-Channel, den ich vielleicht nutzen kann, wo ich einen kurzen Projektabschlussbericht teilen kann um einfach sicherzustellen.
00:24:16: Ich bin sichtbar, wie auf einer Art und Weile sie sich gut anfühlt!
00:24:20: die aber dennoch effektiv und wirksam natürlich ist.
00:24:22: Wie
00:24:22: kann ich jetzt praktisch dazwischengehen, wenn ich merke, da ist eine wilde Diskussion am Gange?
00:24:28: Und da geht es oft darum, wer sich da am lautesten zu Wort meldet ... Du hast vorhin schon mal gesagt, dieses sich melden ist eine Möglichkeit.
00:24:35: Wie können ich das sonst noch bewerkstelligen?
00:24:38: Wenn ich
00:24:38: das vorschonahne, weil ich vielleicht die Meetingrunde kenne, dann hab ich die Möglichkeit, auch hier nochmal die moderierende Person ab mit ins Boot zu holen.
00:24:47: Ich habe einen wichtigen Punkt heute zum Thema zu machen.
00:24:49: bitte planen mich doch da ein, das kann eine Möglichkeit sein.
00:24:53: Oder aber auch wenn ich wirklich das Gefühl habe, ich komme hier heute nicht dazwischen bzw vielleicht kommt mir die Idee erst im Nachgang sich dann nicht zu scheuen, die Idee nicht noch nachzuliefern also da nochmal an die Verantwortlichen heranzutreten und zu sagen hey mir ist im Nachkang noch die und die Idee gekommen oder dass Hab ich noch mal durchdacht, was haltet ihr davon?
00:25:14: Auch im Nachgang ist die Sichtbarkeit nicht vorbei.
00:25:18: Das sollte man für sich
00:25:19: nutzen.".
00:25:19: Genau und dann sich eben zu sagen ja, die Sache als solche, die ich da anbringen will hat es verdient dass ich dem nochmal Sprache verleihe.
00:25:27: und eben die Wirksamkeit in den Vordergrund zu stellen also darauf zu fokussieren.
00:25:31: so sagt mir geht's ja jetzt nicht um die Perse-Sichtbarkeit sondern mir gehts darum das dieser Punkt einfach mit aufgenommen werden kann.
00:25:39: Ich persönlich hab ja herausgefunden, dass ich oft ganz gut beraten bin.
00:25:42: Wenn ich doch relativ zu Beginn eines Meetings auch schon mal meine eigene Stimme gehört habe ... Dann hab' ich mich so ein bisschen warm geredet!
00:25:50: Es muss auch gar nicht am Anfang das Weltbewegende sein.
00:25:53: Ich hab nämlich oft die Erfahrung gemacht... Dass ich viel fokussierter in einen Meeting gehe wenn ich mich entsprechend vorbereite als manche von meinen etwas extrevertierteren Kollegen.
00:26:02: Die sind dann noch sehr mit sich selbst beschäftigt und so.
00:26:06: Und es ist oft ein ganz guter Moment was du deponieren, dann fällt es einem auch später leichter dabei zu bleiben.
00:26:12: Gleichzeitig ist es aber vielleicht nicht jedem immer so gegeben, zu Beginn schon die erleuchtende Idee zu haben.
00:26:18: Was kann ich denn alternativ tun?
00:26:20: Also tatsächlich, da stimme ich dazu, dass gerade das Wort Vorbereitung genannt, Sichtbarkeit für introvertierte beginnt im Meeting tatsächlich schon davor.
00:26:30: In der Vorbereitung, dass ich mir selber Raum zum Nachdenken und Reflektieren nehme.
00:26:35: Dafür ist es natürlich wichtig, geht's eigentlich?
00:26:39: Idealfall weiß ich das schon vor.
00:26:40: Vielleicht fordere ich es auch noch mal ein, fragt nochmal nach.
00:26:43: Also sich da wirklich vor Abfort zu bereiten ist unheimlich wertvoll und was ist gerade schon genannt.
00:26:48: Sich schonmal so ein bisschen warm zu reden, dass hilft und gleichzeitig zeigen ja auch Studien, dass grade erste und letzte Redebeiträge unheimlisch gut im Gedächtnis bleiben bei den anderen Teilnehmenden also auch strategisch für die Wirksamkeit unheimlig hilfreich.
00:27:05: Das heißt ich in einer Dauersichtbarkeit mich bewegen, in einem Meeting.
00:27:11: Sondern es geht viel mehr um Substanz da sind Introvertite ja auch gut drin Dinge auf den Punkt zu bringen und diese Substanz tatsächlich schon im Vorhinein vorzubereiten.
00:27:20: Und dann vielleicht auch, selbst wenn man selber da noch keine Antworten hat.
00:27:23: Vielleicht auch einfach eine Frage zu stellen.
00:27:25: Schreibst du ja glaube ich auch in deinem Buch?
00:27:27: Also so ein Beitrag kann ja auch eine Frage sein.
00:27:29: oder zu sagen Ja in meinen Augen scheint mir doch diese Punkte noch nicht ganz erklärt sein wollte Ich mal anregen zur Diskussion oder so Oder eben wie Du schon sagst vielleicht auch zwischendurch mal einfach was zusammenzufassen zu sagen.
00:27:41: So ich habe jetzt vernommen das und das sind die punkte Nicht noch wichtig dass wir das nochmal hier an der stelle kurz als Zwischenfazit festhalten um jetzt noch einen Schritt weiter kommen zu können.
00:27:50: Also es sind ja auch wertvolle Dinge, das ist keine Schaumschlegerei sondern dass es unter Umständen noch wertvoller als wenn immer nur weiter irgendwelche weiteren Punkte gesammelt werden sage ich immer und damit versuche ich dann zum Beispiel auch meine Klientinnen zu ermutigen.
00:28:04: Du selbst sprichst ja auch von verschiedenen Sichtbarkeitskanälen!
00:28:07: Ich habe den Ausdruck so mir noch gar nicht bewusst gemacht.
00:28:10: aber wo du eben sagst da sollte sich jede Person sicherlich nicht nur die introvertierten aber auch darüber mal Gedanken machen welche Kanäle entsprechen mir denn da so am ehesten.
00:28:21: Magst du dazu noch ein bisschen was erzählen?
00:28:24: Erst mal schauen wir so ein bisschen drauf, das sind eigentlich die Bedürfnisse in der Kommunikation.
00:28:29: und da haben wir zum einen dass wir introvertierten häufig das schriftliche Bevorzugen den viel Augenkontakt bevorzugen.
00:28:37: Wir haben auch gar nicht so sehr über Netzwerken gesprochen.
00:28:40: es ist ja auch immer wieder ein wichtiges Thema bei introvertierten, dass du schon mal unter Umständen herausfordernd sein kannst.
00:28:47: Aber auch hier kann ich schauen welchen Kanal, welchen Weg will ich denn?
00:28:51: Nachvollziehbar!
00:28:53: Nach dem, was wir gerade besprochen haben ist glaube ich das so ein Networking-Event am Abend für introvertierte sehr anstrengend sein kann und sich dann zu schauen naja vielleicht gibt es aber auch andere Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens sich zu einem vier Augen Mittagessen zu verabreden da Kontakte zu knöpfen sich gutes Netzwerk aufzubauen oder aber auch wenn's über die eigene Organisation hinausgeht vielleicht zuschauen ob LinkedIn nicht weiß es beispielsweise als Plattform online wo ich auch die Möglichkeit habe, eher organisiert, strukturiert zu kommunizieren als wirklich auf spontane präsente Kommunikation.
00:29:28: Dies beispielsweise auf einem Netzwerkabend erforderlich ist zu setzen.
00:29:32: Das ist ja auch etwas, was den Organisation selbst zunehmend wichtig ist.
00:29:36: Dass das passiert um einfach den Horizont zu erweitern und sicherlich auch generell ganz wichtige Voraussetzungen dafür, um auch innovativ zu sein also nicht immer nur dasselbe zu denken wenn immer nur dieselben Menschen Zuworte kommen.
00:29:50: Wenn wir mal die Unternehmens- oder Organisationsperspektive hinzubringen Und uns fragen Ja Was geht eigentlich verloren?
00:29:56: Wenn wird dieses Potenzial der introvertierten Menschen Nicht heben?
00:30:01: vor allem, was sind die Stärken von introvertierten Menschen?
00:30:05: Auf den Punkt eingehen.
00:30:06: Was geht verloren?
00:30:07: Es gehen natürlich unheimlich viele Ideen verloren wenn wir den keinen Raum geben, sie auszusprechen.
00:30:13: Es geht viel Energie verloren die wir darauf verwenden lauter zu sein.
00:30:18: und wenn wir auf die stärken introvertierter schauen da ist unheimlich viele Expertise.
00:30:24: Introvertierte können sich gut sehr tief in Themen auch einarbeiten und das sind natürlich alles Dinge die im Innovationsprozess unheimliche hilfreich sind.
00:30:35: oder auch wenn wir noch weiter denken, introvertierte die sehr weitsichtig auch Risiken abwägen, Vor- und Nachteile mit berücksichtigen.
00:30:45: Also wir können hier auch Fehler reduzieren wenn wir wirklich alle hören.
00:30:49: das sind unheimlich viele Aspekte die da einfließen und natürlich auch unterschiedliche Perspektiven die durch unterschiedliche persönlichkeitstypen in einer Problemlösung beispielsweise mit reinfließen.
00:31:02: Also die Vielfalt, die da auch bedeutsam ist und die ja auch in andererlei Hinsicht, Diversity bewusst und bekannt ist.
00:31:09: Du sagst sogar die demografische Vielfaltung für verschiedene Altersstufen, verschiedene Herkünfte, Geschlechter und dergleichen – es eine Sache, die wichtig ist, die dann mehr Innovationen fördern kann aber genauso wichtig ist auf die Persönlichkeitsdiversität.
00:31:25: Definitiv, das ist tatsächlich eine Grundlage die uns ja alle auszeichnet.
00:31:29: Die mehr Berücksichtigung finden darf weil es bringt unterschiedliche Perspektiven rein.
00:31:35: Es greift auch unheimlich gut ineinander wenn wir uns mal extra und introvertierte Stärken anschauen also introvertiert extrovertierte die wirklich die Schnelligkeit in DRIVE reinbringen introvertierte auf der anderen Seite, die dann wirklich tief reflektieren.
00:31:51: Sehr risikobewusst sind.
00:31:53: Das heißt, Intro- und extrovertierte Stärken greifen unheimlich gut ineinander und können uns zum einen sehr viel effizienter machen und damit auch schneller und innovativer.
00:32:03: Ja und Extrovertierte haben ja häufig auch noch so dieses sehr begeisterte, also so euphorisch zu sein.
00:32:09: Sich für was zu begeistern und da überzusprühen und vielleicht aber auch mal zu überschießen.
00:32:14: Und wenn man da eine introvertierte Person dagegen spiegelt die vielleicht ein bisschen kritisch, ein bisschen reflektierter daran geht das Tempo ein bisschen raus nimmt können sie sich glaube ich sehr gut ergänzen.
00:32:23: diese beiden Typen.
00:32:24: Du hast ja auch in deinem Buch Adam Grant den bekannten Organisationspsychologen zitiert, der ja etwas herausgefunden hat, ganz speziell über Introversion und Führung.
00:32:34: Also Führung wird ja heutzutage auch häufig noch mit Lautstärke gleichgesetzt und diese Studie zeigt ganz wunderbar, dass das sehr schade ist.
00:32:42: Und wir auch dadurch sehr viel Potenzial eigentlich verlieren wenn wir nur die eher exrovertierten Menschen in Führungen sehen.
00:32:51: Und zwar hat die Studie gezeigt, dass Intro wie extrovertierte Führungskräfte gleichermaßen erfolgreich sein können.
00:32:58: also da schon mal ganz grundsätzlich und wenn wir dann nochmal ein bisschen tiefer schauen gibt es Erkenntnisse dazu, dass introvertierte eher motivierte Teams erfolgreich führen können.
00:33:09: Weil introvertiete in der Lage sind zuzuhören, Raum zu schenken, empathisch zu sein.
00:33:14: Dass eine große Führungsstärke von Introvertierten ist.
00:33:17: Wohingegen extrovertierte tendenziell erfolgreicher und zurückhaltenden Teams abgeschnitten haben weil sie wie du gerade schon gesagt hast sehr motivierend, begeisternd auch auf andere wirken können.
00:33:29: Tatsächlich, das ergänzt sich also da an der Stelle auch so ein bisschen und ist eine Art Patans die dann die Führungskraft mit dem Team zusammen machen kann.
00:33:38: Und ja insofern auch das zu berücksichtigen.
00:33:42: Das heißt wenn wir Teams haben... insgesamt etwas ruhiger sind, dann haben wir da eher die extravertierten Führungskräfte und umgekehrt besonders erfolgreich im Einsatz.
00:33:51: Ist ja sicherlich auch etwas was man berücksichtigen kann bei der Frage der Nachfolgeplanung also wenn wir mal so über das ganze Thema intern Arbeitsmarkt nachdenken und wie interne Talente auch gefördert werden?
00:34:05: Und da sprichst du ja auch eine ganz deutliche Sprache in dem du sagst Du würdest dir wünschen dass da die Organisationen die stillen Talente.
00:34:16: Wie kann denn so eine Förderung aussehen in deinen Augen?
00:34:19: Also im ersten Schritt geht es erstmal ganz viel um Aufklärung und Wissen.
00:34:22: Also für mich als Führungskraft oder als Entscheiderin eben erst mal zu wissen, Was macht denn eigentlich die verschiedenen Persönlichkeitstypen aus, um wegzukommen von den Wahrnehmungsverzerrungen, denen wir tagtäglich begegnen?
00:34:35: Nämlich tatsächlich Führung gleich laut oder auch laut gleich kompetent.
00:34:40: Dass wir das wirklich ganz stark aufbrechen und dadurch wird natürlich auch unser Potenzial- und Talentpool viel größer.
00:34:47: also wenn es um die Frage geht wer darf dann für ein Projekt oder aber auch Teams hier Verantwortung zu übernehmen da auch passgenauer natürlich zu schauen mit dem worüber wir gerade gesprochen haben.
00:34:59: Also da ist ganz, ganz viel Potenzial was es da einfach noch zu entdecken gibt.
00:35:05: Ja, ich denke wir haben einen schönen Bogen gespannt und ich würde gerne mit dir so ein bisschen die Ziel-Einfahrt nehmen.
00:35:10: Ich bin sicher das ja einiges von dem was du jetzt auch im Verlauf der Recherche deines Buches noch für dich herausgefunden hast etwas ist von dem du dir selber wünschen würdest dass du das zu einer früheren Zeit selbst soweit gewusst hättest.
00:35:23: dann hätteste vielleicht das eine oder andere anders machen können.
00:35:26: Was sind denn so die wertvollsten Kernerkenntnisse die du so jetzt auch vielleicht nochmal unseren Zuhörenden an dieser Stelle mitgeben möchtest?
00:35:34: aus deinem Buch oder aus deiner Zusammenarbeit mit introvertierten Führungskräften und Fachkräften.
00:35:41: Die größten Wow-Momente, die ich immer wieder erleben und begleiten darf ist wirklich der Moment, wenn Menschen gerade leise Menschen für sich verstehen, introvertiert zu sein – das ist eine Stärke!
00:35:52: Und ich habe das was ich in meiner beruflichen Karriere bisher erreicht habe nicht trotz sondern wegen meiner Leisenart erreicht.
00:35:59: Das sehen Introvertiert und das hab' ich auch selber eigene Erfolge reflektiert und dann mal schaut, welche Fähigkeiten habe ich denn da eingesetzt um die zu erreichen?
00:36:08: Und dann merkt man erstmal okay das sind ganz viele leise Fähigkeiten.
00:36:13: Das für sich zu sehen, sich zu lösen von diesen Defizitdenken und zu sagen Leise sein ist gut leise sein es bringt mich weiter.
00:36:20: Das ist glaube ich ein ganz ganz großer Unterschied und eigentlich der größte Game Changer tatsächlich eine Karriere auf leise Stärken aufzubauen.
00:36:28: Leise Bedürfnisse ein Stück weit auch einzufordern von Führung und auf eine leise Art, stimmige Art und Weise die eigenen beruflichen Ziele zu erreichen.
00:36:40: sehr schön und ich glaube jetzt durch das Gespräch.
00:36:42: Und dann hoffentlich auch die eine oder andere Person dazu zu animieren, dein Buch zu kaufen haben wir da nochmal so ein paar Punkte offenlegen können.
00:36:51: Ich habe auf jeden Fall einiges Interessantes gehört was mir so noch nicht bekannt war.
00:36:56: Ich möchte mich ganz herzlich bei dir bedanken dafür dass du da auch in dieser Hinsicht in die Sichtbarkeit gegangen bist und gesagt hast Wir wollen doch hier gerne die Erkenntnisse aus meinem Buch noch mehr Leuten zugänglich machen dir dafür eine Bühne geben konnte.
00:37:11: Danke ich dir ganz herzlich für deinen Kommen, liebe Christin!
00:37:14: Lieber Verena, ich freue mich sehr dass ich hier sein
00:37:17: durfte.
00:37:18: Vielen Dank.
00:37:19: Ja, und da ist das Gespräch schon wieder herum!
00:37:21: Wir haben gerade im Nachgang nochmal kurz darüber gesprochen, dass doch anscheinend einige Unternehmen auf Christian zugekommen sind und gesagt haben, dass sie doch schon bei ihren Team-Meetings einiges verändert haben was so die Kultur anbelangt und ganz gute Erfahrungen damit gemacht haben, damit auch ihre etwas zurückhaltenderen, introvertierteren Mitarbeitenden besser einzubinden.
00:37:48: auch bewahrheitet sich das, was Christin in ihrem Buch so weit ausgeführt hat und wir hier miteinander bewegt haben.
00:37:55: Ich freue mich wenn du bis hierhin dabei geblieben bist und hoffentlich mit Interesse zugehört hast.
00:38:00: ich werde alle Informationen und Kontaktdaten zu Christian auch zu ihrem Buch in den Journal verlinken und ansonsten einfach mal ausprobieren vielleicht auch auf deine Führungskraft zugehen Deine Anliegen ansprechen, wie könnte ein Meeting sein?
00:38:17: Wie könnte eine Vernetzungsinfrastruktur sein, dass sie auch mir entgegen kommt.
00:38:23: Warum nicht?
00:38:24: Vielleicht seid ihr auf mehrere Teammitglieder die hier gemeinsame Interessen haben.
00:38:29: Bleib zuversichtlich und bis zum nächsten Mal bei Peaboblesing.de.
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