#72 - People Pleasing im Top‑Management: Warum Harmonie kein KPI ist – mit Headhunter Tim Oldiges
Shownotes
People Pleasing ist im Top‑Management kein netter Charakterzug, sondern ein massives Steuerungs‑ und Führungsrisiko – besonders in großen Familienunternehmen. Headhunter Tim Oldiges, Gründer und Geschäftsführer der Executive‑Search‑Beratung Headgate, erklärt, warum Harmonie kein KPI ist, wieso Mandat Persönlichkeit schlägt und weshalb ein klares Nein oft wertschenkender ist als ein vorschnelles Ja. Wir sprechen darüber, wie People Pleasing auf C‑Level zu Orientierungslosigkeit, Scheinkonsens und verdeckten Konflikten führt und warum Leitplanken, Entscheidungsrechte und Rückendeckung unverzichtbar sind, damit Führung wirksam werden kann. Tim zeigt, wie er in seinen Such‑ und Auswahlprozessen People Pleasing‑Muster erkennt, welche Rolle Behavioral Interviewing spielt und weshalb „Kissing up the hierarchy“ verhindert, dass die Spitze die Realität im Unternehmen überhaupt noch wahrnimmt. Ein besonderer Fokus liegt auf Familienunternehmen: auf Loyalitäten zwischen den Generationen, Rollenvermischungen zwischen Kind und Nachfolger:in und der Frage, warum diese Konstellationen wie ein Vergrößerungsglas für People Pleasing wirken. Du erfährst, wie klare Mandatsklärung, offener Dissens und emotionale Klarheit helfen, Unternehmen zukunftsfähig zu halten, ohne Beziehungen zu zerstören.
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